Filmografie / Hörspiel
Die Schauspielerin Elisabeth Volkmann wurde am 16. März 1936 in Essen1) geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf; sie selbst gab als Geburtsjahr immer 1942 an. "Nach dem frühen Tod ihres Vaters im Jahre 1948 trug sie schon als Kind mit kleineren Bühnenauftritten zum Unterhalt der Familie bei. Dennoch musste sie ihren Wunsch, Künstlerin zu werden, gegen den Willen ihrer Mutter durchsetzen." notiert Wikipedia.
Bevor sie zu einer populären Darstellerin bei Film- und Fernsehen avancierte, hatte sie zunächst einen ganz anderen Weg eingeschlagen und sich an der Essener "Folkwangschule"1) zur Sopranistin ausbilden lassen. Wikipedia führt aus: "In Essen erhielt sie auch ihre erste Theaterrolle. Ihr Debüt als Kabarettistin gab sie in München. Für weitere Engagements in Berlin, Hamburg und Zürich wechselte sie wieder ins ernste Fach. Am "Städtischen Theater" in Nürnberg interpretierte sie an der Seite von Günter Strack die Rolle der Viola in Shakespeares Schauspiel "Was ihr wollt"1).
 

Elisabeth Volkmann, fotografiert von dem britischen Fotografen
Stuart Mentiply (→ www.mentiply.de)
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Elisabeth Volkmann, fotografiert von dem britischen Fotografen StuartMentiply; Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version1.2, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Ihr Leinwanddebüt gab die die rothaarige Schöne noch ungenannt in der Komödie "Eine Frau fürs ganze Leben"1) (1960) an der Seite von Ruth Leuwerik, es folgten kleinere Nebenrollen in Streifen wie "Immer wenn es Nacht wird"1) (1961), "Die Diamantenhölle am Mekong"1) (1964) oder "Engelchen macht weiter – Hoppe, hoppe Reiter"1) (1969). Mit Beginn der 1970er Jahre trat sie fast ausschlich in Erotik-Streifen wie "Josefine Mutzenbacher"1) (1970), "Die Klosterschülerinnen"1) (1972) oder den seichten "Report-Filmchen"1) über Hausfrauen, Ehemänner, Lehrmädchen und Schüler auf, wie beispielsweise 1971 in "Ehemänner-Report"1), "Hausfrauen-Report"1) und "Schüler-Report"1). Produktionen wie "Drei Männer im Schnee"1) (1974) nach dem gleichnamigen Roman1) von Erich Kästner1) blieben eher die Ausnahme.
Schlagartig bekannt wurde Elisabeth Volkmann 1973 mit ihrer Rolle der schrillen Mutter Jolanthe von Scheußlich in Michael Pfleghars1) Kult-Serie "Klimbim"
1), der deutschen Version der amerikanischen Comedy-Serie "Laugh In". Damals saßen bei jeder Folge bis zu 17 Millionen Zuschauer vor der Flimmerkiste und die Show galt als unerhört frivol. Als Mitglied der verrückten Klimbim-Familie war auch die Volkmann der absolute Liebling der Fernsehnation, neben Ingrid Steeger als Horror-Tochter Gaby mit Zahn-Lücke, Horst Jüssen als genervtem Stiefvater Adolar, Wichart von Roll1) als Opa Klimbim und Peer Augustinski in verschiedenen Rollen mimte sie bis 1979 diese Figur. Bis heute ist der Name Elisabeth Volkmann fest mit "Klimbim" verbunden, 2004 erlebte die Chaosfamilie in der Originalbesetzung auf der Bühne eine rasante Wiedergeburt mit der chaotischen Komödie "Die Klimbim-Familie lebt!", ein Stück mit dem die Klimbim-Mannschaft fast zwei Jahre lang bundesweit sowie in der Schweiz Furore machte.
  
