Mit der "Forsyte Saga" wurde einer der erfolgreichsten Romane
des britischen Schriftstellers John Galsworthy verfilmt; der sechsbändige Roman-Zyklus,
welcher die Zeit von 1879 bis 1920 umspannt und von Galsworthy
zwischen 1906 und 1921
geschrieben worden war, wurde 1922 veröffentlicht und zehn Jahre später
mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. In dem Vorwort erklärt John Galsworthy, er habe in der
"Forsyte Saga" den gehobenen Mittelstand "konserviert" und
"unter Glas zur Schau gestellt".
Produziert von Donald Wilson für die BBC, ging die dramatische Serie über
die weitverzweigte Kaufmannsfamilie erstmals 1966 in Großbritannien auf
Sendung, 26 Folgen und je 50 Minuten lang konnten
die Zuschauer schon lange vor "Dallas" und "Denver" Freud und Leid,
Lügen und Intrigen, Liebesbeziehungen und Leidenschaften der vier
Generationen umfassenden Familienmitglieder verfolgen und die Reihe
entwickelte sich zu einem riesigen Erfolg; in Deutschland brachte die ARD
die schwarz-weißen Episoden von Februar bis Juli 1973 auf den Bildschirm,
auch hier war die Resonanz erheblich, bis zu 30 Prozent durchlitten immer
wieder Sonntags ab 17:45 die Schicksalsschläge der englischen
Großbürgerfamilie mit. Leider wurden die Folgen bisher nicht mehr
wiederholt, da Medienberichten zufolge die Tonqualität der damaligen
deutschen Synchronisation zu schlecht sei. Lediglich als Hörbuchversion kann
man sich die legendäre Serie neuerdings noch einmal zu Gemüte führen: Mit zwanzig
berühmten Schauspielern, unter anderem Hanns Zischler und Rosel Zech,
entstanden sechs CDs mit der "Forsyte Saga".
Bleibt zu hoffen, dass die Fernsehgewaltigen ein Einsehen mit den Fans haben
und die Serie neu synchronisieren, auch im Originalton ausgestrahlt und in Deutsch
untertitelt würde dieses legendäre Epos sicherlich annehmbare
Einschaltquoten erzielen.
Einen mehr als vierzig Jahre umspannenden Zeitraum mit all den vielen
Handlungssträngen und auftretenden Personen in wenigen Worten
wiederzugeben, ist schlicht unmöglich, erst recht angesichts einer
nobelpreisgekrönten Romanvorlage; dennoch soll hier der Versuch unternommen
werden, die Familienbeziehungen der Forsytes aufzuzeigen bzw. einen Blick
auf die dramatischsten Ereignisse zu werfen:
Das Familienepos beginnt im Jahre 1879 und endet, anders als im Roman, im
Jahre 1926. Die großbürgerliche Kaufmannsfamilie Forsyte ist auf der Höhe
ihrer Macht und gehört zu den einflussreichsten der Londoner Gesellschaft;
die Geschwister, zu denen auch die unverheiratete Ann Forsyte (Fay Compton)
gehört, sind zwar schon in die Jahre gekommen, dennoch gesund und sehr vermögend. Ihre Kinder werden langsam erwachsen, der junge Jolyon (Kenneth More),
Sohn des alten Familienoberhaupts Jolyon Forsyte (Joseph O'Conor), ist in den 30ern, verheiratet
und Vater der Tochter June (Susan Penick, später June Barry). Seine Affäre mit der
Erzieherin seiner Tochter führt zum Bruch mit
der Familie, welche er verlässt, um mit seiner Geliebten Helene Hilmer
(Lana Morris) zu leben; um sich über Wasser zu halten, versucht er sich als
Maler. Nachdem seine Frau Frances (Ursula Howells) bei einem Reitunfall ums Leben gekommen ist, heiratet er Helene
und bekommt mit ihr zwei Kinder, "Jolly" Forsyte (Michael York) und
Holly.
