Auszeichnungen / Filmografie
Ella Fitzgerald wurde am 25. April 1917 in Newport News (Virginia) als Tochter des Lastwagenfahrers William Ashland Fitzgerald und Temperance "Tempie" in ärmliche Verhältnisse hineingeboren, Die Eltern waren offiziell nicht verheiratet, wenige Monate nach Ellas Geburt verließ William die Familie, ein Jahr später starb er. In den frühen 1920er Jahren fand die Mutter in dem portugiesischen Immigranten Joseph Da Silva einen neuen Partner und zog mit ihm nach Yonkers1) (Westchester County1), New York1)); ihre Halbschwester Frances erblickte 1923 das Licht der Welt.
Ella Fitzgerald Mitte Januar 1940; Quelle: Wikimedia Commons von der "Carl Van Vechten photograph collection" der "Library of Congress" (Reproduction Nr. LC-USZ62-100859); Lizenz: Keine Copyright-Beschränkungen Die Mutter arbeitete in einer Wäscherei und im Gastronomiebereich, ihr portugiesischer Stiefvater als Grubenbauer und Teilzeitchauffeur. Als Mutter Temperance 1932 bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben kam (nach anderen Angaben starb sie an einem Herzinfarkt), blieb die damals 15-Jährige Ella zunächst beim Stiefvater, der sie missbraucht haben soll. Nach dessen Tod kam sie dann Ende April 1933 zu ihrer Tante Virginia und lebte bei dieser im New Yorker Stadtviertel Harlem1).
"Fitzgerald vernachlässigte nach dem Tod ihrer Mutter die Schule. Sie entwendete Geld und warnte als Wachposten ein Bordell vor der Polizei. In Harlem wurde sie von der Polizei aufgegriffen und zunächst im "Colored Asylum Orphanage" in Riverdale1) untergebracht. Aufgrund des überfüllten Waisenhauses wurde sie im April 1933 mit dem Vermerk "nicht erziehbar" in die "New York State Training School for Girls", eine Erziehungsschule für Mädchen in Hudson1), eingewiesen. Dort wurde Fitzgerald offenbar geschlagen und missbraucht; Fitzgerald sprach später nie über diese Zeit. Die Schule trennte strikt nach weißer und schwarzer Hautfarbe (→ Rassismus in den USA), weshalb Fitzgerald wohl auch nicht mit im Chor sang, obwohl ihr Gesang von manchen Angestellten bemerkt wurde. Ein Jahr später floh sie zurück nach Harlem." notiert Wikipedia.
 
Ella Fitzgerald Mitte Januar 1940
Quelle: Wikimedia Commons von der
"Carl Van Vechten photograph collection" der
"Library of Congress" (Carl Van Vechten1);  1880–1964)
(Reproduction Nr. LC-USZ62-100859)
Angaben zur Lizenz siehe hier
Mit 17 Jahren wurde sie dort am 21. November 1934 bei einem Talentwettbewerb im "Apollo Theatre"1) entdeckt bzw. gewann mit den Songs "Judy" und "The Object of My Affection" den 1. Preis. Als ihr dann im Folgejahr Chick Webb1) (1905 – 1939) in seiner Big Band "Chick Web & And His Orchestra" ein Engagement anbot,  der sie anfangs leichte, Kinderliedartige Stücke vortragen ließ, begann die phänomenale Gesangs-Karriere von Ella Fitzgerald. Ihr erster Titel, der auf Schallplatte erschien, war 1936 "All My Life", nach etlichen weiteren Singles verzeichnete sie 1938 mit dem von ihr (Text) gemeinsam mit Al Feldman alias Van Alexander1) (Musik) geschaffenen Titel "A Tisket, A Tasket" ihren ersten Spitzenreiter in der US-amerikanischen Pop-Hitparade, der sich dort zehn Wochen lang hielt, millionenfach verkauft wurde und zu ihrem Erkennungs-Song wurde → Wikipedia (englisch).
Nachdem Chick Webb Mitte Juni 1939 verstarb, übernahm sie dessen Formation, die sie bis 1942 unter dem Namen "Ella Fitzgerald and Her Famous Orchestra" weiter führte bzw. mit dieser auftrat.

