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Guy Mitchell wurde am 27. Februar 1927 als Albert Georg Cernik in
Detroit1)
im US-Bundesstaat Michigan1)
geboren, als er elf Jahre alt war, zog die Familie nach Los Angeles1).
Der Sohn jugoslawischer1)
Immigranten bewies schon als Kind sein Talent zum Singen
und Schauspielern, nach dem Umzug erhielt von "Warner Brothers"1) einen Vertrag
als Kinderdarsteller, war zudem gelegentlich live
bei dem von Sam Warner1), Mitbegründer von "Warner Brothers",
ins Leben gerufenen, regionalen Radiosender "KFWB" zu hören.
Sein Start ins Showbusiness blieb jedoch eher erfolglos, die Familie zog
erneut um und ließ sich in San Francisco1)
nieder. Nach seiner Schulausbildung arbeitete er zunächst bei einem Sattler
sowie später auf einer Ranch, besserte sich sein Einkommen als Sänger
unter anderem in der Band des Country-Musikers1)
Dude Martin (1915 1991) auf → Wikipedia (englisch). Nach dem zweijährigen Militärdienst bei der "U.S. Navy"1) trat er ab 1946 als Sänger in der Big Band1) von Carmen Cavallaro1) (1913 1989) auf und nahm 1947 bei "Decca Records"1) mit der Formation auch seine erste Platte noch unter seinem bürgerlichen Namen auf. Im selben Jahr verließ er die Band und ging nach New York City1). Dort spielte er bei dem kleinen Label "King Records"1) unter dem Pseudonym "Al Grant" weitere Platten ein, Als er 1950 an dem berühmten, von Arthur Godfrey1) moderierten Nachwuchswettbewerb "Arthur Godfrey Talent Show" teilnahm, ging er als Sieger vom Platz. Wenig später brachte Orchesterchef und Produzent Mitch Miller1) (1913 2010) den jungen Mann zu "Columbia Records"1) (CBS) und verpasste ihm den Künstlernamen "Guy Mitchell" angeblich mit der Begründung "My name is Mitchell and you seem a nice guy, so we'll call you Guy Mitchell"; viele seiner späteren Platten wurden von Millers Orchester begleitet. Die ersten Plattenveröffentlichungen blieben jedoch zunächst hinter den Erwartungen zurück bzw. waren wenig erfolgreich, doch mit der sechsten Single "My Heart Cries For You", die Miller und Mitchell gemeinsam produzierten und die auf der im 18. Jahrhundert komponierten französischen Melodie "Chanson de Marie Antoinette" basierte, konnte Guy Mitchell einen Millionen-Seller landen und erreichte Platz 2 in den "Billboard Hot 100"1). Bis Ende 1960 gelangen ihm knapp dreißig Hitparaden-Erfolge in den USA und rund fünfzehn in Großbritannien. Zu seinen größten und berühmtesten Hits zählte 1956 der US-Spitzenreiter "Singing The Blues" (→ Wikipedia (englisch)), den er mit Ray Conniff aufnahm und der sich 10 Wochen lang in den Charts hielt. 1959 folgte mit "Heartaches By The Number"1) sein letzter Nr. 1-Hit, ein Song, der Peter Alexander (1926 2011) unter dem Titel "Ich zähle täglich meine Sorgen" ebenfalls große Erfolge bescherte. Dazwischen lagen so beliebte Titel wie "My Truly, Truly Fair" (1951; → Wikipedia (englisch)), "Pittsburgh Pennsylvania" (1952; → Wikipedia (englisch)), "She Wears Red Feathers" (1953; → Wikipedia (englisch)), "Look At That Girl" (1953; → Wikipedia (englisch)) oder "Rock-a-Billy" (1957; → Wikipedia (englisch)), die zwar keine Spitzenplätze erreichten, dennoch millionenfach verkauft wurden. Im Duett mit Rosemary Clooney1) (1928 2002), Mindy Carson (1927 2025; → Wikipedia (englisch)) und Leinwandliebling Doris Day (1922 2019) war Mitchell ebenfalls zu hören. Zu den "Highlights" seiner Karriere zählte 1954 der Auftritt bei der "Royal Variety Performance"1) im "London Palladium"1), wo er vor Königin Elizabeth II,1) und deren Gemahl Prinz Philip1) singen durfte. Wikipedia notiert: "Obwohl Mitchell durchaus ein typischer Vertreter des "weißen Unterhaltungs-Mainstreams" der 1950er Jahre war, zeichneten sich zahlreiche seiner Songs doch durch einen rockigen, flotten Rhythmus aus (etwa bei "Rock-a-Billy") oder swingten regelrecht (wie beispielsweise, ganz unvermutet angesichts des Titels, in "Singing the Blues"). 1952 und 1956 tourte er auch durch England, wo er mindestens so populär war wie in den Vereinigten Staaten, und kehrte dorthin auch ein Jahrzehnt später und erneut ab den 1970ern mehrmals zurück." Im Fernsehen hatte der Künstler 1957/58 mit der "Guy Mitchell Show" seine eigene Sendung und 1961 trat er in der Western-Serie "Whispering Smith" neben Titelheld Audie Murphy1) mit der Rolle des Detectiv George Romack in Erscheinung → Wikipedia (englisch). Als Schauspieler zeigte er sich auf der Leinwand erstmals neben Rhonda Fleming1), Gene Barry1) und Agnes Moorehead1) in dem von Lewis R. Foster1) gedrehten Western-Musical "Those Redheads from Seattle" (1953; → Wikipedia (englisch)). Danach trat er unter anderem in der von George Marshall1) inszenierten Musical-Western-Komödie "Red Garters"1) (1954) an der Site von Rosemary Clooney1) als der sich auf einem Rachefeldzug befindende Reb Randall, Bruder des ermordeten Tunichtguts Robin Randall, auf oder mimte in dem Western "The Wild Westerners" (1962, "Das zerrissene Lasso"2); → Wikipedia (englisch)) mit James Philbrook1) als Marshal Jim McDowell, der eine Bande dingfest machen soll, den Deputy Johnny Silver → Filmografie bei der Internet Movie Database.
In den 1970er Jahren zog sich Guy Mitchell vermehrt von der Bühne zurück und lebte auf
seiner Ranch, erst in den 1980er Jahren trat er wieder auf, gab Konzerte
und blieb bis in die 1990er Jahre in TV-Produktionen und mit zahlreichen
Tourneen durch Europa und die USA aktiv. Neben Johnny Ray1) (1927 1990) dürfte
der Sänger die Inkarnation des Pop der 1950er Jahre gewesen sein. Insgesamt soll Guy Mitchell, der sich ab Mitte der 1960er ganz auf
"Country & Western"-Songs konzentrierte und dabei mit seiner 1967 veröffentlichten LP
"Traveling Shoes" noch einmal nennenswerte Verkaufszahlen erreichte, weltweit rund 40
Milionen Schallplatten abgesetzt haben. Zwischen 1952 und 1960 waren
seine Platten insgesamt 164 Wochen lang in den "Top Twenty" des
"New Musical Express"1) verzeichnet.3) |
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Siehe auch Wikipedia
(deutsch; mit Diskografie), Wikipedia (englisch; mit Diskografie) → Filmografie bei der Internet Movie Database Fotos bei Wikimedia Commons |
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Fremde Links: 1) Wikipedia, 2) fernsehserien.de Quelle: 3) Wikipedia (abgerufen 16.01.2012), 3) Nachruf in "The Independent" (1999) |
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