Die Vollblutkomödiantin Elisabeth Volkmann avancierte zu einer der "Ulknudeln" der Nation, konnte jedoch auch mit anspruchsvollen Film- und Fernseharbeiten beweisen, dass sie durchaus mehr zu bieten hatte als offenherzige Mieder, Strapse und Dekolletee. Rainer Werner Fassbinder1) besetzte sie in seinen Kinofilmen "Lili Marleen"1) (1981), "Lola"1) (1981) und "Die Sehnsucht der Veronika Voss"1) (1982), doch der frühe Tod Fassbinders bedeutete für Elisabeth Folkmann das "Aus" sich als ernsthafte Charakterdarstellerin profilieren zu können. So blieb sie weiterhin auf das Unterhaltungskino beschränkt, für Walter Bockmayers1) Musical "Geierwally"1) (1988), eine Parodie des klassischen Stoffs der "Geierwally"1), stand sie ebenso vor der Kamera wie für Hape Kerkelings1) Erfolgs-Satire "Kein Pardon"1) (1992), wo sie mit Witz und Charme die Mutter Schloenzke mimte. Letztmalig im Kino sah man sie als Bürgermeisterin El Busto in dem Horror-Trashfilm "Planet B: The Antman"1) (2002) → Übersicht Kinofilme.
"Das Traumauto": Abbildung DVD-Cover mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche den Zweiteiler Anfang April 2020 auf DVD herausbrachte "Das Traumauto": Szenenfoto mit Elisabeth Volkmann als Lilo; mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film", welche den Zweiteiler Anfang April 2020 auf DVD herausbrachte Für das Fernsehen übernahm sie beispielsweise Rollen in unterhaltsamen Stücken wie "Liebling, ich lass' mich scheiden!"2) (1983), "Das Traumauto"3) (1988) oder "Mrs. Harris fährt nach Monte Carlo"3) (1989) sowie mit Episodenrollen in etlichen Serien wie unter anderem "Derrick"1), "Der Alte"1), "Ein Heim für Tiere"1) oder "Die Rettungsflieger"1). Mit durchgehenden Figuren zeigte sie sich in der RTL-Comedy-Erotikserie "Schloß Pompon Rouge"1) (1991/92) und in den Geschichten um "Lilli Lottofee"1) (1992). In der Comedieserie "Ohne Mama geht es nicht"3) (1997) mimte sie die die geschiedene Anneliese Meyerdierks-Ohlendiekoder.
 
"Das Traumauto": Abbildung DVD-Cover
sowie Szenenfoto mit Elisabeth Volkmann als Lilo
Mit freundlicher Genehmigung von "Pidax Film",
welche den Zweiteiler Anfang April 2020
auf DVD herausbrachte
Letztmalig vor der TV-Kamera stand sie für den Dauerbrenner "In aller Freundschaft"1) und spielte in der Episode "Dunkle Sterne"3) (EA: 08.04.2006) die sie Rentnerin bzw. Patientin Ursula Russ, die aufgrund einer Oberschenkelfraktur in die Sachsenklinik eingeliefert wird → Übersicht TV-Produktionen.
Neben ihrer Arbeit für Theater, Film und Fernsehen arbeitete Elisabeth Volkmann auch erfolgreich als Synchronsprecherin. Bei Wikipedia kann man lesen: Bekannt war sie seit 1991 als deutsche Synchronstimme der Marge Simpson und deren Zwillingsschwestern Patty und Selma in der US-amerikanischen Zeichentrickserie "Die Simpsons". Die deutsche Fassung der Folge "We're on the Road to D'ohwhere" (deutscher Titel: "Die Straße der Verdammten") endete mit einer Widmung an Elisabeth Volkmann. Außerdem sprach sie die Astrologin Milva Summer in der Folge "Die Karten des Bösen" (1998) aus dem Jugend-Hörspiel "Die drei ???"1). In der deutschen Version des  Animationsfilm "Das große Krabbeln"1) (1998, "A Bug's Life") hörte man sie als die Königin → mehr bei synchronkartei.de. Al
s Sprecherin im Hörspiel war sie ebenfalls gefragt, eine Auswahl der bei der ARD Hörspieldatenbank gelisteten Produktionen findet man hier.
 
Als Gesellschafterin der Senffirma ihres im Januar 2004 an Lungenkrebs verstorbenen zweiten Ehemannes Eberhard Radisch1) machte Elisabeth Volkmann auch schon mal gerne Werbung für den "Friedrichs Dresdner Tafelsenf". Der Konzertagent Radisch, der seit mehr als 30 Jahren seine Frau erfolgreich managte, war auch im Privatleben der Partner von Elisabeth Volkmann. Seit Mitte der 1970er Jahre lebte das Paar ohne Trauschein zusammen, erst 1998 hatten sich beide offiziell das Ja-Wort in einem Münchener Standesamt gegeben. Der erste Ehemann von Elisabeth Volkmann, der Filmanwalt Walter Hass, erlag ebenfalls einem Lungenkrebsleiden – die Schauspielerin war damals erst Mitte 20.