Jolyons Bruder James (John Welsh) hat den Sohn Soames (Eric Porter), ein angehender Rechtsanwalt,
der vom alten Jolyon gehasst wird, sowie Tochter Winifred (Margaret Tyzack),
die mit dem leichtsinnigen MontagueDartie (Terence Alexander) verlobt ist,
dessen Ehefrau sie später wird. Der gefühlskalte und unberechenbare Soames verliebt sich in
Irene Héron (Nyree Dawn Porter), eine mittellose Musiklehrerin, die seine
Liebe nicht erwidert, ihn aber dennoch heiratet. Wegen ihrer unglücklichen
Ehe beginnt sie schon bald ein Verhältnis mit dem Architekten Phillip Bosinney
(John Bennett), der mit Jolyons Tochter June Forsyte verlobt ist und für
Soames und Irene ein Haus bauen soll. Irene bittet ihren Mann, sie frei zu
geben, um jedoch seine Liebe zu retten entlässt Soames den Architekten,
vergewaltigt in seiner rasenden Eifersucht seine Frau Irene, die bald darauf
ihren Mann verlässt. Zum "Happy End" mit Phillip Bosinney kommt
es nicht, da dieser bei einem Unfall sein Leben verliert. 1899 betreibt der
verbitterte Soames
seine Scheidung von Irene, doch als er sie wiedersieht, erwacht seine Liebe
erneut. Irene, die inzwischen eine Liebesbeziehung mit ihrem inzwischen
älter gewordenen Schwager Jolyon Forsyte (Kenneth More) hat,
zeigt jedoch offen ihre Abscheu. Nach dem Tod von Joylans zweiter Frau Helene
heiraten beide, aus der Verbindung stammt Sohn Jolyon "Jon" Forsyte (Martin Jarvis);
auch Soames hat erneut geheiratet, aus
dieser Ehe mit der Französin Annette Lamotte (Dallia Penn) stammt Tochter
Fleur (Susan Hampshire).
Im Jahre 1920 treffen sich Fleurs Sohn Jon und Soames Tochter Fleur in einer Kunstgalerie,
gegen den Widerstand der Eltern verlieben sie sich ineinander, doch die
Beziehung währt nur kurz, als Jolyon seinem Sohn alles über die Ehe
zwischen Soames und seiner Mutter Irene bzw. die Familienfehde erzählt;
kurz nach der "Beichte" verstirbt Jolyon an Herzversagen. Jon
flieht mit seiner geliebten Mutter nach Südamerika und arbeitet als Farmer,
Fleur heiratet den jungen Baron Michael Mont (Nicholas Pennell), doch ihr
Leben in der feinen Londoner Gesellschaft wirft erneute Probleme auf. 1926 kehrt Jon aus
Amerika zurück und trifft erneut auf Fleur, eine kurze, aber
heftige Liebesbeziehung ist die Folge. Als auch diese neuerliche
Leidenschaft zu Ende geht, zündet Fleur aus Verzweiflung das Haus ihres
Vaters an, der sie dann unter Einsatz seines eigenen Lebens vor dem sicheren
Tod rettet. Vom Glanz des ehemaligen Familienclans ist nichts
mehr übrig geblieben, die ganze Familie Forsyte ist an den Affären
zerbrochen.
Bereits 1949 war der erste Teil von John Galsworthys "Forsyte Saga" von Compton Bennett unter dem
Titel "That Forsyte Woman" (Das Schicksal der Irene Forsyte)
verfilmt worden; in den Hauptrollen sah man Errol Flynn als Soames Forsyte, Greer Garson
als Irene Forsyte, Robert Young als Philip Bosinney und Janet Leigh als June Forsyte.
2002 inszenierten Christopher Menaul und Dave Moore einen weiteren
Mehrteiler: Damian Lewis spielte den Soames Forsyte, Gina McKee die Irene
und Rupert Graves den Jolyon Forsyte.
Siehe auch www.bamby.de.
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Die Hauptdarsteller:
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| Joseph O'Conor |
spielte das Familienoberhaupt, den alten Jolyon
Forsyte.
Geboren am 14. Februar 1916 in Dublin (Irland),
gestorben am 21. Januar 2001 in London.
Weitere
Filme1) mit Joseph O'Conor |
| Kenneth More |
spielte dessen Sohn, den jungen Jolyon Forsyte.
Geboren am 20. September 1914 in Gerrards Cross (Buckinghamshire),
gestorben am 12. Juli 1982 in London an den Folgen seiner
Parkinson-Erkrankung.
