"The Drifters" 1964; Promotion-Foto für die Single "Saturday Night At The Movies"; Urheber: "Atlantic Records"; Lizenz: gemeinfrei; Quelle: Wikimedia Commons von Magazin "Billboard"(S. 1, 12.12.1964) Die Gesangsgruppe "The Drifters" des "Rhythm & Blues"1) formierte sich 1953 in New York City1), Gründungsmitglieder waren der am 15. November 1932 in Durham1) (North Carolina1)) geborene Lead-Tenor Clyde McPhatter1), der seit 1950 bei der "Rhythm & Blues"-Vokalgruppe "Billy Ward & His Dominoes"1) auftrat, sowie, nach einer anfänglich verworfnen Besetzung, Bill Pinkney1) (Bassbariton/Tenor), Andrew "Bubba" Thrasher (1933 – 1978; 2. Tenor), dessen Bruder Gerhart "Gay" Thrasher (1928 – 1977; Bariton) und Willie Ferbie (Bass). McPhatter, der Sohn eines Geistlichen, sang schon mit 14 Jahren professionell in einer Gospel1)-Chor. Im Laufe des langen Bestehens der Original-Band werden rund 30 Mitglieder aufgelistet, Konstante in der Formation dürfte Johnny Moore1) (1934 – 1998) sein, der 1954 zu der Band stieß.
  
"The Drifters"/"The New Drifters" 1964; Promotion-Foto
für die Single "Saturday Night At The Movies"
→  Wikipedia (englisch)
Urheber: "Atlantic Records"1); Lizenz: gemeinfrei; weiteres siehe hier
Quelle: Wikimedia Commons von Magazin "Billboard"1) (S. 1, 12.12.1964)  
Foto v.l.n.r.: Eugene Pearson (Mitglied von 1962–1966),
Johnny Terry (Mitglied von 1963–1965;
 2005)
Charlie Thomas1) (1937–2023; Mitglied von 1958–1967/1988–2023)
Johnny Moore1) (1934–1998; Mitglied 1955–1978)
→ Mitgliedr-Liste bei Wikipedia (englisch)
Die Mehrzahl der Hits wurde neben Johnny Moore, der die Gruppe mehrmals verließ aber noch bis Ende der 1970er Jahre mit dabei war, von zwei weiteren Lead-Sängern interpretiert: Zwischen 1959 und 1960 von Ben E. King1)  sowie zwischen 1961 und 1963 von Rudy Lewis1) (1934 – 1964). Mit McPhatter erschien noch unter dem ursprünglichen Namen "Clyde McPhatter & The Drifters" nach einigen erfolglosen Plattenaufnahmen im September 1953 beim Label "Atlantic Records"1) der Titel "Money Honey"1), der sich zum Millionenseller entwickelte, für elf Wochen die "Rhythm & Blues"-Hitparade anführte und zu einem Standard in diesem Musikgenre wurde. Weitere Songs wie "Such A Night" – der 1960 von Elvis Presley1) gecovert wurde (→ Wikipedia (englisch)) –, "Honey Love" (→ Wikipedia (englisch)) oder auch der legendäre Bing Crosby-Titel "White Christmas"1) folgten 1954. Im selben Jahr wurde McPhatter zur Armee eingezogen, da er jedoch innerhalb der USA stationiert war, konnte er die Aufnahmearbeiten mit den "Drifters" fortsetzen. 1955 verließ er endgültig die Formation, um eine Solokarriere zu starten.
  
