Die Unbestechlichen
The Untouchables
Die 118-teilige US-amerikanische, vom Erfolgsproduzenten Quinn Martin (1922 – 1987) realisierte schwarz-weiße Krimiserie "The Untouchables" gehört zu den Quotenrennern des Genres. Ab Mitte Oktober 1959 flimmerte im Produktionsland die erste Folge über die Bildschirme, im Mai 1963 war dann trotz der enormen Zuschauerresonanz Schluss. Das ZDF zeigte ab Juli 1964 unter dem Titel "Die Unbestechlichen" zunächst 10 synchronisierte Folgen, erst ab Ende der 70er Jahre wurden in einigen Dritten Programmen unter dem Titel "Chicago 1930" neue Folgen ausgestrahlt. Im Laufe der Jahre konnten die deutschen Zuschauer hauptsächlich bei den Privatsendern Wiederholungen sowie die restlichen Episoden sehen.
Die Serie basierte auf Tatsachen bzw. den 1947 publizierten gleichnamigen Erinnerungen von Eliot Ness und Oscar Fraley, Schauplatz der spannenden Geschichten ist das Chicago der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, wo eine Gruppe von elf Prohibitionsagenten unter der Leitung von Eliot Ness1) den Alkoholhandel des Mafiabosses Al Capone1) bekämpfen sollten und als "The Untouchables" in die Kriminalgeschichte eingingen (siehe auch Wikipedia).
Gezeigt wird der Kampf des F.B.I-Agenten Eliot Ness, gespielt von Robert Stack, gegen das organisierte Verbrechen jener Jahre, Korruption, Alkoholschmuggel und Bandenkriege sind an der Tagesordnung. Die einzelnen Episoden basierten weitgehend auf wahren Begebenheiten und nahmen für sich in Anspruch, Historisches zu dokumentieren, gingen jedoch weit über die Aufzeichnungen von Eliot Ness hinaus. Unterstützt wird Ness von einem eingespielten Team, den gesetzestreuen Agenten Martin Flaherty (Jerry Paris; nur Staffel 1), William Youngfellow (Abel Fernandéz), Enrico Rossi (Nicholas Georgiade), Cam Allison (Anthony George; nur Staffel 1), Lee Hobson (Paul Picerni; ab Staffel 2) und Jack Rossman (Steve London). Im Visier der Fahnder steht der berühmt-berüchtigte Mafia-Pate Al Capone (Neville Brand) sowie dessen Nachfolger Frank Nitti1) (Bruce Gordon). Im Original hörte man zu Beginn stets die dramatische Stimme des berühmten amerikanischen Journalisten und Radiokommentators Walter Winchell (1897 – 1972), der die Zuschauer in die jeweilige Handlung einführte und den Gegenspieler der "Unbestechlichen" vorstellte. Viele Gaststars, die bereits berühmt waren oder es noch werden sollten, waren in der Serie mit von der Partie, beispielsweise Lee Marvin, Martin Balsam, Peter Falk, Telly Savalas, Charles Bronson, Robert Redford und Robert Duvall. Die Titelmusik stammte von Nelson Riddle1), dem bekannten Arrangeur und Orchesterleiter von u.a. Frank Sinatra.
In den eher beschaulichen Fernsehzeiten der 60er Jahre fiel die Serie mit für damalige Verhältnisse brutalen Szenen auf, war auch im Produktionsland nicht ganz unumstritten und wurde kontrovers diskutiert. Die zahllosen Schießereien und die vom Kugelhagel durchlöcherten Leichen waren wohl mit ein Grund, warum das ZDF in den 60er Jahren nur wenige Folgen auf den Bildschirm brachte und damit auch bei uns eine Diskussion über Gewalt im Fernsehen auslöste.
 
