Weitere Stationen seiner
Bühnenlaufbahn waren später dann unter anderem das Staatstheater in Braunschweig und Oldenburg,
das "Württembergische Staatstheater" in Stuttgart sowie die Berliner
"Schaubühne am Halleschen Ufer".
Gärtner gab außerdem Gastspiele am Hamburger "Ernst-Deutsch-Theater"
und "Thalia Theater" sowie an den 2Staatlichen Schauspielbühnen2 in Berlin, wo er
beispielsweise mit der Rolle des Stanley in Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht" am
"Schloßparktheater" brillierte.
Zum Film kam Claus Theo Gärtner Ende der 1960er Jahre, 1971 hatte er
auf der Leinwand seinen Durchbruch mit der Rolle des Fred in "Zoff"
und wurde für seine Leistung mit dem "Bundesfilmpreis" ausgezeichnet. Zwei
Jahre später gab ihm Wolfgang Petersen den Part des Prötzel in
dem Thriller "Einer von uns beiden"1), Rainer Erler
besetzte ihn 1977 in dem Science-Fiction-Streifen "Helden Operation Ganymed" und für Eberhard Fechners "Winterspelt 1944" (1979)
stand Gärtner ebenfalls vor der Kamera.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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Bereits ab Anfang der 1970er Jahren tauchte der Schauspieler
verschiedentlich im Fernsehen auf, war mit Auftritten in Krimi-Reihen wie
"Tatort", "Der Alte" oder "Sonderdezernat K1"
präsent und machte 1978 mit der Rolle des Sozialarbeiters Hanno in der
TV-Serie " Die Straße" auf sich aufmerksam. Doch erst
mit seiner Rolle des Privatdetektiv Josef Matula in der ZDF-Dauerserie
"Ein Fall für zwei"1) erlangte
Gärtner ab 1981 ungeahnte Popularität.
Zunächst mimte er diese Figur bis 1990 als Partner des Rechtsanwaltes Dr. Dieter Renz alias
Günter Strack, dann wurde "Dr. Renz"
durch "Dr. Franck" alias Rainer Hunold
abgelöst; die Rechtsanwälte wechselten, ab 1997 folgte Mathias Hermann
als "Dr. Johannes Voss" sowie seit 2000 Paul Frielinghaus als
"Dr. Markus Lessing", Claus Theo Gärtner jedoch blieb der Serie
bis heute treu. Mit inzwischen über 280 Folgen ist er inzwischen der dienstälteste Privatdetektiv
und ein Ende der spannenden Folgen mit dem charismatischen "Josef Matula", der
seine Fälle stets auf unkonventionelle Weise
löst, war erfreulicherweise bisher nicht in Sicht; übrigens
übernahm Claus Theo Gärtner ab 2000 für die Serie auch erstmals selbst
Regie.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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Im September 2006 feierte das ZDF mit der 90-minütigen Jubiläumsfolge
"Blutige Liebesgrüße" das 25-jährige Bestehen dieses
Quotenrenners. In den Folgen von "Ein Fall für zwei", die
durchschnittlich von etwa sechs Millionen Zuschauern gesehen werden, spiegelt
sich durchaus auch der Zeitgeist dreier Jahrzehnte wider,
die Moden, die kamen und gingen, der technische Fortschritt,
der mit E-Mail und Handy Einzug hielt und heute nicht mehr wegzudenken ist,
aber auch das menschliche Miteinander, das sich verändert hat, kühler geworden ist.
Da erscheint dieser Josef Matula beinahe schon wie eine menschliche Konstante,
auf die sich der Zuschauer verlassen kann. Matula, das ist vielleicht auch ein moralischer Auftritt, wie ihn
einst Horst Tappert als Oberinspektor "Derrick" gepflegt hat.
Gärtner jedenfalls erhielt neben dem Titel eines Ehrenkommissars der
bayerischen Polizei 2001 den Hessischen Filmpreis 2004 und dieses Jahr
das Bundesverdienstkreuz am Bande.2)
Die Serie ist inzwischen in mehr als 40 Länder verkauft worden, ein
Ende schien nicht absehbar und Claus Theo Gärtner
hatte sich bisher kein Alterslimit gesetzt. "So lange die Einschaltquoten so hoch sind
und die Leute uns immer noch gerne sehen, mache ich das gerne
weiter." sagte Gärtner in einem Interview anlässlich des
25. Geburtstages von "Ein Fall für zwei". Gärtner selbst
beging am 19. April 2008 seinen 65. Geburtstag, in einem Gespräch mit
der F.A.Z bekräftigte er noch einmal, dass ein Rentner-Dasein für ihn
nicht in Frage komme. Inzwischen hat er seine Meinung wohl geändert,
jüngst ging durch die Presse, dass Gärtner die Serie nach
drei Jahrzehnten verlassen
will nach der 300. Folge, die die im August 2012 gedreht wird, soll dann endgültig Schluss sein.