Ella Fitzgerald im November 1946
Urheber/Rechteinhaber: William P. Gottlieb1) (1917–2006)
Quelle: Wikimedia Commons → Originalfoto bei
 "The Library of Congress"1); Lizenz: Public Domain;
→ weitere Angaben zur Lizenz siehe hier

Ella Fitzgerald im November 1946; Urheber/Rechteinhaber: William P. Gottlieb (1917–2006); Quelle: Wikimedia Commons; Originalfoto bei "The Library of Congress"; Lizenz: Public Domain
Neben ihrer Arbeit mit Chick Webb erschienen ab 1936 auch Solo-Platten von der Sängerin, außerdem brachte sie erfolgreich Platten mit den "Mills Brothers", den "Ink Spots"1), Louis Armstrong und Benny Goodman heraus. Bereits 1937 gehörte Ella Fitzgerald einer Umfrage zufolge zu den populärsten Interpretinnen der Jazz-/Swing-Szene und wurde auch rasch international bekannt. "Ihr Markenzeichen war eine Gesangsart, die sie mitentwickelte und der sie zu Weltruhm verhalf – der Scat1)-Gesang. Charakteristisch war der jugendliche Charme ihrer Stimme und eine Leichtigkeit in ihrer Phrasierung, welche es ihr erlaubte, mit einem beachtlichen Stimmumfang von drei Oktaven wie ein Jazz-Instrumentalist zu improvisieren. Ihr Repertoire reichte von Swing1) über Bebop1), Blues1), Bossa Nova1), Samba1), Gospel1) bis hin zu verjazzten Weihnachtsliedern," vermerkt Wikipedia.
Die bald als "First Lady of Song" oder "Queen of Jazz" bezeichnete Künstlerin, veröffentlichte vor allem in den 1940er Jahren so unvergessene Hits wie "Five O'Clock Whistle" (1940), "Cow-Cow-Boogie" (1944), "Its Only A Paper Moon" (1945), "For Sentimental Reasons" (1946), "Oh, Lady Be Good"1) (1947), "My Happiness" (1948; → Wikipedia (englisch)) oder "Baby It's Cold Outside"1) (1949). Zu den Parade-Nummern jener Zeit gerieten auch ihre Armstrong-Version "I Can’t Give You Anything But Love Baby"1) und ihre Interpretation des Jazz-Standards "How High The Moon"1) → Auswahl Diskografie bei Wikipedia.
Ella Fitzgerald während eines Konzertes 1967 in Berlin, fotografiert von Evelyn Richter; Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0201022); Eigentümer/Copyright SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Urheber: Evelyn Richter; Datierung 1967; Quelle: www.deutschefotothek.de Ab 1949 war ihr Erfolg für die nächsten vier Jahrzehnte untrennbar mit dem Plattenproduzenten bzw. ihrem Manager Norman Granz1) (1918 – 2001) verbunden, der Ella Fitzgerald auf weltweite Tourneen schickte, zum Liebling eines internationalen Publikums und einer der bedeutendsten Sängerinnen nicht nur des Swing1) machte. Auf ihren zahlreichen Konzertreisen wurde sie von den bekanntesten Musikern des Jazz begleitet, unter anderem auch vom Trio des Jazz-Pianisten Oskar Peterson1) (1925 – 2007), dem Bassisten Ray Brown1) (1926 – 2002), mit dem sie eine Zeit lang auch verheiratet war, oder Dizzy Gillespie1) (1917 – 1993). 1958 trat die Fitzgerald auch mit dem US-amerikanischen Jazz-Komponisten/Bandleader Duke Ellington (1899 – 1974) in der New Yorker "Carnegie Hall"1) auf und feierte triumphale Erfolge. In den 1960er Jahren war sie des Öfteren mit dem Orchester von Count Basie (1904 – 1984) zu hören und tendierte wieder verstärkt zum Blues1).
Zwischen 1956 und 1964 veröffentlichte sie die Reihe "Great American Song Book"1), diese Alben, die sie den großen US-amerikanischen Komponisten Cole Porter1), Rodgers und Hart1), Duke Ellington, Irving Berlin1), George Gershwin1), Harold Arlen1), Jerome Kern1) und Johnny Mercer1) widmete, sind wohl als Höhepunkte ihres Schaffens zu bezeichnen. Die Serie war nicht nur beim Publikum äußerst populär, sondern auch bei den Liedtextern. Ira Gershwin1) soll einmal bemerkt haben "Ich wusste gar nicht, wie gut unsere Songs sind, bis ich Ella Fitzgerald gehört habe".
   