1987 kam von Regisseur Brian De Palma die Geschichte der "Unbestechlichen"1) auf die Kinoleinwand, Kevin Costner verkörperte Eliot Ness, der von dem Streifenpolizisten Jim Malone alias Sean Connery im Kampf gegen Al Capone (Robert De Niro) unterstützt wird. Sean Connery wurde für seine Rolle des Jim Malone, dem "Mentor" von Eliot Ness, mit dem Oscar für die "beste Nebenrolle" und einem "Golden Globe" ausgezeichnet.
1991 schlüpfte Robert Stack in dem TV-Film "Die Rückkehr der Unbestechlichen" (The Return of Eliot Ness) noch einmal in die Rolle des F.B.I-Agenten, 1992/93 gab es mit "The New Untouchables" eine Neuauflage der Originalserie, Tom Amandes war Eliot Ness, Al Capone wurde von William Forsythe verkörpert.

1) Der Link führt zu Wikipedia.

Siehe auch www.tv-nostalgie.de sowie www.tvder60er.de
Weitere Links bei www.wunschliste.de

Die "Unbestechlichen"
Robert Stack … spielte den F.B.I-Agenten Eliot Ness.
 
Geboren am 13. Januar 1919 als Robert Langford Modini Stack in Los Angeles (Kalifornien),
gestorben am 14. Mai 2003 in Beverly Hills (Kalifornien).

Robert Stack wurde nach der Scheidung seiner Eltern – der kleine Robert war erst ein Jahr alt – von seiner Mutter Elizabeth aufgezogen. Er verbrachte seine frühe Kindheit in Europa, erst mit sechs Jahren kam er nach Los Angeles zurück; drei Jahre später starb der Vater, ein wohlhabender Werbefachmann und Besitzer einer eigenen Firma. Nach dem College ließ sich der sportbegeisterte Stack – er war wie sein Bruder als junger Mann ein respektabler Polo-Spieler und konnte auch Erfolge im Tontaubenschießen vorweisen – an der Universität von Südkalifornien zum Schauspieler ausbilden und kam Ende der 1930er Jahre zum Film. Zunächst konnte sich der blendend aussehende Nachwuchsschauspieler als jugendlicher Liebhaber beweisen, spielte unter anderem in Henry Kosters musikalischen Komödie "First Love" (1939) sowie in Ernst Lubitschs Klassiker "To Be or Not to Be"1) (1942, Sein oder Nichtsein), wo er an der Seite von Carole Lombard als polnischer Fliegerleutnant Sobinski überzeugte. Kurz danach wurde Stacks Karriere durch den 2. Weltkrieg unterbrochen, eingesetzt bei der US Navy fungierte er unter anderem als Ausbilder von Bordschützen.
Erst 1948 sah man den attraktiven Schauspieler in Richard Thorpes musikalischer Teenager-Komödie "A Date with Judy" (Wirbel um Judy) wieder auf der Leinwand, er mimte einen College-Boy, in den sich Elizabeth Taylor und Jane Powell verlieben.
In den 1950er Jahren vollzog sich Stacks Wechsel hin zum mehr dramatischeren Rollentypus, seine eindrucksvollste Leistung, die mit einer Oscar-Nominierung gewürdigt wurde, brachte er wohl an der Seite von Rock Hudson und Lauren Bacall als texanischer, selbstzerstörerischer Ölbaron Kyle Hadley, der in Douglas Sirks Melodram "Written on the Wind"1) (1956, In den Wind geschrieben) an seiner Alkoholkrankheit zerbricht. Auch in dem von Douglas Sirk realisierten Fliegerdrama "The Tarnished Angels" (1958, Duell in den Wolken) zeigte Stack als Flieger-As Roger Shumann erneut neben Rock Hudson mit seinem ausdrucksstarken Spiel eine enorme darstellerische Kraft. Weitere Kinostreifen, in denen der Schauspieler auf der Leinwand Erfolge feierte, waren beispielsweise William A. Wellmans Katastrophenfilm "The High and the Mighty"1) (1954, Es wird immer wieder Tag), Jacques Tourneurs Western "Great Day in the Morning" (1956, Skrupellos) oder Jean Negulescos Drama "The Gift of Love" (1958, Geschenk der Liebe) als Partner von Lauren Bacall.
 
