|
||
Doch vor allem durch seine lockere Berichterstattung in dem "Bericht aus Bonn", mit der der scharfzüngige Polit-Kritiker in genau 1.000 Folgen über den Sender ging, ist er dem Fernsehzuschauer in nachhaltiger Erinnerung geblieben, seine kompetenten, manchmal treffend-ironischen Kommentare machten ihn zu einem der beliebtesten Fernsehjournalisten. Als Studioleiter und Chefkorrespondent begleitete er das politische Tagesgeschehen und brachte es in allgemein verständlicher Form an den Mann bzw. die Frau; letztmalig moderierte er die Sendung am am 7. Juni 1985, gab die Sendung dann an seinen Nachfolger Ernst Dieter Lueg2) ab. Unvergessen sind bis heute Nowottnys kurze, knappen Worte zum Ende der Sendung "Bericht aus Bonn am nächsten Freitag. Auf Wiedersehen. Das Wetter". Seit seiner Pensionierung am 30. Juni 1995 bzw. Übergabe des WDR-Chefpostens an Fritz Pleitgen1) übernimmt Friedrich Nowottny, dem unter anderem 1985 für seine Leistungen das "Große Bundesverdienstkreuz" verliehen wurde, immer wieder verschiedenste Aufgaben für das Fernsehen. So erlebte man ihn beispielsweise bei der Bundestagswahl 2002 als Kommentator bei RTL-Aktuell, und auch in diversen Talk-Shows ist er immer wieder ein gefragter Diskussionspartner, dessen profunde, politischen Kenntnisse eine Bereicherung für jede Gesprächsrunde sind. Er ist als Berater in Medienfragen tätig, meldet sich in Radio- und Zeitungskolumnen zu Wort, hält außerdem Vorträge zu den Themen Kommunikation und Analysen zur politisch-ökonomischen Situation in Deutschland. Zu den von Nowottny veröffentlichen Büchern zählen unter anderem "Information und Verantwortung. Gespräche, Reden, Schriften 1985 bis 1995" sowie "Der Allgemeinheit verpflichtet" mit seinen Reden vor dem Rundfunkrat des WDR. Neben dem "Großen Bundesverdienstkreuz" erhielt Friedrich Nowottny auch den "Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen", 1973 sowie 1982 eine "Goldene Kamera" und 1976 einen "Goldenen Bambi". Am 20. Oktober 2006 konnte der ehemalige WDR-Intendant bei der Galaveranstaltung anlässlich der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises im Kölner Coloneum den "Ehrenpreis der Stifter" für sein Lebenswerk entgegennehmen. Kein geringerer als der damalige Bundespräsident Horst Köhler überreichte die Auszeichnung und sagte in seiner Laudatio unter anderem: "Als Sie mit dem "Bericht aus Bonn" auf Sendung gingen, da war die Fernsehwelt in Deutschland noch schwarz-weiß beziehungsweise, was Politisches anging , gelegentlich ziemlich grau in grau. Bei Ihnen dagegen wurde man den Eindruck nicht los, man hätte schon Farbfernsehen." → Auswahl der Auszeichnungen bei Wikipedia. Anlässlich des 80. Geburtstages des Vollblutjournalisten am 16. Mai 2009 zeichnete Autor Mathias Haentjes mit "Happy Birthday Mr. Bonn" für das WDR Fernsehen ein umfassendes Portrait des Ausnahmejournalisten und ehemaligen Intendanten. Friedrich Nowottny ist immer noch "Mister Bonn". Kaum zu glauben, dass er am 16. Mai 2009 achtzig Jahre alt wird. Denn seinen jugendlichen Charme hat er sich erhalten. Nowottny kommentiert auch heute mit Geist, Witz und einem wohldosierten Quentchen Sarkasmus. Wenn es in diesen Wochen um den Rückblick auf 60 Jahre Grundgesetz geht, wenn Reminiszenzen an die Bonner Republik gefragt sind, wenn die Geschichte des "Bundesdorfes" wieder auflebt, kann und will man nicht auf ihn verzichten: Friedrich Nowottny, den langjährigen Leiter des ARD-Studios Bonn und klugen, witzigen und intensiven Begleiter der Bonner Politik. Zudem ist gerade jetzt, in Zeiten der Krise, ist sein Sachverstand als Politik- und Wirtschaftsjournalist besonders gefragt. Der Terminkalender ist nach wie vor voll: Vorträge, Diskussionsveranstaltungen, Fernsehauftritte und Zeitungsartikel. Seine "journalistische Ich-AG" , wie er sich selbst bezeichnet, hat Hochkonjunktur. Anlässlich des runden Geburtstages widmet das WDR Fernsehen der "Ära Nowottny" diesen Film. (Quelle: www.presseportal.de) WDR-Intendantin Monika Piel würdigte Nowottnys Verdienste, fast vierzehn Jahre nach seiner Intendantenzeit sei er noch immer ein hervorragender Botschafter für den WDR, den er selbst so lange mit gestaltet habe. "Als Journalist haben Sie die Berichterstattung über die Bonner Republik entscheidend geprägt. Ihre kritische Haltung, Ihr berühmt-berüchtigtes Nachhaken und Ihr unabhängiger Geist haben journalistische Maßstäbe gesetzt, denen wir im WDR uns auch heute noch verpflichtet fühlen." (Quelle: www.wdr.de) Der zweifache Vater Friedrich Nowottny lebt mit seiner Ehefrau Gisela in Swisttal-Buschhoven bei Bonn. |
||
| Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP | ||
| Siehe auch Wikipedia, www.wdr.de, www.whoswho.de | ||
|
|
|
Um zur Seite der legendären TV-Stars zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |