Sandie Shaw wurde am 26. Februar 1947 als Sandra Ann Goodrich im britischen Dagenham1), einem Stadtbezirk von London1)  geboren. Dort sowie später in der Grafschaft Essex1) aufgewachsen, begann ihre Karriere als Sängerin 1964, als die damals 17-Jährige von dem Teenie-Idol Adam Faith11) (1940 – 2003) "entdeckt" wurde. Dieser hörte sie bei einem Talentwettbewerb und machte sie mit seiner Managerin Eve Taylor (1915 – 1983;  → Wikipedia (englisch)) bekannt, die ihr einen Plattenvertrag bei dem Label "Pye Records"1) verschaffte und ihr zudem den Künstlernamen "Sandie Shaw" verpasste – kurze Zeit später erschien die erste Schallplatte "As Long As You’re Happy Baby".
Der Song aus der Feder von Chris Andrews1) blieb allerdings ohne Beachtung, doch schon mit dem zweiten Titel bzw. der von Burt Bacharach1) und Hal David1) geschriebenen Coverversion "(There's) Always Something There To Remind Me", die zuvor in den USA von Lou Johnson (1941 – 2019; → Wikipedia (englisch)) veröffentlicht worden war, konnte sie dann im Herbst 1964 nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Kanada und Südafrika einen Spitzenplatz erringen → Wikipedia (englisch). Nach wenigen Fernsehauftritten erlangte Sandie Shaw zudem in ihrem Heimatland ungeheure Popularität, es wird berichtet, habe Tony Hatch1) die Idee gehabt, Sandie Shaw barfuß auf der Bühne auftreten zu lassen, um die Medien mit diesem Werbegag auf das neue Talent am Schlagermarkt aufmerksam zu machen. Andererseits liest man auch, dass Sandie Shaw wegen ihrer Kurzsichtigkeit immer ohne Schuhe auftrat, da sie es vermeiden wollte, mit Stöckelabsätzen über auf der Bühne herumliegende Kabel zu stolpern. Wie auch immer, Shaws Barfuß-Auftritte wurden zum Markenzeichen der Sängerin.
Eine Reihe weiterer "Top 10"-Erfolge machten die gut aussehende Britin mit dem typischen Look der 1960er Jahre rasch auch international bekannt und in den nächsten drei Jahren avancierte sie zum Pop-Idol ihrer Generation. 

Sandie Shaw am 2. Februar 1967 bei der Ankunft
auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol1)
Rechteinhaber: Nationaal Archief1) (Den Haag, Rijksfotoarchief; 
Bestandsnummer: 920-0374); Urheber/Fotograf: Ron Kroon / Anefo;
Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos)
Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)

Sandie Shaw am 2. Februar 1967 am Amsterdamer Flughafen Schiphol; Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 920-0374); Urheber/Fotograf: Kroon, Ron / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: www.gahetna.nl/over-ons/open-data / CC BY-SA 3.0 NL
Sandie Shaw am 2. Februar 1967 bei der Ankunft auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol; Rechteinhaber: Nationaal Archief1) (Den Haag, Rijksfotoarchief;  Bestandsnummer: 920-0372); Urheber/Fotograf: Ron Kroon / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright) Fast alle ihre Lieder schrieb der Singer/Songwriter Chris Andrews1), noch 1964 kam "Girl Don't Come" (→ Wikipedia (englisch)) auf den Markt und erreichte Platz 3 in den britischen Charts. 1965 konnte Sandie Shaw mit "I'll Stop At Nothing", "Long Live Lve" (→ Wikipedia (englisch)) und "Message Understood" ( → Wikipedia (englisch)) erneut Spitzenreiter landen. Am 8. April 1967 vertrat die Sängerin Großbritannien beim "Grand Prix Eurovision de la Chanson"1) (heute: "Eurovision Song Contest") in Wien und ging mit dem Titel "Puppet On A String"1) als Siegerin hervor → Wikiipedia. Der von Bill Martin1) und Phil Coulter1) geschaffene Song geriet sowohl in ihrem Heimatland als auch in Deutschland zur Nummer 1 in den Hitparaden. "Seit 1965 sang Sandie Shaw auch in deutscher Sprache, meist Versionen ihrer englischen Hits – "Du weißt nichts von deinem Glück" (1965: Platz 25; Original "Long Live Love"), "Wir sehen uns ja wieder" (1966: Platz 39), "Wiedehopf Im Mai" (1967: Platz 36; Original "Puppet on a String"), "Du bist wunderbar" (1968: Platz 28; Original "You've Not Changed" → Wikipedia (englisch))." notiert unter anderem Wikipedia.