Doch so richtig populär wurde Robert Stack erst durch das Fernsehen bzw. der Figur des legendären F.B.I-Mannes Eliot Ness in der TV-Serie "The Untouchables". "Ich spiele ihn zurückgenommen wie einen normalen Menschen, der einen harten Job erledigt. Er lächelt nicht ständig oder befummelt Blondinen. Er ist nur ein Mann, der dem Tod ohne Heldenpose gegenübertritt", hat Stack über seine Rolle gesagt, und auch, dass er sie eigentlich nie besonders gemocht habe.
(Quelle: www.cinedrama.de)
 
Im Laufe der nächsten Jahrzehnte folgten unzählige Film- und Fernsehrollen, wobei Stack sich vornehmlich auf das Fernsehen konzentrierte. Zu seinen Arbeiten für das Kino zählen beispielsweise Steven Spielbergs Komödie "1941"1) (1979, 1941 – Wo bitte geht's nach Hollywood), die Persiflage "Airplane!"1) (1980, Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug) sowie der eher zu vernachlässigende Streifen "Caddyshack II"1) (1988). Im Fernsehen spielte er 1991 noch einmal seine Paraderolle des Eliot Ness in "Die Rückkehr der Unbestechlichen" (The Return of Eliot Ness), erwähnenswert ist auch die Figur des Milliardärs Roland Saunders in dem Quotenrenner "Falcon Crest", den er Ende der 80er Jahre mehrere Folgen lang spielte.
  
Noch wenige Monate vor seiner Krebsdiagnose im Herbst 2002 stand Robert Stack vor der Kamera, seine Auftritte ab den 90er Jahren waren jedoch nicht mehr ganz so regelmäßig gewesen. Neben seiner Arbeit als Schauspieler war er auch ein gefragter Synchronsprecher.
Als Robert Stack am 14. Mai 2003 im Alter von 84 Jahren an Herzversagen starb, hinterließ er seine Frau, die Schauspielerin Rosemarie Bow, sowie die gemeinsamen Kinder Charles und Elizabeth (geb. 1957). Das Paar war seit Januar 1956 miteinander verheiratet – eine ungewöhnlich glückliche und dauerhafte Beziehung für das an Skandale und Scheidungen gewöhnte Hollywood.
Auch wenn Robert Stack es trotz aller Erfolge nie in die erste Riege der Hollywoodstars schaffte, bleibt er doch mit vielen schönen Rollen in nachhaltiger Erinnerung. Der Regisseur Douglas Sirk hat einmal über ihn gesagt: "Soweit ich in Frage komme, ist Stack ja tatsächlich einer der größten Schauspieler gewesen, die Hollywood je gesehen hat und übersehen hat."
  
1) Der Link führt zu Wikipedia
 

Siehe auch Wikipedia sowie den Nachruf bei www.cinedrama.de

Weitere Filme1) mit Robert Stack

Jerry Paris … spielte in der 1. Staffel (1959/60; 16 Folgen) den Agenten Martin Flaherty.
 
Geboren am 25. Juli 1925 als William Gerald Grossman in San Francisco (Kalifornien),
gestorben am 31. März 1986 in Los Angeles (Kalifornien).
 
Jerry Paris hatte sich nach seinem Abschluss an der Universität von New York am berühmten "Actor's Studio" zum Schauspieler ausbilden lassen, musste dann jedoch zunächst während des 2. Weltkrieges Dienst bei der US Navy tun. Ende der 40er Jahre kam er zum Film und avancierte rasch zu einem vielbeschäftigten Darsteller, auch wenn ihm der Durchbruch zum Top-Star nicht gelang. Er machte sich jedoch mit prägnanten Nebenrollen zum verlässlichen Partner vieler berühmter Kollegen, spielte beispielsweise mit Marlon Brando in "The Wild One" (1953, Der Wilde) und mit Humphrey Bogart in "The Caine Mutiny" (1954, Die Caine war ihr Schicksal). Raoul Walsh besetzte ihn in dem Kriegsdrama "The Naked and the Dead" (1958, Die Nackten und die Toten), neben Tony Curtis sah man ihn in der Komödie "The Great Impostor" (1961, Ein Charmanter Hochstapler).
Doch vor allem das Fernsehen bot Jerry Paris ein breites Betätigungsfeld, seine Rolle in der TV-Serie "The Untouchables" ist nur eine von vielen Auftritten, mit denen der Schauspieler in nachhaltiger Erinnerung geblieben ist. Auch mit der Figur des Zahnarztes Jerry Helper in der beliebten "Dick Van Dyke Show" ist er vor allem in den USA populär geblieben.
Doch nicht nur als Darsteller machte sich Jerry Paris einen Namen, auch als Produzent, vor allem aber Regisseur zahlreicher Fernseh-Shows und TV-Serien war er überaus erfolgreich. Seit Mitte der 60er Jahre fand er hinter der Kamera seine Hauptaufgabe, realisierte auch Kinofilme wie "Viva Max!" (1969) oder die drei "Police Academy"-Streifen "Jetzt geht's erst richtig los" (1985), "…und keiner kann sie bremsen" (1986) und "Und jetzt geht's rund" (1987).

Jerry Paris starb mit nur 60 Jahren an den Folgen einer Gehirntumor-Operation. Er hinterließ drei Kinder aus seiner Ehe mit seiner 1980 verstorbenen Frau Ruth Benjamin, die er 1954 geheiratet hatte. Sein 1964 geborener Sohn Andrew Paris versuchte sich ebenfalls vor der Kamera, spielte zuletzt in den von seinem Vater realisierten "Police Academy"-Filmen. Tochter Julie Paris (geb. 1958) steht bis heute sporadisch vor der Kamera, Sohn Tony Paris (geb. 1956) ist unter anderem als Produzent tätig.
 
Siehe auch Wikipedia
  
Weitere Filme1) mit Jerry Paris
Abel Fernandéz … spielte 71 Folgen lang (1959 bis 1962) den Agenten William Youngfellow.
 
Geboren am 14. Juli 1930 in Los Angeles (Kalifornien).
 
Siehe auch Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme1) mit Abel Fernandéz
Nicholas Georgiade … spielte 84 Folgen lang (1959 bis 1962) den Agenten Enrico Rossi.
 
Geboren am 25. Mai 1933 in New York.
 
Siehe auch Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme1) mit Nicholas Georgiade
Anthony George … spielte in der 1. Staffel (1960, 12 Folgen) den Agenten Cam Allison.
 
Geboren am 29. Januar 1921 als Ottavio Gabriel George in Endicott (New York),
gestorben am 16. März 2005 in Newport Beach (Kalifornien).
 
Der Sohn italienischer Einwanderer träumte schon als kleiner Junge davon, Filmstar zu werden. Nach seinem Dienst während des 2. Weltkrieges ging er nach Hollywood, um seine Pläne Wirklichkeit werden zu lassen. Die Karriere von Anthony George begann mit kleinen Film- und Fernsehrollen in den 1950er Jahren, auf der Leinwand war er vorwiegend in Billig-Produktionen zu sehen. Meist waren es zwielichtige, undurchsichtige Typen oder Gangster jeglicher Couleur, die er als Tony George, Ott George oder auch im Abspann völlig ungenannt zu spielen hatte. Frustriert von der geringen Beachtung als Schauspieler soll Anthony George während einer dieser Produktionen einen Nervenzusammenbruch erlitten haben. Er entschied sich gegen das Kino und fand beim Fernsehen befriedigendere Aufgaben. Die Figur des Agenten Cam Allison in der TV-Serie "The Untouchables" brachte Anthony George nach diversen Auftritten in anderen Fernsehserien endlich die erhoffte Popularität, dennoch verließ er die Serie, um wenig später als Ermittler in der Krimireihe "Checkmate" (1960 – 1962) den Ermittler Don Corey zu mimen. Danach trat er noch bis Ende der 60er Jahre in verschiedenen anderen populären TV-Produktionen auf, stand in den 70er und 80er Jahren jedoch nur noch sporadisch vor der Kamera, danach zog er sich vom Filmgeschäft zurück.
  
