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| Heinz Hoppe erblickte am 26. Januar 1924 als zweites von sieben Kindern und Sohn eines Landwirts im heute nordrhein-westfälischen, damals zum "Landkreis Münster"1) gehörenden Saerbeck1) das Licht der Welt, wuchs in der Bauernschaft Middendorf auf. | ||
Während seiner erfolgreichen Karriere unternahm Heinz Hoppe zahlreiche Gastspielreisen, die ihn rund um den Globus wie in die USA, Spanien, Belgien und Frankreich führten. Er brillierte unter anderem an den "Städtischen Bühnen Frankfurt"1), an der "Bayerischen Staatsoper"1) in München, am "Teatro Nacional de São Carlos"1) in Lissabon1), an der "Pariser Oper"1), an der "Wiener Staatsoper"1) (16.11.1963: als Jeník/Hans in "Die verkaufte Braut"1) von Bedřich Smetana1) → wiener-staatsoper.at), an der "Königlichen Oper"1) in Kopenhagen1), am "Théâtre Royal de la Monnaie"1) in Brüssel1) oder am "Teatro Real"1) in Madrid1) ebenso wie an der New Yorker "Metropolitan Opera"1) und an der "Mailänder Scala"1). Hinzu kamen Auftritte beispielsweise bei den "Bregenzer Festspielen"1) (1963 als Leander in "Das brennende Haus"1)), beim "Edinburgh Festival"1) und beim "Glyndebourne Festival Opera"1) hier zur Spielzeit 1961 als spanischer Edelmann Belmonte in dem Mozart1)-Singspiel "Die Entführung aus dem Serail"1) Konzert-Aufführungen an den bedeutendsten europäischen Musikzentren. Sein Repertoire war breit gefächert, Hoppe brillierte vor allem mit den großen Mozart-Partien, beeindruckte aber auch in Opern moderner Komponisten, feierte zudem große Erfolge als Operetten-Tenor. ER interpretierte rund 45 große Opernpartien, darüber hinaus Lieder-Zyklen/Oratorien/Kantaten von Felix Mendelssohn-Bartholdy1), (u. a. "Die erste Walpurgisnacht"1)/das Lied "Auf Flügeln des Gesanges"1)), Franz Schubert1) (u. a. "Die schöne Müllerin"/"Deutsche Messe"1)) oder Robert Schumann1) (u. a. "Das Paradies und die Peri"1)). Auch mit den Tenor-Partien in "Messe in C-Dur"1) von Ludwig van Beethoven1) und "War Requiem"1) von Benjamin Britten1) beeindruckte er sowohl Kritiker als auch das Publikum. Über 200 Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen von Opern/Operetten-Einspielungen und ein sehr großes Repertoire an Einzelliedern, zu denen auch beliebte Volksweisen zählten, zeugen auf zahlreichen Tonträgern von Hoppes stimmlichen Flexibilität und Präzision. Aus der Vielzahl der Operetten-Einspielungen seien Werke von Franz Lehár1) genannt, so das Lied des jungen Dichters Goethe1) "O Mädchen, mein Mädchen, wie lieb ich dich!" aus "Friederike"1), die weltberühmte Arie des Prinzen Sou-Chong "Dein ist mein ganzen Herz"1) aus "Das Land des Lächelns"1), im Duett mit Anny Schlemm1) das Lied "Fern wie aus vergang’nen Tagen" aus "Wo die Lerche singt"1), das Lied des Niccolò Paganini1) "Gern hab’ ich die Frau’n geküst" aus "Paganini"1) oder die männliche Titelpartie in "Der Graf von Luxemburg"1). Als Sänger der "leichten Muse" interpretierte er weitere, etliche bekannte Lieder, die zu Evergreens wurden, beispielsweise das Liebeslied des geheimnisvollen Kunstreiters Fedja Palinski alias "Mister X" "Zwei Märchenaugen" aus "Die Zirkusprinzessin"1) von Emmerich Kálmán1), "Ich knüpfte manche zarten Bande" aus "Der Bettelstudent"1) von Carl