Sandie Shaw am 2. Februar 1967 bei der Ankunft
auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol1)
Rechteinhaber: Nationaal Archief1) (Den Haag, Rijksfotoarchief; 
Bestandsnummer: 920-0372); Urheber/Fotograf: Ron Kroon / Anefo;
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)

Im Frühjahr 1969 verzeichnete Sandie Shaw mit der Coverversion des Manuela-Hits "Monsieur Dupont" in der Übersetzung von Peter Callander (1939 – 2014)  mit Platz 6  noch einmal eine vordere Chart-Notierung in Großbritannien – ihr letzter "Top 10"-Erfolg → Wikipedia (englisch)). Danach konnte sie sich für viele Jahre nicht mehr in den Hitlisten platzieren, zog sich Anfang der 1970er nach der Geburt ihrer Tochter weitgehend aus dem Showbusiness zurück, 1982 tauchte sie dann mit der Nummer "Anyone Who Had A Heart" (→ Wikipedia (englisch)) wieder auf. 1984 war sie mit der Coverversion "Hand In Glove" (→ Wikipedia (englisch)), die sie gemeinsam mit ihrem britischen Kollegen Morrissey1) aufnahm, recht erfolgreich, veröffentlichte bis Ende der 1980er Jahre eine Reihe weiterer Platten, die von der Presse zwar gelobt wurden, hinter den kommerziellen Erwartungen jedoch zurückblieben. Danach wurde es stiller um die einst so gefeierte Pop-Sängerin.
  
Sandie Shaw, die sich auch mit Illustrationen für Kinderbücher einen Namen machte, begann Anfang der 1990er an der "University of Oxford"1) und der "University of London"1) ein Studium der Psychologie, dass sie 1994 erfolgreich mit Diplom abschloss. Fortan konzentrierte sie sich auf ihre neue Karriere als Psychotherapeutin, war als Coach für Menschen aus dem Showbusiness und den Medien tätig.  1997 gründete sie gemeinsam mit ihrem dritten Ehemann Tony Bedford in London die "Arts Clinic", die psychologische Unterstützung für Menschen aus den Bereichen Unterhaltung, Medien und Sport anbietet (→ sandieshaw.com: "Barefoot Therapy: The Arts Clinic"). 1998 berief man sie zur Ehren-Professorin für Musik in die "Royal Society of Musicians" → Wikipedia (englisch); Vereinzelt folgten noch Schallplattenaufnahmen und Gesangsauftritte.
Am 26. März 2007 veröffentlichte Shaw mit "Puppet Got Brand New String", ein Remake ihres Hits von 1967, im US-amerikanischen Podsafe1) "Music Network". 2010 nahm sie "Made In Dagenham", den von David Arnold1) und Billy Bragg1) komponierten Titelsong der Filmmusik zu dem Streifen "Made in Dagenham"1) ("We Want Sex") auf. 2011/12 tourte sie mit Jools Holland1) und dessen "Rhythm and Blues Orchestra" durch Großbritannien. Im Jahr 2013 wurde Sandie Shaw von der "University of Essex"1) mit der Ehrendoktor-Würde für ein 50 Jahre währendes Engagement für die Musik und Unterhaltungskunst ausgezeichnet. 2017 ernannte man sie zum "Member" (MBE) des "Order of the British Empire"1), den Orden verlieh ihr  Prinz Charles1) in Vertretung seiner Mutter Queen Elizabeth II.1). Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70. Thronjubiläum der Monarchin im Juni 2022 stimmte Shaw zusammen mit weiteren Gesangsstars ihr zu Ehren die britische Nationalhymne an..2)
  
Der einstige Pop-Star war seit 6. März 1968 bis 1978 mit dem Modedesigner Jeff Banks ( → Wikipedia (englisch)) verheiratet; aus der Verbindung stammt die im Februar 1971 geborene Tochter Grace. Aus der 1982 geschlossenen Ehe mit dem Geschäftsmann/Produzenten Nik Powell (1950 – 2019; → Wikipedia (englisch)), einen Mitbegründer des britischen Mischkonzerns "Virgin Group"1), gingen  die beiden Kinder Amie und Jack hervor; die Verbindung wurde 1995 geschieden. Seit 2002 ist sie in dritter Ehe mit dem Psychologen Tony Bedford verheiratet.
Unter dem Titel "The World At My Feet" erschien 1991 die Autobiografie der Künstlerin, die sich 1978 der teilweise auf den Lehren des "Nichiren-Buddhismus"1) basierenden "Sōka Gakkai"1)-Bewegung anschloss.
 
Webpräsenz (englisch): www.sandieshaw.com.
Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie)
Wikipedia (englisch; mit Diskografie)
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 07.03.2026)
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