Anthony George starb im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer Lungenerkrankung.
 
Siehe auch Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme1) mit Anthony George
Paul Picerni … spielte ab Staffel 2 (1960 bis 1963, 61 Folgen) den Agenten Lee Hobson.
 
Geboren am 1. Dezember 1922 in in New York City,
gestorben am 12. Januar 2011 in Palmdale (Kalifornien).
 
Bevor sich Paul Picerni ganz der Schauspielerei zuwandte, hatte der Sohn italienischer Einwanderer eigentlich Rechtsanwalt werden wollen. Da er jedoch in Schulaufführungen von seinen Lehrern und Mitschülern nur positive Kritiken erntete und als der "geborene Schauspieler" bezeichnet wurde, verwarf er seine ursprünglichen Berufspläne. Nach seinem Dienst bei der Air Force währende des 2. Weltkrieges ging er an die "Loyola University" von Los Angeles, belegte Theaterkurse, wirkte bei kleineren Produktionen mit und machte 1949 seinen Abschluss im Fach "Schauspiel".
Anschließend spielte er Theater, wurde bei einer dieser Aufführungen von einem Talentsucher der Film- und Fernsehgesellschaft "Warner Brothers" entdeckt und erhielt einen Vertrag. Zunächst waren es nur winzige Rollen, die Picerni in zahlreichen, meist B-Movies auszufüllen hatte, doch mit der Zeit wurden die Aufgaben größer. Popularität erlangte er dann im Fernsehen mit der Figur des Agenten Lee Hobson in der TV-Serie "The Untouchables", blieb auch nach dem Ende der Reihe gut im Geschäft. Während seiner langen Karriere spielte Paul Picerni vor allem in zahllosen Fernsehserien und stand bis vor wenigen Jahren noch regelmäßig vor der Kamera.
 
Seine Popularität setzte der Schauspieler stets für wohltätige Zwecke und entsprechende Organisationen ein, in Hollywood erwarb er sich damit den Titel "Benefit King". Seit August 1947 war Paul Picerni mit der früheren Balletttänzerin Marie Mason verheiratet, die ihm vier Söhne und vier Töchter schenkte; inzwischen war er mehrfacher Großvater. Das Paar lebte seit vielen Jahren auf seinem Anwesen in Tarzana (Kalifornien). 2007 veröffentlichte Paul Picerni seine Autobiografie "Steps to Stardom: My Story".
Der Schauspieler starb im Alter von 88 Jahren an Herzversagen.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme1) mit Paul Picerni
Steve London … spielte mit Unterbrechungen den Agenten Jack Rossman (58 Folgen; 1959 bis 1963).
 
Geboren am 8. Januar 1930 als Walter Gragg in St. Louis (Missouri).
 
Steve London ist durch seine Rolle in "The Untouchables" bekannt geworden. Einige Jahre nach dem Ende der Serie gab London die Schauspielerei auf, studierte Jura und ließ sich anschließend unter seinem richtigen Namen Walter Gragg als Rechtsanwalt nieder.
 
Weitere Filme1) mit Steve London
Die Gegenspieler:
Neville Brand … spielte den Mafia-Boss Al Capone.
 
Geboren am 13. August 1920 in Griswold (Iowa),
gestorben am 16. April 1992 in Sacramento (Kalifornien) an einem Lungenemphysem.
 
Neville Brand ging 1939 zur US Army und hatte vor, dort Karriere zu machen. Erste Erfahrungen vor der Kamera sammelte er in für die Armee produzierten Trainingsfilmen, was dazu führte, dass sich Brand nach dem Krieg für die Schauspielerei entschied. Er absolvierte eine entsprechende Ausbildung am "American Theater Wing" in New York, stand dann zunächst in verschiedenen Broadway-Produktionen auf der Bühne. Seine filmische Laufbahn begann Anfang der 1950er Jahre. Überwiegend wurde er mit Schurken- und Gangsterrollen besetzt und spielte diesen Typus des Bösewichts im Kino in zahlreichen Krimis und Western, aber auch in verschiedenen TV-Serien. Zu Brands bekanntesten Leinwandrollen zählt die Figur des amerikanischen Outlaws Butch Cassidy in dem Streifen "The Three Outlaws" (1956, Bankraub in Mexiko), den er auch noch einmal in "Badman's Country" (1958, Der Teufel holt sie alle) mimte. Den Mafia-Boss Al Capone gab er außer in der TV-Serie "The Untouchables" auch grandios in dem Kinostreifen "The George Raft Story" (1961, Der Tanzende Gangster), der Biografie des amerikanischen Filmschauspielers George Raft*) (1895 – 1980). 
Dass Neville Brand durchaus als Charakterdarsteller zu überzeugen wusste, bewies er beispielsweise als trunksüchtiger "Pap Finn" in Michael Curtiz' Mark Twain-Adaption "The Adventures of Huckleberry Finn" (1960, Abenteuer am Mississippi), in Erinnerung bleibt er auch als sympathischer Wachmann Bull Ransom in John Frankenheimers Biografie über den Gewaltverbrecher Robert Stroud "Birdman of Alcatraz" (1962, Der Gefangene von Alcatraz) mit Burt Lancaster in der Titelrolle. In den 60er Jahren spielte Neville Brand in vielen populären Western und geriet zum Dauergast auf dem Bildschirm. "Rauchende Colts", "Bonanza", "Die Leute von der Shiloh Ranch" sind nur einige der Quotenrenner, in denen der Schauspieler mitwirkte, bis Anfang der 80er Jahre stand Neville Brand regelmäßig für TV-Produktionen unterschiedlichsten Genres vor der Kamera.

Der Schauspieler war bis zu seinem Tod mit seiner Ehefrau Rae verheiratet und hatte zwei Kinder.
 
Siehe auch Wikipedia
 
Weitere Filme1) mit Neville Brand
 
*) Der Link führt zu Wikipedia 

Bruce Gordon … spielte den Mafia-Boss Frank Nitti.
 
Geboren am 1. Februar 1916 in Fitchburg (Massachusetts),
gestorben am 20. Januar 2011 in Santa Fe (New Mexico).

Sein Leinwanddebüt hatte Bruce Gordon mit einer kleinen Rolle in dem Streifen "Die Marx Brothers im Theater" (1949, Love Happy) gegeben, danach avancierte er zu einem vielbeschäftigten Darsteller, der vor allem im Fernsehen ein breites Betätigungsfeld fand. Aufgrund seiner markanten Gesichtszüge wurde er vielfach als Bösewicht besetzt, die Rolle des Gangsterbosses Frank Nitti in der TV-Serie "The Untouchables" machte den Schauspieler auch bei uns bekannt. Bis Ende der 1970er Jahre stand Bruce Gordon regelmäßig vor der Kamera, seine Filmografie ist beachtlich. Erst in den 1980er Jahren zog er sich allmählich vom Filmgeschäft zurück und genoss den Ruhestand gemeinsam mit seiner Frau Marla auf seinem Anwesen in Santa Fe (New Mexico).
 
Siehe auch Wikipedia (englisch)
 
Weitere Filme1) mit Bruce Gordon
1) Der Link führt zur "german.imdb.com".
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