Auch Paul Frielinghaus als Anwalt Dr. Markus Lessing will aus dem Dauerbrenner aussteigen → www.abendblatt.de
sowie www.spiegel.de
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Neben seiner intensiven Arbeit für die erfolgreiche Krimi-Serie fand Claus Theo Gärtner
nur selten Zeit für andere Aufgaben: 1985 beispielsweise agierte er in Frank Guthkes
Krimi "Grand mit 3 Damen", zehn Jahre später sah man ihn mit der
Rolle des Michael Schänker in Andreas Eichers "Auf dünnem Eis" auf
dem Bildschirm und für Bernd Schneiders Thriller "Mühle Dame Mord"
mimte er 2001 seine Paraderolle einen Detektiv. Danach sah
man ihn an der Seite von Christiane Hörbiger und Götz George in
der Krimi-Komödie "Blatt
und Blüte Die Erbschaft"3) (2004) als
zwielichtigen Hehler Charly.
In einer ganz anderen, wenn auch kleinen Rolle erlebte man den
beliebten Schauspieler am 20.10.2009 in dem halbdokumentarischen
Portrait "Der
Mann aus der Pfalz"1), mit dem Regisseur
Thomas Schadt anlässlich der Jubiläen zum Mauerfall
wichtige Jahre aus dem Leben des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl nachgezeichnete.
Neben einem glänzenden Thomas Thieme1) als
älterem Helmut Kohl verlieh Gärtner in dem hochkarätig besetzten
ZDF-Film dem gereiften Politiker Heiner Geißler1) authentische Züge.
Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem
Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt.
© Edmond Frederik
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Der populäre Schauspieler Claus Theo Gärtner, der unter anderem von dem
damaligen bayerischen Innenminister Dr. Günther Beckstein zum "Ehrenkommissar"
ernannt wurde, war in zweiter Ehe verheiratet und lebte mit seiner Familie im
Taunus; anlässlich seines 60. Geburtstages ging 2003 durch die Presse, seine
Frau Brigitte habe sich von ihm getrennt; 2005 erfolgte dann die Scheidung.
Am 20.September 2008 gab Gärtner im Trauzimmer des Museums Lindengut im schweizerischen Winterthur
seiner langjährigen Lebensgefährtin, der gut 35 Jahre jüngeren Schweizer Regisseurin Sarah Würgler
nun auch offiziell das Ja-Wort. Nach der Hochzeit entschwand das
frisch getraute Ehepaar in einem alten VW-Bus mit der Aufschrift
"Sarah & Claus".
Für sein soziales Engagement wurde der Schauspieler 2006 mit dem
"Bundesverdienstkreuz am Bande" ausgezeichnet. Gärtner setzt sich seit Jahren neben
seinem Beruf für behinderte Kinder und die Opferhilfe-Organisation
"Weißer Ring" ein. Die Förderung des künstlerischen Nachwuchses
liegt ihm ebenfalls am Herzen, er arbeitet an "Low-" oder
"No-Budget"-Produktionen von Filmstudenten mit, denen er auf diese Weise seine Erfahrungen in der
Medienbranche zur Verfügung stellen kann.
Zu den Hobbys des Schauspielers
zählen nach wie vor schnelle Autos, zeitweise war er Werkfahrer für Opel und nahm auch an einer Europameisterschaft
sowie am "Porsche Supercup" teil. Inzwischen hat er sich von schnellen
Autorennen verabschiedet, ist aber immer noch bei Oldtimer-Rallyes oder Veteranen-Rennen
anzutreffen.
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Link: 1) Wikipedia, 3) prisma-online.de
Quelle: 2) www.tagesspiegel.de vom 15.9.2006
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Stand: Dezember 2011
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Offizielle Website: www.claustheogaertner.de Siehe
auch Wikipedia,
www.deutsches-filmhaus.de
Filmografie bei www.imdb.de
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Claus Theo Gärtner mit der
Hauptrolle in "Einer flog über das Kuckucksnest"
Ernst-Deutsch-Theater, Hamburg 1979
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin
Virginia Shue (Hamburg)
zur Verfügung gestellt.
Das Copyright liegt bei Virginia Shue.
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