Der erste Titel, der dann mit Johnny Moore aufgenommen wurde, hieß "Ruby Baby" (→ Wikipedia (englisch)), wurde jedoch wie eine Reihe weiterer Songs kein großer Erfolg. Die "Drifters" fielen in die Bedeutungslosigkeit zurück und im Juni 1958 löste der Manager und einstige Jazz-Trompeter George Treadwell1), der seit Ende der 1950er Jahre zudem die Rechte an dem Namen "Drifters" besaß, die Gruppe auf. Er formierte eine neue Band, nannte diese "The New Drifters" und verpflichtete Ben E. King1) (1938 – 2015) als Lead-Sänger. "There Goes My Baby" (→ Wikipedia (englisch)) geriet dann Mitte 1959 zum Riesenhit, erreichte Platz 2 der US-amerikanischen Charts ("Billboard Hot 100"1)) und im September 1960 geriet "Save The Last Dance For Me"1) zum nächsten großen Spitzenreiter.
Ben E. King witterte seine Chance, eine Solokarriere zu starten und verließ im Mai 1960 vorerst (für rund zwei Jahrzehnte) die Gruppe. Er wurde durch Rudy Lewis1) (1936 – 1964) ersetzt und bis Mitte der 1960er Jahre blieben die "Drifters" mit Titeln wie "Sweets For My Sweet" (1961; → Wikipedia (englisch)), "Up On The Roof" (1962; → Wikipedia (englisch)), "On Broadway" (1963; → Wikipedia (englisch)) oder "Under The Boardwalk" (1964; → Wikipedia (englisch)) weiterhin äußerst erfolgreich. Als Lewis am 20. Mai 1964 in New York City1) in seinem Bett tot aufgefunden wurde – er starb vermutlich an einer Überdosis Drogen – kam Johnny Moore1) wieder zur Gruppe. Nach 1966 wurden die Band in den USA nicht mehr in den Hitlisten verzeichnet.
  
Anfang der 1970er Jahre begann für die Gruppe eine Renaissance in Großbritannien: Im April 1972 erreichte "At The Club/Saturday Night At The Movies" (→ Wikipedia (englisch)) Platz 3, vier Monate später "Come On Over To My Place" Platz 9; in beiden Fällen handelte es sich um wiederveröffentlichtes Material. In Folge verzeichneten die "Drifters" mit Titeln wie "Like Sister And Brother" (1973; → Wikipedia (englisch)), "Kissin' In The Back Row Of The Movies" (1974; → Wikipedia (englisch)), "Down On The Beach Tonight" (1974), "There Goes My First Love" (1975) oder "Can I Take You Home Little Girl" (1975) weitere Top-10-Erfolge in Großbritannien. Bis weit in die 1980er Jahre – inzwischen war auch Ben E. King1) seit 1981 wieder Mitglied der Gruppe – tourte die Band durch britische Clubs. Johnny Moore starb am 30. Dezember 1988 im Alter von 65 Jahren in London1). Im selben Jahr wurden die "Drifters" in die "Rock and Roll Hall of Fame"1) aufgenommen.
Das inzwischen schwer alkoholabhängige Gründungsmitglied der Band, Clyde McPhatter1), starb am 13. Juni 1972 mit nur 39 Jahren in Teaneck1) (New Jersey1)) an den Folgen eines Herzinfarktes. Bill Pinkney1), der mehr als 40 Jahre mit den "Drifters" sang, und das noch zuletzt lebende Mitglied der Original-Drifters war, die in den 1950er Jahren mit "Rhythm & Blues" Erfolge feierten und in den 1960er Jahren mit Soul-Music ihr Publikum begeisterten, starb am 4. Juli 2007 im Alter von 81 Jahren in Daytona Beach1) (Florida1)), wo er sich im Hotel "Daytona Beach Hilton" aufhielt, ebenfalls an den Folgen eines Herzinfarktes; die letzte Ruhe fand er auf dem "Saint Luke's AME Church Cemetery" in Sumter (Sumter County1), South Carolina1)) → findagrave.com.
 
Das Magazuin "Rolling Stone"1) listete die "Drifters" auf Rang 81 der "100 größten Musiker aller Zeiten"1).
→ siehe auch "Statistik und Ehrungen" bei Wikipedia
 
Webpräsenz (englischsprachig) der heutigen "Drifters": www.thedrifters.co.uk;
sowie die Website originaldrifters.com
Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie),
Wikipedia (englisch:mit Diskografie)
Fremde Links: 1) Wikipedia
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