Filmografie
Duke Ellington während eines Konzerts 1973 in München; Urheber: Hans Bernhard (Schnobby); Lizenz: C-BY-SA-3.0; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons Duke Ellington wurde am 29. April 1899 als Edward Kennedy Ellington in der US-Hauptstadt Washington D.C.1) geboren. Seine Familie gehörte zur gutbürgerlichen, schwarzen Mittelschicht und der kleine Edward verbrachte wie Schwester Ruth (02,07.1915 – 06,03.2004) eine behütete und sorgenfreie Kindheit. Sein Vater James Edward Ellington (1879 – 1937; → findagrave.com) hatte es vom Kutscher zum Butler in einem weißen Arzthaushalt gebracht und später Daisy Kennedy (1879 – 1935, die aus einer höheren Schicht der schwarzen Gesellschaft stammte, geheiratet; beide spielten Klavier, Daisy bevorzugte die so genannte "Salonmusik"1), James Opernarien. Die Eltern achteten auf eine gute Ausbildung und schon mit sieben Jahren erhielt der junge Edward Unterricht im Klavierspiel und in Harmonielehre, damals noch beeinflusst von den Pianisten des "Ragtime"1). Bereits früh erhielt er wegen seines guten Aussehens, seiner gewählten Sprache und seiner eleganten Kleidung von seinen Mitschülern den Spitznamen "Duke" (Herzog) verpasst und diesen Namen sollte er sein ganzes Leben behalten.
Im Alter von neunzehn Jahren heiratete Duke Ellington am 2. Juli 1918 seine Jugendliebe Edna Thompson († 1967) und musste nun eine Familie ernähren, nachdem Sohn Mercer1) am 11. März 1919 das Licht der Welt erblickte. Anfangs betätigte er sich als Schilder- und Plakatmaler trat aber auch schon nebenher als Pianist und als Bandleader auf. 1923 entschloss er sich, Berufsmusiker zu werden, zog ermutigt durch Fats Waller1) (1904 – 1943) mit seiner Familie nach New York City1), arbeitete unter anderem bei Elmer Snowden1) (1900 – 1973) sowie zwischen 1927 und 1931 als Bandleader im legendären "Cotton Club"1) in Harlem1).
  
Duke Ellington während eines Konzerts 1973 in München
Urheber: Hans Bernhard (Schnobby); Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
Seine musikalische Karriere startete Ellington anfangs als Mitglied verschiedener Formationen, gründete dann Ende 1917 mit "The Duke's Serenaders" seine erste eigene Band, trat zunächst im Großraum Washington D.C. und im angrenzenden Virginia1) bei privaten Veranstaltungen auf. Zur Gruppe gehörten sein Jugendfreund Otto Hardwick1) (1904 – 1970), der zuerst Kontrabass, dann C-Melodie-Saxophon1) und schließlich Altsaxophon1) spielte, Arthur Whetsel1) (1905 – 1940; Trompete), Elmer Snowden1) (1900 – 1973; Banjo) und Sonny Greer1) (1895 – 1982; Schlagzeug). Die Gruppe war sehr erfolgreich und spielte sowohl vor afro-amerikanischem als auch vor weißem Publikum, was in der damaligen Zeit der strikten Trennung zwischen der afro-amerikanischen und weißen Bevölkerung selten war. Als Drummer Greer ausschied, verließ Ellington Washington und ging nach New York City1) bzw. Harlem1), wo sich die "The Duke's Serenaders" bald auflösten. Er trat dem "Elmer Snowden and his Black Sox Orchestra" bei (später umbenannt in "The Washingtonians"), als Snowden die Gruppe Anfang 1924 verließ, übernahm Elingtom die Funktion des Bandleaders. Doch erst als die Sängerin Ada Smith1) (1894 – 1984) zu den "Washingtonians" stieß, begann sich der Erfolg einzustellen, sie traten in verschiedenen New Yorker Clubs auf und tourten bis 1927 als Tanzmusikband durch New England1). Nachdem der berühmte Musiker King Oliver1) das Angebot ausschlug, mit seiner Band, den "Dixie Syncopators" dauerhaft im Harlemer "Cotton Club"1) aufzutreten, erhielt der junge Ellington das Engagement im damals renommiertesten Nachtclub New Yorks und begründete damit seinen Weltruhm. Am 4. Dezember 1927 gaben sie ihre Eröffnungsvorstellung, nach und nach wurden die "Washingtonians" zum "Duke Ellington Orchestra"1). Neben Duke Ellington am Klavier sowie den Mitgliedern der Urbesetzung Otto Hardwick1) (Saxophon), Arthur Whetsol1) (Trompete) und Sonny Greer1) (Schlagzeug) gehörten zu dem inzwischen auf zehn Musiker aufgestockten Orchester unter anderem so hervorragende Jazz-Musiker wie Johnny Hodges1) (Saxophon) – er ersetzte im Mai 1928 Otto Hardwick, der nach Europa ging, später (1932) aber zu Ellington zurückkehrte, und blieb abgesehen von einer kurzen Periode in den 1950er Jahren dem Orchester bis 1970 treu –,  Cootie Williams1) (Trompete), Freddy Jenkins1) (Trompete), Barney Bigard1) (Klarinette), "Tricky Sam" Nanton1) (Posaune), Fred "Freddy" Guy1) (Banjo), Wellman Braud1) (Bass) und ab 1929 als 2. Posaunist Juan Tizol1) → Wikipedia.