Ella Fitzgerald während eines Konzertes 1967 in Berlin,
fotografiert von Evelyn Richter1)
Quelle: Deutsche Fotothek, (file: df_hauptkatalog_0201022)
Eigentümer/© SLUB Dresden/Deutsche Fotothek/Urheberin: Evelyn Richter;
Datierung 1967; Quelle: www.deutschefotothek.de
Genehmigung zur Veröffentlichung: 30.03.2017
Sie setzte den wichtigsten US-amerikanischen Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts damit Denkmäler und gab nachfolgenden Künstlern "Lehrbücher" für die Interpretation der jeweiligen Songs.2) Ihre klassischen Songbooks für das Label "Verve Records"1) und die dazugehörigen Arrangeure werden bei Wikipedia gelistet (Fremde Links: Wikipedia):

Und Wikipedia vermerkt weiter: "Für andere Plattenfirmen nahm sie später ebenfalls Songbooks auf, unter anderem erneut mit Liedern der Gebrüder Gershwin sowie Cole Porter und Antônio Carlos Jobim1). Kolleginnen wie Sarah Vaughan1) oder Dinah Washington1) folgten ihrem Beispiel und brachten ebenfalls Songbooks heraus. Eine weitere bedeutende Einspielung Fitzgeralds gibt es von Gershwins Oper "Porgy and Bess"1), die sie gemeinsam mit Louis Armstrong aufnahm. Im Scatting (genannt auch Scat1)-Gesang), bei dem unsinnige Wörter mit pränanten Rhythmen gesungen werden, übertraf sie Louis Armstrong und Fats Waller1). Darüber hinaus gibt es zahlreiche Live-Einspielungen der Konzerte von Fitzgerald, die zeigen, dass es keinen Unterschied zwischen einem Studio- oder Live-Gig bei ihr gab. Die einzigen qualitativen Unterschiede bestehen bei der Aufnahmetechnik."

Ella Fitzgerald am 2. April 1965 bei Ankunft
auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol1)
Rechteinhaber: Nationaal Archief1) (Den Haag,
Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 917-6033);
Urheber/Fotograf: Joost Evers / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons;
Lizenz:  CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)

Ella Fitzgerald am 2. April 1965 bei Ankunft auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol; Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 917-6033); Urheber/Fotograf: Joost Evers / Anefo; Quelle: Wikimedia Commons; Lizenz: CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
Ella Fitzgerald 1975 während eines Konzerts in Köln; Urheber: Helmut Montag; Lizenz: CC-by-SA 3.0; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

Sporadisch wirkte sie in Kinoproduktionen wie in dem Krimi "Pete Kelly's Blues"1) (1955, "Es geschah in einer Nacht"), dem mit Nat "King" Cole als Blues-Musiker W. C. Handy1) gedrehten Biopic "St. Louis Blues" (1958) oder in dem Melodram "Let No Man Write My Epitaph"3) (1960, "Die Saat bricht auf") mit. Im Fernsehen war sie ein beliebter und häufiger Gast in zahlreichen Shows so berühmter Kollegen/Kolleginnen wie Bing Crosby, Dinah Shore1), Frank Sinatra, Nat King Cole, Andy Willams1) oder Dean Martin; mitunter zeigte sie sich zudem in Episoden einiger TV-Serien → Übersicht Filmografie (Auszug).
   
Bis weit in die 1970er Jahre gab Ella Fitzgerald trotz eines durch Diabetes1) bedingten Augenleidens unermüdlich Konzerte und nahm Platten auf. Eine ihrer besten Aufnahmen aus den 1970ern machte sie mit dem Jazz-Gitarristen Joe Pass1) (1929 – 1994) – hierzu gehören der Jazz-Standard "You're Blase" (1973) und das Remake von "Solitude"1) (1976) mit der Musik von Duke Ellington. Sie tourte rund um den Globus, gab manchmal zwei Konzerte am Tag in Städten, die viele Kilometer voneinander entfernt lagen. Zwischen 1969 und 1981 nahm Ella Fitzgerald auch mehrere Male am "Montreux Jazz Festival"1) teil. In den Gärten des "Hôtel Montreux-Palace"1) im Schweizerischen Montreux1) wurde sie 2007 mit einer von der Künstlerin Danièle Lauffer geschaffenen Bronze-Skulptur "verewigt" – eine Huldigung ihrer wiederholten Auftritte bei diesem weltberühmten Musikfestival → Foto bei Wikimedia Commons.
 