Millöcker1), das Walzerlied des Achmed Bey "O Rose von Stambul" aus "Die Rose von Stambul"1) von Leo Fall1), "Schenkt man sich Rosen in Tirol" aus "Der Vogelhändler"1) von Carl Zeller1), "Glücklich ist, wer vergisst!"1) aus "Die Fledermaus"1) von Johann Strauss1) (unter anderem im Duett mit Ingeborg Hallstein1)), und, und, und Enorme Popularität erlangte der sympathische Tenor durch viele Rundfunkauftritte, auch das Fernsehen trug später zur Beliebtheit des Sängers bei. Man erlebte ihn unter anderem vor allem mit Operetten-Arien in populären Unterhaltungssendungen wie "Der goldene Schuss"1), "Zum Blauen Bock" oder in den Quiz-Formaten von Hans-Joachim Kulenkampff, in der von Peter Frankenfeld entwickelt und auch bis zu dessen Tod von diesem präsentierten Show "Musik ist Trumpf"1) sowie in der von Dieter Thomas Heck1) moderierten Sendung "Melodien für Millionen"1), wo er am 22. November 1986 in der "Freiheitshalle"1) in Hof1) mit dem von Franz Schubert1) vertonten "Heidenröslein"1) ("Sah ein Knab’ ein Röslein stehn") und am 9. Dezember 1990 in der "Stadthalle Cottbus"1) mit "Am Brunnen vor dem Tore"1) aus dem ebenfalls von Schubert geschaffenen Liederzyklus "Winterreise"1) auftrat. Nach Beendigung seines Engagements an der "Hamburgischen Staatsoper" im Jahre 1973 reduzierte der Künstler nach und nach seine Opern-Auftritte auf der Bühne, gab zahlreiche stattdessen Konzerte, beteiligte sich vermehrt an Radio- und Fernsehsendungen oder nahm Platten auf. Von 1976 bis 1989 war er Professor für Sologesang an der "Staatlichen Hochschule für Musik" in Heidelberg-Mannheim und Leiter der dortigen Opernschule (heute: "Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim"1)). Heinz Hoppe, der bereits 1962 in Anbetracht seiner künstlerischen Leistungen vom "Senat der Freien und Hansestadt Hamburg"1) im Alter von 38 Jahren zum "Hamburger Kammersänger"1) und damit zum damals jüngsten "Kammersänger" der Bundesrepublik Deutschland ernannt worden war, erlag am 7. April 1993 im Alter von 69 Jahren im "Universitätsklinikum"1) in Mannheim1) den Folgen einer Operation (laut einiger Presseberichte an einer Blutvergiftung). Die letzte Ruhe fand der gefeierte Tenor laut Wikipedia auf dem Hamburger "Friedhof Ohlsdorf"1) im anonymen Urnenhain (bei Kapelle 2, Planquadrat W 19). Die Seite knerger.de wiederum weist als Grabstelle den Friedhof in Altlußheim1) aus → Foto bei knerger.de. In erster Ehe mit der Pianistin Carla Hoppe-Linzen verheiratet, gab er 1974 der Journalistin Claudia Brauckmann das Ja-Wort, mit der er in der Gemeinde Altlußheim am Rhein1) nahe der Stadt Speyer1) lebte; neben seiner Witwe hinterließ er die gemeinsame Tochter Xenia Katinka (* 1975). Aus der ersten Verbindung gingen drei Kinder hervor, ein Foto aus den 1960er Jahren zeigt ihn gemeinsam mit diesen in Hamburg. Von Joachim Puttkammer1) erschien im Oktober 2008 die Biografie mit dem Titel "Ach ich hab' in meinem Herzen: Der Tenor Heinz Hoppe Stimme für Millionen". Bereits 1972 veröffentlichte Carla Hoppe-Linzen das Buch "Willst Du Dein Herz mir schenken Mein Leben mit Heinz Hoppe". |
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Siehe auch Wikipedia Filmografie bei der Internet Movie Database |
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