|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Doch mit einigen Kinoproduktionen hat der Schauspieler nachhaltig seine Erinnerung bewahrt, glänzend sein Part neben Doris Day in dem Psychothriller "Mitternachtsspitzen"2) (1960, Midnight Lace1)), ebenso wie die Verkörperung des Papstes Julius II. in Carol Reeds Historienspektakel "Michelangelo Inferno und Ekstase"1) (1965, The Agony and the Ecstasy) an der Seite von Charlton Heston als Michelangelo Buonarroti. Neben Rita Hayworth machte eine gute Figur in der Filmkomödie "Rendezvous in Madrid"1) (1962, The Happy Thieves), in Joseph L. Mankiewicz' preisgekröntem Monumentalfilm "Cleopatra"1) (1963) sah man ihn neben Elizabeth Taylor und Richard Burton mit dem Part des Julius Caesar. Als "Doctor Dolittle", der der 498 Tiersprachen beherrscht und nach einer Riesen-Meeresschnecke sucht, brillierte Harrison 1967 in dem gleichnamigen, von Richard Fleischer in Szene gesetzten farbenprächtigen Filmmusical1). Ebenfalls 1967 stand er zwischen Susan Hayward und Capucine in Mankiewiczs "Venedig sehen und erben" (The Honey Pot) für Regisseur Gianni di Venanzo vor der Kamera. Er verkörperte einen reichen Junggesellen, der in einem prunkvollen venezianischen Palazzo aus dem 17. Jahrhundert lebt, einen kultivierten Müßiggänger eine Paraderolle für Harrison. Geistreich, schlagfertig und witzig, scharfer Intellekt, vor allem aber ein unterschwelliger Humor sind die Charakteristika dieser Figur, die Harrison durch seine schauspielerische Leistung exzellent darstellte. Anfang der 70er Jahren zog sich Harrison krankheitsbedingt zeitweise von der Leinwand zurück, danach war er bis auf einige Ausnahmen wie dem Abenteuer "Ashanti"1) (1979) in eher zweitklassigen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen. Die letzten Filme drehte er fürs Fernsehen, darunter 1986 eine Version über die Zarentochter "Anastasia" (Anastasia: The Mystery of Anna). Bereits 1956 war die Bühnenpremiere von "My Fair Lady", der Musicalversion von Shaws "Pygmalion", gefeiert worden und Hauptdarsteller Rex Harrison seitdem mit der Figur des "Professor Higgins" identifiziert. Er spielte den Lehrmeister des guten Benehmens über 3.000 Mal, erst am Broadway, dann monatelang in London und erhielt schließlich für die Filmversion1) 1964 einen Oscar als "Bester Hauptdarsteller". Die aufwendige Verfilmung des Musicals war ein riesiger Erfolg, nicht zuletzt auch wegen Audrey Hepburn, die das Blumenmädchen Eliza Doolittle spielte. Als 73-Jähriger kehrte Harrison mit diesem Part nochmals auf die Bühne zurück. Harrison, wegen seiner zahllosen Amouren oft als "Sexy Rexy" apostrophiert und Lieblingsfigur für die Klatschkolumnisten, war fünf Mal verheiratet: von 1934 bis 1942 mit der Schauspielerin Majorie Noel Colette Thomas, von 1943 bis 1957 mit Lilli Palmer3) (1914 1986); aus dieser Ehe stammt der gemeinsame Sohn Carey Harrison, der 1944 geboren wurde. Ehefrau Nummer drei wurde 1957 bis zu deren Tod am 6. September 1959 Schauspielerkollegin Kay Kendall1), danach war von 1962 bis 1971 Schauspielerin Rachel Roberts1) (1927 1980) an seiner Seite. Wenig später ehelichte der Star Elizabeth Rees-Williams, die erste Frau des britischen Mimen Richard Harris, um sich nach vier Jahren wieder scheiden zu lassen. Bis zu seinem Tod war Harrison seit Mitte Dezember 1978 mit der Schriftstellerin Mercia Tinker verheiratet. Viel war die Rede von den stürmischen Ehen und für ein großes Publikum verkörperte er den gutaussehenden, weltmännischen, makellos gekleideten Gentleman mit diesem eigenwilligen, unverkennbaren, leicht hintergründigen Lächeln. Am 25. Juli 1989 wurde Harrison von der britischen Königin mit dem Ritterschlag geehrt und trug fortan den Titel "Sir" im Namen. Der Schauspieler, der den Typus des vollendeten britischen Gentleman, nonchalant, distinguiert, ein wenig schlaksig, aber stets vornehm verkörperte, erlag am 2. Juni 1990 kurz nach seinem 82. Geburtstag in New York seiner Krebserkrankung. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Link: 1) Wikipedia, 2) prisma-online.de, 3)
Kurzportrait innerhalb dieser HP Lizenz Foto Rex Harrison (Urheber Allan Warren): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de Siehe auch Wikipedia |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Um zur Seite der Leinwandstars zurückzukehren, bitte dieses Fenster
schließen. Home: www.steffi-line.de |