Ella Fitzgerald 1975 während eines Konzerts in Köln
Urheber: Paul Spürk; Lizenz: CC-by-SA 3.0
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

In den 1980er Jahren verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand, aufgrund ihrer Herzprobleme musste sich Ella Fitzgerald 1986 einer Bypass-Operation unterziehen und sie reduzierte ihre Auftritte. Anfang der 1990er Jahre verschlimmerte sich ihre Alters-Diabetes und 1991 gab sie ihr letztes Konzert in der New Yorker "Carnegie Hall"1), wo sie seit Beginn ihrer Karriere rund 25 Mal aufgetreten war.
1993 mussten der Sängerin beide Unterschenkel amputiert werden, sie erholte sich nicht mehr so recht von der Operation und lebte die nächsten Jahre zurückgezogen in ihrem Domizil im kalifornischen Beverly Hills1), wo sie am 15. Juni 1996, nahezu erblindet, im Alter von 79 Jahren starb – die Welt trauerte um eine der besten Jazz-Sängerinnen aller Zeiten. Die letzte Ruhe fand sie auf dem "Inglewood Park Cemetery"1) (Urnenabteilung 4 C, 1 P, 28 F) in Inglewood1) bei Los Angeles1).  Die Grabplatte trägt die Inschrift: BELOVED MOTHER & GRANDMOTHER / MISS ELLA JANE FITZGERALD / 1917 – 1996 / THE FIRST LADY OF SONG → findagrave.com.
Ella Fitzgerald war mindestens zwei Mal verheiratet: Ihre erste Ehe ging sie in jungen Jahren 1939 (oder 1941) mit dem Hafenarbeiter Benjamin Kornegay ein. Als sich herausstellte, dass ihr Mann in kriminelle Machenschaften verwickelt war, ließ sie die Ehe annullieren. Ihr zweiter Ehemann war von 1946 bis 1952 – andere Quellen nennen abweichende Daten, wie z. B. 1947–1953 oder 10. Dezember 1947 bis1952 – der Bassist Ray Brown1). Beide blieben jedoch nach der Scheidung für den Rest ihres Lebens gute Freunde, nicht nur wegen des gemeinsam adoptierten Sohnes Ray, leiblicher Sohn von Ella Fitzgeralds geliebter Halbschwester Frances († 1966) → Wikipedia (englisch). 1957 kursierten Berichte in der skandinavischen Presse, sie habe den jungen Norweger Thor Einar Larsen heimlich geheiratet.2)
US-Präsident Ronald Reagan verleiht Ella Fitzgerald am 18. Juni 1987 die National Medal of Arts" Urheber: "White House" / "Ronald Reagan Presidential Library"; Quelle: Wikimedia Commons von reaganlibrary.gov; Lizenz: gemeinfrei Im Laufe ihrer langen, grandiosen Karriere erhielt die legendäre Sängerin unzählige Auszeichnungen und Ehrungen, darunter 14 "Grammy Awards"1), einschließlich des "Lifetime Achievement Awards"1) (1967), mit dem am 2. März 1967 erstmals eine Frau für ihr Lebenswerk geehrt wurde, sowie etliche "Goldenen Schallplatten"1) (auch in Platin und in Silber) weltweit. Unter anderem würdigte man ihre künstlerischen Leistungen 1979 mit dem "Kennedy-Preis"1) ("The Kennedy Center Honors"), mit der "National Medal of Arts"1), die ihr am 18. Juni 1987 vom damaligen US-amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan verliehen wurde, konnte sie die bedeutendste Auszeichnung entgegennehmen, die durch den US-Kongress1) an Künstler und Förderer der Künste vergeben wird.
  