Der attraktive Kenneth More, der vom Theater kam, stammte aus
einer gut-bürgerlichen Familie und hatte vor allem in den 50er Jahren
seine große Zeit als Filmschauspieler. Sowohl in (Melo)Dramen als auch
Komödien zeigte er sein schauspielerisches Talent, agierte in vielen
populären Kinoproduktionen, wie beispielsweise "Genevieve" (1953),
"Doctor in the House" (1954), "Reach for the Sky"
(1956, Allen Gewalten zum Trotz), "A Night to Remember"
(1958, Die letzte Nacht der Titanic), "Northwest Frontier"
(1959, Brennendes Indien) oder "Sink the Bismarck" (1960, Letzte Fahrt der Bismarck).
Als ihm Mitte der 60er Jahre von der Filmindustrie keine interessanten
Rollen mehr angeboten wurden konzentrierte sich More vermehrt auf
seine Arbeit beim Fernsehen. Mit der Rolle des jungen Jolyon Forsyte war er
dann wieder in aller Munde, ebenso wie mit der
Hauptrolle in der Serie "Father Brown" (1974).
Auch mit seinem Privatleben füllte er die einschlägigen Gazetten, er
war drei Mal verheiratet, zuletzt mit Schauspielerkollegin Angela Douglas, die er
bei den Dreharbeiten zu "Some People" (1962)
kennen gelernt hatte. Aus seiner 1939 geschlossenen Ehe mit Beryl Johnstone
stammt die 1941 geborene Tochter Susan Jane; 1946 ließ er sich
scheiden, heiratete später im Jahre 1958 Bill Barkby, mit der er
ebenfalls eine Tochter hatte, die 1954 geborene Sarah Elizabeth. Nach
erneuter Scheidung im Jahre 1968 ging er die Ehe mit Angela Douglas
ein, die bis zu seinem Tod an seiner Seite war.
Weitere Filme1) mit Kenneth More |
| Martin Jarvis |
spielte den Sohn Jolyon "Jon"
Forsyte aus der Verbindung zwischen Jolyon Forsyte (dem Jüngeren) und Irene Forsyte.
Geboren am 4. August 1941 in Cheltenham (Gloucestershire).
Die Rolle in der "Forsyte Saga" war eine seiner ersten
Auftritte im Film und zugleich sein Durchbruch als Schauspieler. In
den folgenden Jahren trat er in verschiedensten Fernsehproduktionen
auf und auch auf der Bühne war er als Charakterdarsteller
erfolgreich. 1974 heiratete er seine Schauspielerkollegin Rosalind Ayres, mit der er dann 1998 eine
Produktionsgesellschaft gründete,
die Hörbücher und Stücke für den Rundfunk herstellt. Jarvis ist
inzwischen einer der bekanntesten Hörbuchsprecher und wurde mit
vielen Preisen ausgezeichnet.
Aus der Verbindung mit Rosalind Ayres stammen zwei Kinder.
Weitere
Filme1) mit Martin Jarvis |
| Michael York |
spielte Sohn "Jolly" Forsyte, Sohn aus der
Verbindung zwischen dem jungen Jolyon Forsyte und dessen zweiten Frau Helene Hilmer.
Geboren am 27. März 1942 im britischen Fulmer (Buckinghamshire).
Der vielseitige Schauspieler wirkte neben der Theaterarbeit in über 100 TV- und zahlreichen Kinofilmen mit,
war am Broadway erfolgreich und machte sich auch mit seiner 1991 erschienenen Autobiographien
"Travelling Plague" als Schriftsteller einen Namen; überaus erfolgreich ist er
auch mit bisher über 50 Hörbüchern, zu denen auch seine Autobiographie zählt.
Kurzbiografie
zu Michael York innerhalb dieser Homepage.
Weitere
Filme1) mit Michael York
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| John Welsh |
spielte den alten James Forsyte.
Geboren am 7. November 1904 in Wexford (Irland),
gestorben am 21. April 1985 in London.
Der Schauspieler begann seine Karriere am "Gate Theatre" in
Dublin und machte sich rasch einen Namen als herausragender Charakterdarsteller. 1956 gründete
er zusammen mit anderen die "English Stage Company"
am Londoner "Royal Court Theatre", wo er im gleichen Jahr in
"Cards of Identity", einer Satire von Nigel Dennis, sowie in
"The Crucible" von Arthur Miller glänzte. 1963 wurde
er Mitglied der "Royal Shakespeare Company" (RSC),
brillierte als "Gloucester" in Shakespaeres "The Wars of the Roses"
sowie als "Aegeon" in dessen "The Comedy of Errors"
(Komödie der Irrungen). Bei der RSC beeindruckte er auch in
Stücken wie Edward Albee's Dreiakter "A Delicate Balance"
(Empfindliches Gleichgewicht) oder George Bernard Shaw's Komödie
"Too True To Be Good" (Zu wahr um schön zu sein).