 
 "In den Harlemer Clubs, vor allem durch die regelmäßigen Radioübertragungen aus dem "Cotton Club", erreichte Duke Ellington und seine "Jungle Band" (so der Name beim Label "Brunswick Records"1) wegen des "Jungle Style"1)) nationale Bekanntheit. In dem Club arbeiteten die begabtesten Liederschreiber der Branche – Liedtexterin Dorothy Fields1) oder die Komponisten Jimmy McHugh1) und Harold Arlen1). Das Radio sendete live aus dem Club, die Presse berichtete über das Geschehen." notiert Wikipedia.
Ellington hatte hart gearbeitet, um seine Fertigkeiten als Bandleader, Komponist und Pianist zu verbessern, knüpfte Kontakte zu Produzenten und Schallplattenfirmen und schon bald erschienen erste Platten mit seinem Orchester. Rasch setzte der Erfolg ein, Duke Ellington und seine Band wurden in den USA bekannt, nicht zuletzt wegen zahlreicher Auftritte im nun vielfach genutzten neuen Medium "Rundfunk". Mitte der 1940er Jahre war Ellington auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt und wurde von Kritikern wie Publikum gleichermaßen gefeiert. Die Liste der Erfolgsstücke ist endlos und reicht bis weit in die 1950er Jahre. Titel bzw. Kompositionen wie "Creole Love Call"1) (1928), "The Mooche" (1929; → Wikipedia (englisch)), "Rockin' in Rhythm" (1931;→ Wikipedia (englisch)), "Creole Rhapsody" (1931), "It Don't Mean a Thing if It Ain't Got That Swing"1) (1932), "Sophisticated Lady"1) (1932), "(In My) Solitude"1) (1934), "In A Sentimental Mood"1) (1935), "Caravan"1) (1936), "The Jeep Is Jumpin’"1) (1938),  "Prelude to a Kiss" (1938), "Cotton Tail"1) (1940), "In a Mellow Tone" (1940), "I Got It Bad (and That Ain’t Good)"1) (1941), "I'm Beginning to See the Light"1) (1944) bleiben bis heute unvergessen und schrieben Jazz-Geschichte. Am bekanntesten dürfte wohl sein Titel bzw. die Erkennungsmelodie "Take The 'A' Train"1) (1941) sein, den der Pianist Billy Strayhorn1) (1915 – 1967) komponierte. Strayhorn zählte bis zu seinem Tod 1967 zu den engsten Mitarbeitern Ellingtons und schrieb viele wichtige Stücke für das Orchester. Unter anderem entstand in Zusammenarbeit von Ellington und Strayhorn der Jazz-Standard "Star-Crossed Lovers"1) (1957).
Darüber hinaus schuf Ellington zudem größere Werke und Konzertstücke wie die mehrteilige Orchester-Suite "Black, Brown and Beige"1), die im Jahre 1943 entstand und mehrfach überarbeitet wurde (zuletzt 1969). Sie gilt als sein meist gefeiertes Werk und einer der Meilensteine der Jazzmusik.2) → Übersicht
Diskografie (Auszug) sowie Auswahl der Kompositionen bei Wikipedia (deutsch).
