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Tom Mix (Thomas Hezikiah Mix) wurde am
6. Januar 1880 in Mix Run (Pennsylvania) als Sohn eines
Holzfällers geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Als junger
Mann ging er zur Armee und nahm am Spanisch-Amerikanischen Krieg teil. Nach
seiner Entlassung und diversen Jobs wie Barmixer und Hilfssheriff tourte er
zwischen 1906 und 1909 als Cowboy in Wild-West-Shows durch Amerika. Dann wurde
er als Berater für
Western-Produktionen beim Film sowie als Stuntman von der "Selig Polyscope Company"
angeheuert, gab 1909 sein Stummfilmdebüt in dem Kurzfilm "Ranch Life in the Great Southwest",
wo er erstmals seine Talente als Cowboy auch auf der Leinwand unter Beweis stellen konnte. Bis 1917
folgten Auftritte in zahlreichen stummen Ein- und Zweiaktern, bei denen
Tom Mix teilweise auch Regie führte. Nach dem Wechsel zum Studio von
William Fox, wo er bis 1928 unter Vertrag stand und im Schnitt fünf
Filme pro Jahr drehte, entwickelte er sich rasch zu einem der populärsten amerikanischen
Western-Darsteller
Foto (Historische Beschreibung): Tom Mix, der König der Cowboys, der augenblicklich höchstbezahlte
Filmschauspieler der Welt, befindet sich zu Vergnügungszwecken in Berlin (April 1925).
Quelle: Deutsches
Bundesarchiv, Digitale
Bilddatenbank, Bild 102-00053;
Fotograf: Unbekannt / Datierung: April 1925 / Lizenz CC-BY-SA 3.0.
Genehmigung des Bundesarchivs zur Veröffentlichung innerhalb
dieser Webpräsenz wurde am 11.10.2010 erteilt.
Originalfoto und Beschreibung:
Deutsches Bundesarchiv Bild 102-00053 bzw. commons.wikimedia.org |
Seine Filme waren häufig der erfolgreiche Versuch einer
romantischen Beschreibung des Cowboy-Lebens in Verbindung mit moderner
Technik, Abenteuern in fremden Ländern, der Welt des Zirkus und der
Rodeo-Shows. Mit seinem Pferd "Tony the Wonderhorse" war der
"König der Cowboys" zeitweise der erfolgreichste,
populärste und glamouröseste Westernheld, wurde zum Vorbild aller
nachfolgenden Western-Ikonen, die auf der Leinwand Furore machten. Die Gagen,
die er während jener Jahre verdiente, waren enorm, erreichten zeitweise die
schwindelerregende Höhe von über 17.000 Dollar die Woche. Dies steigerte er
noch während seiner Filmkarriere, als er zwischen 1929 und 1931 beim "Sells-Floto"-Zirkus
seine Künste zeigte und dafür mit 20.000 Dollar pro Woche entlohnt wurde.
Das meiste Geld verlor Tom Mix jedoch dann nicht nur durch seinen luxuriösen
Lebenswandel sondern auch durch die schwere Wirtschaftskrise in den USA, die am 24. Oktober 1929 mit dem
"Schwarzen Donnerstag" begann und die 1930er Jahre dominierte.
In den Zeiten des Tonfilms wechselte Mix zu "Universal", konnte aber nicht mehr
an seine früheren Erfolge anknüpfen. Insgesamt soll er an mehr als
300 Filmproduktionen beteiligt gewesen sein, von denen jedoch nur 9 Tonfilme
waren. Mitte der 30er Jahre zog sich Tom Mix vom
Filmgeschäft zurück, kaufte den "Sam B. Dill"-Zirkus und tourte
zwischen 1936 und 1938 mit seinem eigenen Unternehmen durch die USA und
Europa.
Tom Mix, der im Film mit seinem Pferd verwachsen zu sein schien, starb im
wahren Leben keinen Heldentod sondern erlag am 12. November 1940 in Florence
(Arizona) im Alter von 59 Jahren den schweren Verletzungen nach einem
tragischen Autounfall.
Er war mehrfach verheiratet, seine erste, im Juli 1902 geschlossene kurze Ehe
mit Grace I. Allin wurde im darauffolgenden Jahr annulliert, der nachfolgenden
Verbindung mit Kitty Jewel Perinne, die er 1905 ehelichte, war ebenfalls keine
lange Dauer beschieden, 1906 erfolgte die Scheidung. Aus seiner 1907 geschlossenen Ehe
mit der Stummfilmdarstellerin Olive Stokes (1887 1972)
stammte die 1912 geborene Tochter Ruth (verstorben 1977), die später
ebenfalls zum Film ging; zehn Jahre später trennte sich das Paar offiziell. Eine weitere Tochter,
die 1922 geborene Thomasina, stammte aus
Tom Mix' nächsten Ehe mit der Schauspielerin Victoria Forde1) (1896 1964),
mit der er 1918 vor den Traualtar getreten war. 1930 zerbrach auch
diese Beziehung. Seine fünfte und letzte Ehefrau Mabel Hubbard Ward (Heirat 1932) war bis
zu seinem plötzlichen Tod an seiner Seite.
Noch Jahrzehnte nach seinem Tod lebte der legendäre Western-Held der
Stummfilm-Ära in Comic-Heften und Groschenromanen weiter, ebenso wie in dem
"Tom-Mix-Museum" in seinem Geburtsort Mix Run, ist bis heute Synonym
für vergangene Cowboy-Seligkeit.
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