Ein Hauch von Nerz
Titel USA: That Touch of Mink
USA ,1962
Regie: Delbert Mann
Drehbuch: Stanley Shapiro, Nate Monaster 
Musik: George Duning
Kamera: Russell Metty
Darsteller:
Doris Day: Cathy Timberlake, Cary Grant: Philip Shayne,
Gig Young: Roger, Audrey Meadows: Connie Emerson,
Alan Hewitt: Dr. Gruber, John Astin: Everett Beasley,
Mickey Mantle: Mickey Mantle, Jack Livesey: Doctor Richardson,
und andere
(Die Links führen zu Wikipedia bzw. zum Kurportrait innerhalb dieser HP)
Kurzinhalt:
Cathy Timberlake (Doris Day) befindet sich gerade auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch, um ihrer Arbeitslosigkeit endlich ein Ende zu bereiten, als der Rolls-Royce des reichen und egozentrischen Geschäftsmannes Philip Shayne (Cary Grant) durch eine Pfütze fährt, sie mit Schmutzwasser bespritzt und ihren Mantel ruiniert. Sie geht in ein Automatenrestaurant, um sich bei ihrer Freundin und Wohnpartnerin Connie (Audrey Meadows), die dort arbeitet, zu beschweren. Der Rüpel, der einfach weiter fährt, ist ein wohlhabender, gutaussehender Junggeselle, der Cathy als Wiedergutmachung einen Job als Sekretärin anbietet. Sie akzeptiert den Vorschlag, ihn auf seiner nächsten Geschäftsreise zu begleiten… Doch die endet in einem Fiasko.
Kaum auf den Bermudas gelandet, wird Cathy von Wahnvorstellungen heimgesucht, dass jeder Hotelgast und jeder Einheimische sieht, dass sie und Philip Shayne nicht verheiratet sind. Vor soviel Aufregung bekommt Cathy im Gesicht einen Ausschlag. Der herbeigerufene Arzt (Jack Livesey) diagnostiziert den Ausschlag als etwas, das eigentlich nur Jungverheirateten widerfährt.
Am nächsten Tag fliegen sie wieder nach Hause, beide ziemlich betreten, was vor allem Roger (Gig Young), dem Finanzberater von Shayne, gefällt, der schon lange mit Philip in einer Hass-Liebe zusammenarbeitet und das reinste Nervenbündel ist. Doch Cathy kann an niemand anderen als Philip mehr denken, und fliegt kurzerhand zurück auf die Bermudas, von wo sie Philip anruft, damit er auch kommt, um es noch einmal zu versuchen.
Cathy ist so nervös, dass sie eine ganze Flasche Whisky trinkt, und, als Philip ankommt, stockbetrunken vom Balkon fällt. Auch diese Reise geht somit in die Hose. Roger geht ganz schadenfreudig wieder zu seinem Psychiater, Dr. Gruber (Alan Hewitt), erzählt ihm aber dummerweise die ganze Geschichte in der Ich-Form, aus der Sicht von Cathy. So denkt der Psychiater, Roger sei homosexuell.
Wieder Zuhause bei ihrer Freundin Connie, beschließt die, Cathy nach Hause nach Upper San Dusky zu ihrer Familie zu schicken, um sich zu entspannen. Doch Cathy weigert sich, und starrt tagelang trübsinnig vor sich hin. Da bekommt sie ein Job-Angebot in einer Bank, doch als sie erfährt, dass ihr Philip Shayne diese Arbeit besorgt hatte, richtet sie dort ein unglaubliches Chaos an und rennt weg.

Philip, der schon lange unbewusst in Cathy verliebt ist, schickt Roger zu ihr nach Hause. Roger wird zwar empfangen, aber von Conny und der Haushälterin, mit Besen, Vasen und einem Hund traktiert. Er versucht sein Glück ein zweites Mal und ist nach der Aufklärung wegen der Verwechslung mit Philip erfolgreich. Zusammen hecken sie einen Plan aus, wie sie Philip überlisten können.
Cathy geht mit Beasley (John Astin), einem abscheulichen Typ aus dem Arbeitsamt aus, der schon lange ein Auge auf sie geworfen hat, in der Hoffnung, Philip wird ihr nachfahren. Sie geht bei jeder Tankstelle auf die Toilette, nur um Zeit zu schinden. Währenddessen geht Roger zurück zu Philip, der gerade in der Sauna schmort, und erzählt ihm, wohin und mit wem Cathy ausgeht. Da rennt Philip, nur mit einem Handtuch bekleidet ins nächste Taxi und folgt ihr. Im Motel stört zuerst er, dann Roger versehentlich das falsche Pärchen, als er Cathy findet und nicht wieder hergibt…
Die Hochzeitsreise führt sie wieder einmal auf die Bermudas. Philip aber bekommt, nun verheiratet, vor Nervosität denselben Ausschlag, wie ihn Cathy auch unverheiratet hatte… Ein Jahr später gehen Cathy und Philip Shayne mit ihrem Baby und Roger spazieren, als Dr. Gruber nach einem langen Erholungsaufenthalt wieder auftaucht, und als er den Sekretär mit dem Baby sieht, verfällt er vor Schreck wieder seinen Wahnvorstellungen… 

Quelle: Wikipedia

Schließlich geht es nicht um das psychologisch differenzierte Porträt einer problematischen Beziehung, sondern allein um Cary Grant und Doris Day, die ihrer Rolle als Galionsfiguren der romantischen Komödie gerecht werden und elegant umeinander werben. Dass manche Gags nicht so recht zünden und die Inszenierung ziemlich steril ausgefallen ist, fällt zwar stellenweise unangenehm deutlich ins Auge, doch wenn man bereit ist, über die Schwächen des Films hinwegzusehen, kann man "Ein Hauch von Nerz" als angenehm altmodisches Filmvergnügen genießen.
Als der Film 1962 in die Kinos kam, neigte sich die große Zeit des klassischen Hollywoods bereits ihrem Ende zu. Die prunkvollen Genre-Spektakel, die die Studios im Laufe der 50er Jahre produziert hatten, wirkten immer mehr wie behäbige Dinosaurier, die nur darauf warteten, von jungen Filmemachern wie Sam Peckinpah und Arthur Penn in ihrer geistigen Trägheit entlarvt zu werden. Im Grunde gehörte "Ein Hauch von Nerz" auch zu jener Sorte von Filmen, die lediglich die Standards der guten alten Zeit recycelten. Doch zugleich markierte der Film eine Art Abschiedsvorstellung einer Ära, deren Naivität aus heutiger Sicht großen Charme hat.
 
Quelle: www.mynetcologne.de

Lexikon des internationalen Films:
Nach "Bettgeflüster" und "Ein Pyjama für zwei" die dritte Variation eines Erfolgsrezeptes mit Doris Day: ein heiter-komödiantisches, bei aller Koketterie stets sauberes Spiel mit der Frivolität. Seinen eigentlichen Witz bezieht der Film aus der ins Bizarre übersteigerten Nebenhandlung, die Liebesgeschichte bricht und aufs köstlichste karikiert. 

Siehe auch www.moviemaster.de, www.prisma.de, Wikipedia, Dirk Jasper FilmLexikon

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