  
Während des 2. Weltkrieges und nach Kriegsende drohte die Band zeitweise auseinander zufallen. Der Musikgeschmack hatte sich gewandelt, der "Bepop"1) Einzug gehalten. Die Zeit der großen Bigbands schien beendet und einige hervorragende Musiker verließen die Formation. Auch die Starrköpfigkeit Duke Ellingtons, weiße Bandmitglieder zu akzeptieren, trug nicht grade zu seiner Popularität bei. Ellington arbeitete ab Ende der 1940er Jahre nach eigenen Aussagen mit Verlust und konnte nur Dank der Einkünfte aus seinen Kompositionen seinen Lebensunterhalt bestreiten. Mitte der 1950er Jahre schaffte er es jedoch, seine Band wieder zu stabilisieren und Anfang Juli 1956 gelang ihm beim "Newport Jazz Festival"1) in Newport1) (Rhode Island1)) ein von Kritikern und Publikum umjubeltes Comeback. Wenige Tage später "entstand das Jazz-Album "Ellington at Newport"1), das, am 9. Juli 1956 aufgenommen, bei "Columbia Records"1) veröffentlicht wurde. 1999 erschien eine erweiterte und überarbeitete Ausgabe des Mitschnitts auf der Grundlage wiederentdeckter Tonbänder des Mitschnitts von "Voice of America"1)." vermerkt Wikipedia. In den späten 1950ern bzw. in den 1960ern erschienen Alben wie "Such Sweet Thunder"1) (1957) mit dem Untertitel "dedicated to the Shakespearean Festival, Stratford, Ontario"1), "Blues in Orbit"1) (1960) oder "Money Jungle"1) (1963), das oft als ein künstlerischer Höhepunkt in der Karriere von Duke Ellington betrachtet wird.2) Das Ende 1963 (bzw. 1973) veröffentlichte Live-Album "The Great Paris Concert"1) enthält Mitschnitte des zwischen dem 1. und 23. Februar 1963 live im Pariser "Olympia"1) aufgenommenen Konzerts, Bei dem Album "Far East  Suite"1) (1967) handelt sich um das letzte klassische Alben-Projekt, an dem Ellington und Billy Strayhorn1) gemeinsam arbeiteten. Als Hommage an den am 31. Mai 1967 mit nur 51 Jahren verstorbenen Strayhorn ist das Album "… And His Mother Called Him Bill"1) zu verstehen, das 1968 vom Label "RCA Victor"1) herausgebracht wurde. In den 1970ern kamen Sudioalben wie "New Orleans Suite" (1970; → Wikipedia (englisch)), "Latin American Suite" (1972; → Wikipedia (englisch)), "This One's for Blanton!" (1973; → Wikipedia (englisch)) oder "Recollections of the Big Band Era" (1974; → Wikipedia (englisch)) auf den Markt. Eine seiner letzten Veröffentlichungen war "Duke's Big 4" (1974;  → Wikipedia (englisch)) sowie posthum das Live-Album "Eastbourne Performance" von seinem Konzert, das er im Dezember 1973 im "Congress Theatre" im britischen Eastbourne1) gab→ Wikipedia (englisch). Nach seinem Ableben wurden bis Mitte der 2010er Jahre posthum noch etliche weitere Alben veröffentlicht → Übersicht Diskografie bei Wikipedia (englisch).
   
Die Jazz-Legende Duke Ellington gehört ohne Zweifel zu den ganz großen Musikern des vergangenen 20. Jahrhunderts. Mit seiner Begabung für Improvisation und der Fähigkeit, die unterschiedlichsten Instrumente in seine Jazz-Arrangements einzubinden, brachte er der Welt den einzigartigen "Ellington"-Sound. Er soll im Laufe seines Lebens mehr als 2.000 Stücke und etwa 30 größere Werke komponiert haben, allerdings wird alleinige Autorenschaft bei den meisten Stücken Ellingtons von vielen Autoren, wie von Lincoln Collier1), angezweifelt.2)
Seit den 1930ern war Ellington zudem an etlichen Kinoproduktionen beteiligt, komponierte die Musik zu Filmen jener Ära oder trat mit seinem Orchester auf. Zu nennen ist unter anderem das von Mitchell Leisen1) in Szene gesetzte Musical  "Murder at the Vanities" (1934, "Das Phantom der Revue") nach der mit kriminalistischen Elementen angereicherten Revue "Earl Carroll's Vanities" von Earl Carroll (1893 – 1948) und dem von Gertrude Michael1) gesungen Titel: "Ebony Rhapsody" → Wikipedia (englisch)). Weiterhin wirke er mit seiner Band beispielsweise in der von Leo McCarey1) mit Mae West gedrehten Komödie "Belle of the Nineties" (1934, "Die Schöne der neunziger Jahre") und unter der Regie von Gus Meins1) in dem musikalischen Streifen "The Hit Parade" (1937) mit, hier kam sein Titel "I've Got to be a Rough Cutter", performed von Ivie Anderson1) zum Einsatz → Wikipedia (englisch). