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Der Schauspieler, der bereits 1964 mit dem Nachwuchspreis des Landes NRW ausgezeichnet worden war, wurde Anfang der 1970er Jahre durch seine Rolle des Bruno Semmeling in Dieter Wedels Mehrteiler "Einmal im Leben Geschichte eines Eigenheims"1) (1972) über Nacht auch einem breiten Publikum bekannt. Ganz Deutschland fieberte damals mit, als Familienvater Bruno Semmeling und sein "Trudchen" alias Antje Hagen den Traum vom Eigenheim verwirklichten. Als deutsche "Durchschnittsfamilie" wurden die "Semmelings" damals zum Kult, vier Jahre später sah man Bruno und Trude in der Fortsetzung "Alle Jahre wieder: Die Familie Semmeling"2): Nach Jahren hatte es die durch den Hausbau arg gebeutelte Familie Semmeling geschafft, in den Winterurlaub zu fahren und wie sollte es anders sein dieser Urlaub hatte weniger mit Entspannung als mit einer Reihe von Ärgernissen zu tun. Auch für Wedels neuerliche, hochkarätig besetzte Produktion "Die Affäre Semmeling"2) (2002) stand Fritz Lichtenhahn zusammen mit seiner Filmehefrau Antje Hagen wieder vor der Kamera gemeinsam mit Mario Adolf, Heiner Lauterbach, Heinz Hoenig, Robert Atzorn, Stefan Kurt und Heike Makatsch. Einmal mehr war die brave Familie Semmeling durch eine Erbschaft und den Forderungen des Finanzamtes den Tücken des Lebens ausgeliefert diesmal gebeutelt von Bürokratie und Politik. Nach seinem ersten großen Publikumserfolg als "Bruno Semmeling" folgten auf dem Bildschirm immer wieder sporadische Auftritte in so beliebten Krimi-Reihen wie beispielsweise "Tatort", "Die Männer vom K3", "SOKO 5113" oder "Polizeiruf 110", aber auch Rollen in zahlreichen weiteren erfolgreichen und anspruchsvollen Fernsehproduktionen. Man sah Lichtenhahn beispielsweise 1980 in Rainer Horbelts Droste-Hülshoff-Adaption "Die Judenbuche", in Konrad Sabrautzkys Komödie "Unternehmen Arche Noah", nach dem Drehbuch von Elke Heidenreich, war er 1983 der Vater Schlegel sowie 1987 der Lippenholtz in Tom Toelles "Der Schrei der Eule", einem Krimi nach dem Roman von Patricia Highsmith. In den 1990ern stand er unter anderem als Paul Hinrich für Iris Gusners Romanze "Sommerliebe"3) (1993) vor der Kamera, mimte in Dieter Wedels Mehrteiler "Der Schattenmann"2) (1996) einen raffinierten Schweizer Bankier oder war in Hartmut Griesmayrs "Mord auf dem Konto" (1996) wieder als Bankangestellter zu sehen. Die Fernsehzuschauer konnten sich 2004 auf Lichtenhahns Auftritt in "Polizeiruf 110 Vater unser"3) freuen, wo er die Rolle des Rentners Joseph Waller spielte. Danach übernahm er eine kleine Rolle in der ZDF-Komödie "Treuepunkte"3) (2008), die Thomas Nennstiel nach dem Bestseller von Susanne Fröhlich mit Christine Neubauer in der Hauptrolle inszeniert hatte. |
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Neben seiner umfangreichen Tätigkeit für das Theater und Fernsehen zeigte sich Lichtenhahn auch immer wieder mal mit profilierten Nebenrollen in großen Kinoproduktionen. So agierte er beispielsweise 1977 in Aleksandar Petrovics Heinrich-Böll-Verfilmung "Gruppenbild mit Dame"3) als Dr. Scholsdorff neben Romy Schneider auf der Leinwand, war 1980 der Onkel Bertrand in Margarethe von Trottas "Deutschland bleiche Mutter"1) oder 1992 der Dr. Schmidt in Gerhard Polts Komödie "Herr Ober!"3); im gleichen Jahr sah man ihn in Helmut Dietls Satire "Schtonk!"1). Zu Lichtenhahns letzten Kinoauftritten zählt 2000 seine Rolle in Markus Imbodens "Komiker"1) sowie 2003 Margarethe von Trottas "Rosenstraße"1), wo er als Vater von Fabian Fischer alias Martin Feifel in Erscheinung trat. Fritz Lichtenhahn, der noch im Herbst 2000 von der Graubündner Regierung für seine Leistungen ausgezeichnet wurde, hat sich auch als Sprecher in zahlreichen Hörspielen einen Namen gemacht; er hält darüber hinaus Lesungen und Rezitationsabende ab. Der populäre Charakterschauspieler lebt mit seiner Frau Margrid wechselweise in Hamburg und Arosa. Er ist Mitglied der Hamburger "Freien Akademie der Künste". |
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| Link: 1) Beschreibung innerhalb dieser HP, 2) Wikipedia, 3) prisma.de | Stand: Februar 2012 | ||
| Siehe auch www.prisma-online.de,
Wikipedia,
www.deutsches-filmhaus.de Filmografie bei www.imdb.de |
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