US-Präsident Ronald Reagan verleiht Ella Fitzgerald
am 18. Juni 1987 die "National Medal of Arts"
Urheber: "White House"1) / "Ronald Reagan Presidential Library"1)
Quelle: Wikimedia Commons von reaganlibrary.gov
Lizenz: gemeinfrei; weitere Angaben zur Lizenz siehe hier
Eine weitere hohe Anerkennung war 1990 der französische "Ordre des Arts et des Lettres"1) ("Orden der Künste und der Literatur") sowie die "Presidential Medal of Freedom", die ihr US-Präsident George H. W. Bush1) 1992 überreichte. Zudem verliehen ihr etliche renommierte Universitäten wie die "Yale University"1) (1986),  die "Harvard University"1) (1990) oder die "Princeton University"1) (1992) die Ehrendoktorwürde. Darüber hinaus ist sie in verschiedenen "Ruhmeshallen" vertreten, so beispielsweise seit 1978 in der "Big Band and Jazz Hall of Fame"1), seit 1992 in der "International Academy of Jazz Hall of Fame"1), seit 1995 in der "National Women's Hall of Fame"1) sowie seit Ende der 1980er mit vielen ihrer Alben/Singles in der "Grammy Hall of Fame"1). Bereits am 8. Februar 1960 widmete man ihr einen "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) (Adr.: 6738 Hollywood Blvd.) in der Kategorie "Musikaufnahmen" ("Recording") → Übersicht Auszeichnungen (Auszug) siehe hier.
Wie keine andere Sängerin schrieb Ella Fitzgerald Jazz-Geschichte, mit ihrer makellosen Intonation, ihrem perfekten Scat-Gesang, ihrer enormen Ausdruckskraft, dem hundertprozentigen Timing und dem unverwechselbaren Stil, der sich zwischen Bebop und Swing bewegte, setzte sie Maßstäbe, die nicht wieder erreicht wurden. Zeit ihres Lebens engagierte sich Ella Fitzgerald für diskriminierte Kinder, nicht zuletzt wegen ihrer eigenen Kindheitserfahrungen und unterstützte zahlreiche Organisationen für benachteiligte Jugendliche.  
Über die legendäre Sängerin ist viel geschrieben worden: Unter anderem erschien von dem britischen Jazz-Historiker/Journalisten Stuart Nicholson1) die Lebensgeschichte von Ella Fitzgerald unter dem Titel "Ella Fitzgerald. A Biography of the First Lady of Jazz" (1993). Das Buch erzählt von dem armen Mädchen, für das der "amerikanische Traum" in Erfüllung gegangen ist; es beschreibt, welche Einflüsse der Bandleader Chick Webb1) und Manager Norman Granz1) auf die Karriere des Jazz-Stars gehabt haben. Interviews mit Ella Fitzgerald selbst sowie zahlreichen Musikern, die mit ihr zusammen gearbeitet haben, runden das Bild der Künstlerin ab.

Ella Fitzgerald am 5. Mai 1957 bei Ankunft
auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol1)
Rechteinhaber: Nationaal Archief1) (Den Haag,
Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 908-5518)
Urheber/Fotograf: Harry Pot / Anefo;
Quelle (Originalfoto): Wikimedia Commons;
Lizenz:  CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)