Neben seiner umfangreichen Arbeit für das Theater übernahm John Welsh
seit Anfang der 50er Jahre zahllose Aufgaben bei Film und Fernsehen.
Neben seiner Rolle des James Forsyte sah man ihn im Fernsehen
beispielsweise als Sir Pitt Crawley in den TV-Serien "Vanity
Fair" (1967) oder als Butler Merriman in "The Duchess of Duke
Street" (1976). Seine bedeutendsten Leinwandauftritte hatte er
als Lord Bethane dem Thriller "The Thirty-Nine Steps" (1978,
Die 39 Stufen) nach dem Roman von John Buchan; das Buch war bereits 1935 von
Alfred Hitchcock verfilmt worden.
Weitere
Filme1) mit John Welsh
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| Eric Porter
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spielte dessen Sohn Soames Forsyte.
Geboren am 8. April 1928 in London,
gestorben am 15. Mai 1995 in London an den Folgen seines
Krebsleidens.
Der Theatermann Eric Porter gehörte lange zur "Royal Shakespeare Company",
hatte sich einen Namen als brillanter Tragöde auf der Bühne gemacht,
so vor allem als "Macbeth" und "König Lear".
Bereits mit 17 Jahren hatte er nach dem Studium am "Wimbledon Technical College"
am "Arts Theatre" in Cambridge sein Bühnendebüt gegeben,
wurde dann für zwei Jahre zur Royal Air Force eingezogen und konnte
erst anschließend seine Theaterkarriere fortsetzen. Neben seinen
herausragenden Shakespeare-Interpretationen glänzte er auch in
Stücken von Ibsen, so gewann er 1959 für seine Darstellung in "Romersholm"
den Preis des "London Evening Standard".
Erst spät kam Porter zum Film, 1964 sah man ihn erstmals in Anthony Manns
Historienspektakel "The Fall of the Roman
Empire" (Der Untergang des römischen Reiches) als Julianus neben
Sophia Loren und Stephen Boyd auf der Leinwand; weltberühmt wurde er dann durch seine
beeindruckende Darstellung des Soames Forsyte in der "Forsyte
Saga", in späteren Jahren trat er weiter erfolgreich in
verschiedenen Fernsehproduktionen auf: So beispielsweise 1977 als
betrogener Ehemann Karenin
in der mehrteiligen Tolstoi-Verfilmung "Anna Karenina", 1985 als
finsterer Hehler Fagin in dem
Mehrteiler "Oliver Twist" oder 1988 als rätselhafter
Professor Moriarty in
den Sherlock Holmes-Geschichten (The Secret of Sherlock Holmes) mit Jeremy Brett
in der Titelrolle.
Weitere Filme1) mit Eric Porter
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| Nyree Dawn Porter |
spielte die Irene und unglückliche Ehefrau von
Soames.
Geboren am 22. Januar 1937 als Ngaire Dawn Porter und Tochter eines
Metzgers im neuseeländischen Napier,
gestorben am 10. April 2001 in London im Alter von 61 Jahren an
Leukämie.
Die Schauspielerin, welche in den späten 50er Jahren ihre Heimat
Neuseeland verlassen hatte, obwohl sie dort bereits ein Theaterstar
war, wurde mit der Rolle der Irene in "Die Forsyte Saga" nun
auch in Europa berühmt. Sie erhielt anschließend viele interessante
Angebote, spielte in den 70er Jahren in Kinofilmen wie "Jane Eyre" (1970)
oder TV-Reihen wie der Agentenserie "The Protectors" (1972)
mit Robert Vaughn in der Hauptrolle. In den 80er und
90er Jahren stand sie nur noch sporadisch vor der Kamera. Ihren
letzten Filmauftritt hatte sie 1998 als Margot Fonteyn in "Hilary and Jackie",
der tragischen Lebensgeschichte der international gefeierten Cellistin Jacqueline Du Pré
(1945 1987) und deren Schwester Hilary.
