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Ab 1949 war ihr Erfolg für die nächsten vierzig Jahre untrennbar mit dem Plattenproduzent und Manager Norman Granz1) (1918 2001) verbunden, der Ella Fitzgerald auf weltweite Tourneen schickte, zum Liebling eines internationalen Publikums und einer der bedeutendsten Sängerinnen des Swing machte. Auf ihren zahlreichen Tourneen wurde sie von den bekanntesten Musikern des Jazz begleitet, unter anderem auch vom Trio des Jazz-Pianisten Oskar Peterson1) (1925 2007), dem Bassisten Ray Brown1) (1926 2002), mit dem sie eine Zeit lang auch verheiratet war, oder Dizzy Gillespie1) (1917 1993). 1958 trat die Fitzgerald auch mit dem amerikanischen Jazzkomponisten Duke Ellington2) (1899 1974) in der New Yorker "Carnegie Hall" auf und feierte triumphale Erfolge. In den 1960er Jahren war sie des öfteren mit dem Orchester von Count Basie2) (1904 1984) zu hören und tendierte wieder verstärkt zum Blues. Zwischen 1956 und 1964 veröffentlichte sie die Reihe "Great American Song Book", diese Alben, die sie den großen amerikanischen Komponisten Cole Porter, Rodgers und Hart, Duke Ellington, Irving Berlin, George und Ira Gershwin, Harold Arlen, Jerome Kern und Johnny Mercer widmete, sind wohl als Höhepunkte ihres Schaffens zu bezeichnen. Die Serie war nicht nur beim Publikum äußerst populär, sondern auch bei den Komponisten. Ira Gershwin soll einmal bemerkt haben "Ich wusste gar nicht, wie gut unsere Songs sind, bis ich Ella Fitzgerald gehört habe". In Kinofilmen wie "Pete Kelly's Blues" (1955, Es geschah in einer Nacht), "St. Louis Blues" (1958) oder "Let No Man Write My Epitaph" (1960) trat sie ab Mitte der 1950er Jahre auch als Schauspielerin in Erscheinung. Im Fernsehen war sie ein beliebter und häufiger Gast in zahlreichen Shows so berühmter Kollegen wie Bing Crosby, Dinah Shore, Frank Sinatra, Nat King Cole, Andy Willams oder Dean Martin. Bis weit in die 1970er Jahre gab Ella Fitzgerald trotz eines durch Diabetes bedingten Augenleidens unermüdlich Konzerte und nahm Platten auf. Eine ihrer besten Aufnahmen aus den 1970ern machte sie mit dem Jazz-Gitarristen Joe Pass1) (1929 1994); hierzu gehören 1973 "You're Blase" und 1976 das Remake von "Solitude". Sie tourte durch die ganze Welt, gab manchmal zwei Konzerte am Tag in Städten, die viele Kilometer voneinander entfernt waren. In den 1980er Jahren verschlechterte sich ihr gesundheitlicher Zustand, aufgrund ihrer Herzprobleme musste sie sich 1986 einer Bypass-Operation unterziehen und sie reduzierte ihre Auftritte. Anfang der 1990er Jahre verschlimmerte sich ihre Altersdiabetes und 1991 gab sie ihr letztes Konzert in der New Yorker "Carnegie Hall", wo sie seit Beginn ihrer Karriere schon 25 Mal aufgetreten war. 1994 mussten der Sängerin beide Unterschenkel amputiert werden, sie erholte sich nicht mehr so recht von der Operation und lebte die nächsten beiden Jahre zurückgezogen in ihrem kalifornischen Heim in Beverly Hills, wo sie am 15. Juni 1996 nahezu erblindet mit 79 Jahren starb die Welt trauerte um eine der beste Jazz-Sängerin aller Zeiten. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem "Park Cemetery" in Inglewood bei Los Angeles. Im Laufe ihrer langen Karriere erhielt die legendäre Sängerin unzählige Ehrungen wie beispielsweise auch 13 "Grammys". 1987 erhielt sie aus der Hand des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan die "National Medal of Arts". Einige Jahre später ehrten sie verschiedene Universitäten wie Yale oder Dartmouth mit der Ehrendoktorwürde. Wie keine andere Sängerin hat Ella Fitzgerald Jazz-Geschichte geschrieben, mit ihrer makelloser Intonation, ihrem perfekten Scat-Gesang, ihrer enormer Ausdruckskraft, dem hundertprozentigem Timing und dem unverwechselbaren Stil, der sich zwischen Bebop und Swing bewegte, setzte sie Maßstäbe, die nicht wieder erreicht wurden. Zeit ihres Lebens engagierte sich Ella Fitzgerald für diskriminierte Kinder, nicht zuletzt wegen ihrer eigenen Kindheitserfahrungen und unterstützte zahlreiche Organisationen für benachteiligte Jugendliche. Ella Fitzgerald war zwei Mal verheiratet: Ihre erste Ehe ging sie in jungen Jahren 1939 (oder 1941) mit dem Arbeiter Benjamin Kornegay ein. Als sich herausstellte, dass ihr Mann in kriminelle Machenschaften verwickelt war, ließ sie die Ehe annullieren. Ihr zweiter Ehemann war von 1946 bis 1952 andere Quellen nennen abweichende Daten, wie z. B. 19471953 oder 10. Dezember 1947 1952 der Bassist Ray Brown. Beide blieben jedoch nach der Scheidung für den Rest ihres Lebens gute Freunde, nicht nur wegen des gemeinsam adoptierten Sohnes Ray.
Über die legendäre Sängerin ist viel geschrieben worden: 1996 erschien von Stuart Nicholson
in englischer Sprache die Lebensgeschichte von Ella Fitzgerald unter dem Titel
"Ella Fitzgerald. A Biography of the First Lady of Jazz". Das Buch
erzählt von dem armen Mädchen, für das der "amerikanische Traum"
in Erfüllung gegangen ist; es beschreibt welche Einflüsse der Bandleader Chick Webb
und Manager Norman Granz auf die Karriere des Jazz-Stars gehabt haben.
Interviews mit Ella Fitzgerald selbst sowie zahlreichen Musikern, die mit ihr
zusammen gearbeitet haben, runden das Bild der Künstlerin ab. |
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| Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP | ||
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Ella Fitzgerald im Internet (englischsprachig): www.ellafitzgerald.com Siehe auch Wikipedia, www.jazzecho.de, www.fembio.org, www.laut.de sowie den Nachruf bei www.zeit.de Filmografie bei der Internet Movie Database |
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