In ihren letzten Lebensjahren wurde still es um Elisabeth Volkmann, sie lebte zurückgezogen in ihrer Dachterrassenwohnung in der Nähe des Münchner "Stachus"1). Dort wurde sie am Abend des 27. Juli 2006 von Rettungskräften tot aufgefunden, nachdem sich eine Freundin besorgt über die Nichterreichbarkeit des Stars an die Polizei gewandt hatte. Die Todesursache bzw. das genaue Todesdatum der 70-jährigen Künstlerin stand bei Bekanntwerden der Todesnachricht noch nicht fest und wurde von der Polizei auf den Zeitraum zwischen dem 25. und 27. Juli 2006 datiert; ein Suizid oder Fremdverschulden wurde ausgeschlossen, laut Obduktionsergebnis starb Elisabeth Volkmann eines natürlichen Todes bzw. an Herzversagen. Etwa eine Woche nach ihrem Ableben wurde die Urne mit den sterblichen Überresten auf dem Gräberfeld 421 des Waldfriedhofes1) in München anonym beigesetzt → Foto bei knerger.de.
  
Dass die Künstlerin im Privatleben nicht die schrille Person war, die sie in "Klimbim" verkörperte, sondern vielmehr oft an sich selbst zweifelte und besonders nach dem Tod ihres Mannes unter Depressionen litt, wurde erst nach ihrem Tod so richtig öffentlich: Unter der frechen und fröhlichen Hülle allerdings verbarg sich eine gute Portion Schwermut. Im Mai sagte sie der "Bild am Sonntag", sie leide an Depressionen "seit ich denken kann". Sie wuchs im Ruhrgebiet auf, ihre Kindheit bezeichnete sie als "grässlich". Sie habe unter einer strengen Mutter und dem frühen Tod des Vaters gelitten. Nach dem Tod ihres zweiten Mannes Eberhard Radisch im Januar 2004 sollen Volkmann neben ihren ständigen Rückenschmerzen verstärkt Depressionen und Panikattacken geplagt haben. "Warum lebe ich eigentlich noch? Wäre doch besser, wenn ich auch tot wäre", sagte sie der Zeitschrift "Bunte" vor einem guten halben Jahr. Trotzdem ließ sie sich nicht gehen. "Disziplin heißt das Zauberwort, meine Lieben", sagte sie in einem früheren Interview. "Sich Schönheit zu bewahren ist harte Arbeit, verbunden mit einer guten Portion Eitelkeit." Und eitel war sie, wie die Verwirrung über ihr Alter zeigt. Volkmann machte sich jünger und gab zuletzt an, 64 Jahre zu sein tatsächlich aber feierte sie nach Behördenangaben im März bereits ihren 70. Geburtstag.4)
  
Der damalige WDR-Fernsehdirektor Ulrich Deppendorf1) würdigte die Schauspielerin mit den Worten: "Elisabeth Volkmann hat entscheidend zum Erfolg von "Klimbim", der ersten großen Comedyshow nach amerikanischem Vorbild im deutschen Fernsehen, beigetragen. Sie war die Mutter von "Klimbim". Bewundernswert war der Mut von Elisabeth Volkmann, sich auf diese Rolle einzulassen. Sie musste darin Vieles verkörpern, was eigentlich schauspielerischem Ego zuwiderläuft: Mut zur Übertreibung, Mut zum Übermaß. Das machte sie mit so großer Bravour, dass dies die Rolle ihres Lebens wurde. Man identifizierte sie mit dieser Figur, sicher manchmal zum Leidwesen der Darstellerin. Sie hielt die Männerriege des Ensembles zusammen, war das kraftvolle Gegengewicht zu Horst Jüssen, Wichart von Roll und Peer Augustinski." (Quelle: WDR-Pressestelle) 
Siehe auch Wikipedia, filmportal.de sowie
den Nachruf bei welt.de
Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) Die Krimihomepage, 3) fernsehserien.de
4) Quelle: "Westdeutsche Zeitung", Artikel vom 29.07.06 von Sabine Dobel und Anne Grages
Lizenz
Foto Elisabeth Volkmann (Urheber: Stuart Mentiply, Wolfsburg):
Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext.
Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
  
Filme
Kinofilme / Fernsehen
Filmografie bei der Internet Movie Database sowie filmportal.de
(Fremde Links: Wikipedia, filmportal.de, Die Krimihomepage, fernsehserien.de, cyranos.ch, winterthur-glossar.ch)
Kinofilme Fernsehen (Auszug
Hörspielproduktionen (Auszug)
(Fremde Links: ARD-Hörspieldatenbank (mit Datum der Erstausstrahlung), Wikipedia, krimilexikon.de)
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