Die Schauspielerin Nyree Dawn Porter war zwei Mal
verheiratet, ihr erster Ehemann Byron O'Leary verstarb 1970 an den
Folgen eines übermäßigen Drogenkonsums. Ab 1972 lebte sie mit dem
Schauspieler Robin Halstead zusammen; aus der Verbindung, die 1987
geschieden wurde, stammt die 1975 geborene Tochter Talya.
Weitere
Filme1) mit Nyree Dawn Porter |
| Susan Hampshire |
spielte die Tochter Fleur aus Soames zweiter Ehe mit
der Französin Annette Lamotte.
Geboren am 12. Mai 1937 in London.
Susan Hampshire ist eine vielbeschäftigte Film- und
Fernsehschauspielerin; erste Popularität erlangte sie 1962 mit
der Hauptrolle der Katy Carr in der TV-Serie "Katy", einen
weiteren Erfolg brachten ihr die Rolle Lori MacGregor in dem
familienfreundlichen Kinofilm "The Three Lives of Thomasina"
(1964, Die drei Leben der Thomasina) sowie die Figur der Kathleen McSweeney
in dem Abenteuerstreifen "The Fighting Prince of Donegal"
(1966, Donegal, König der Rebellen). Als "Fleur Forsyte"
wurde sie ebenso geliebt wie als Sarah Churchill in dem
Mehrteiler "The First Churchills" (1969), 1974 spielte sie
eine weitere Hauptrolle in der 26teiligen Serie "The Pallisers". Bis heute steht sie für viele erfolgreiche
Filmproduktionen vor der Kamera, daneben engagiert sie sich für Legastheniker,
Menschen mit der Lese- und Schreibschwäche, von der sie selbst betroffen ist und
über die sie auch in in ihren Memoiren "Susan's Story"
erzählt; 1995 wurde sie für ihr Engagement ausgezeichnet und mit dem "Order of the British Empire" geehrt.
Susan Hampshire war von 1967 bis 1974 in erster Ehe mit dem
Regisseur und Drehbuchautor Pierre Granier-Deferre
verheiratet; aus der Verbindung stammt Sohn Christopher.
In zweiter Ehe heiratete sie 1981 den Broadway-Produzenten Eddie Kulukundis.
Weitere
Filme1) mit Susan Hampshire |
| Fay Compton |
spielte die Tante Ann Forsyte
Geboren am 18. September 1894 als Virginia Lilian Emmeline Mackenzie Compton
im Londoner Stadtteil West Kensington, gestorben am 12. Dezember 1978 in London.
Sie stammte aus einer Künstlerfamilie, ihre Eltern Edward Compton und Virginia Bateman
waren beide anerkannte Bühnendarsteller, auch ihr Großvater Henry Compton war im 19. Jahrhundert
als Darsteller berühmt gewesen. Ihre Bruder, Sir Compton MacKenzie
(1883 1972) war ein bekannter Schriftsteller, Schwester Viola Compton
(1886 1971) wurde ebenfalls Schauspielerin, Fay Comptons Sohn Anthony Pelissier
(1912 1988) machte sich einen Namen als Regisseur und Drehbuchautor.
Fay Compton begann ca. 1911 als Schauspielerin beim Theater und wurde
schon nach wenigen Jahren als Bühnenstar gefeiert. Sowohl in klassischen
als auch modernen Rollen begeisterte sie das Publikum jener Zeit; so
brillierte sie auch neben den gefeierten Hamlet-Interpreten John Barrymore
und John Gielgud.
Erste Leinwanderfahrungen sammelte sie ab 1914 beim Stummfilm und
avancierte dann in den 20er Jahren auch dort zum Star. Mit Beginn der
Tonfilmära trat sie nur noch sporadisch vor die Kamera, widmete sich
überwiegend ihrer Arbeit am Theater; die Rolle der "Ann Forsyte"
war eine ihrer letzten prägnanten Filmauftritte.
Siehe auch die Kurzbiografie bei www.cyranos.ch
Weitere
Filme1) mit Fay Compton |
| John Bennett |
spielte den Architekten Phillip Bosinney.
Geboren am 8. Mai 1928 in in Beckenham ( Kent),
gestorben am 11. April 2005 in London.
Bennett war ausgebildeter Schauspieler und gab sein Theater-Debüt im Jahre
1949.
1960 tauchte er erstmals in "The Challenge" (auch
"It takes a Thief") neben Jayne Mansfield im Film auf,
spielte im Laufe der Jahre in zahllosen Kino- und Fernsehproduktionen.
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