Ella Fitzgerald am 5. Mai 1957 bei Ankunft auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol; Rechteinhaber: Nationaal Archief (Den Haag, Rijksfotoarchief; Bestandsnummer: 908-5518); Urheber/Fotograf: Harry Pot / Anefo; Quelle (Originalfoto): Wikimedia Commons; Lizenz:  CC0 1.0 (Verzicht auf das Copyright)
Im August 2000 veröffentlichte Geoffrey Mark Fidelman ein weiteres Buch mit dem Titel "First Lady of Song: Ella Fitzgerald for the Record"; er beschreibt die Kindheit der Jazz-Legende und den nicht immer einfachen Aufstieg zum Star und diskutiert ihren Einfluss auf die zeitgenössische Musik. Im Januar 2001 publizierte J. Wilfred Johnson eine chronologische Liste aller von Ella Fitzgerald seit 1935 veröffentlichten Lieder, "Ella Fitzgerald: A Complete Annotated Discography" enthält alle LPs und CDs und einen kommentierten Index.
"Warner Brothers Publications" brachte im September 2000 Musiknoten von Fitzgerald-Songs mit dem Titel "Forever Ella – 19 Ella Fitzgerald Classics" auf den Markt. Im April 2002 erschien von Andrea Davis Pinkney (→ Wikipedia (englisch)) das Buch "Ella Fitzgerald: The Tale of a Vocal Virtuosa" mit Illustrationen von Brian Pinkney. Hierin wird das Leben Ella Fitzgerald von ihrer Kindheit bis zu ihrem Tod nachgezeichnet. Der österreichische Journalist/Publizist Johannes Kunz1) verfasste das Werk "Ella Fitzgerald und ihre Zeit" (2016) → mehr Literatur bei Wikipedia.
Unter der Regie der britischen Dokumentarfilmerin  Leslie Woodhead  (→ Wikipedia (englisch)) entstand das rund 90-minütige TV-Portrait "Ella Fitzgerald: Just one of those Things"4) (2019). "Familienangehörige, Weggefährten und Zeitzeugen wie die "Königin des Swing" Norma Miller (1919 – 2019; → Wikipedia (englisch)) in einem ihrer letzten Fernsehauftritte, Schlagzeuger Gregg Field1), Pianist Kenny Barron1), Impresario George Wein1), Manager Jim Blackman, Tony Bennett1), Jamie Cullum1), Johnny Mathis1), Smokey Robinson1), Patti Austin1) und Ella Fitzgeralds Sohn Ray Brown jr. (→ Wikipedia (englisch)) zeichnen ein umfassendes Porträt der Sängerin. Anhand vieler Fotos und Archivbilder sowie durch Ella Fitzgeralds Sprechstimme bringt es den ZuschauerInnen das bewegte Leben der Jazzdiva nahe." (Quelle: ARTE1)). "In der Machart anderen Musikdokumentationen sehr ähnlich, stechen die Musikszenen durch ihre zeitlose Qualität hervor; zudem macht der Film Ella Fitzgeralds Leiden an den Diskriminierungen afroamerikanischer Künstler eindrücklich erfahrbar." urteilt filmdienst.de. → alle Mitwirkenden bei IMDb
Ella Fitzgerald im Internet (englischsprachig): www.ellafitzgerald.com
Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie), fembio.org, www.laut.de,
Wikipedia (englisch; mit Diskografie (Alben / Singles)
sowie den Nachruf in "DIE ZEIT"1) (Nr. 26/1996) → www.zeit.de
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) filmdienst.de, 4) fernsehserien.de
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen: 19.01.2026)
Lizenz Foto Ella Fitzgerald (Urheber Carl Van Vechten (1880–1964): Dieses Werk stammt aus der "Carl Van Vechten Photographs-Sammlung" (ID cph.3c00859) der "Library of Congress". Laut der Bibliothek gibt es keine bekannten Copyright-Einschränkungen in der Verwendung dieses Werkes.
As the restrictions on this collection expired in 1986, the "Library of Congress" believes this image is in the public domain. However, the "Carl Van Vechten estate" has asked that use of Van Vechten's photographs "preserve the integrity" of his work, i.e, that photographs not be colorized or cropped, and that proper credit is given to the photographer. 
Lizenz Foto Ella Fitzgerald (Urheber: William P. Gottlieb): This photograph is from the William P. Gottlieb Collection which was purchased by the "Library of Congress" in 1995. The collection consists of jazz photographs taken from 1938 to 1948 by writer-photographer William P. Gottlieb. In accordance with the wishes of Gottlieb, the photographs in this collection entered into the public domain on February 16, 2010. → Copyright and Other Restrictions.
Lizenz Foto Ella Fitzgerald/Ronald Reagan (Urheber: "White House" / "Ronald Reagan Presidential Library"): Dieses Werk ist in den "Vereinigten Staaten" gemeinfrei, da es von Mitarbeitern der US-amerikanischen Bundesregierung oder einem ihrer Organe in Ausübung ihrer dienstlichen Pflichten erstellt wurde und deshalb nach Titel 17, Kapitel 1, Sektion 105 des US Code ein Werk der Regierung der "Vereinigten Staaten von Amerika" ist.
Auszeichnungen / Ehrungen (Auszug)
(Quelle (überwiegend): Wikipedia (englisch);  siehe auch "Internet Movie Database";
Fremde Links: Wikipedia)
Aufnahme der Alben/Single in "Grammy Hall of Fame" "Grammy Award" in der Kategorie …
(Darüber hinaus etliche Nominierungen)
Filme (Auszug)
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Fremde Links: Wikipedia; R = Regie)
Um zur Seite der Oldie-Stars zurückzukehren, bitte dieses Fenster schließen.
Home: www.steffi-line.de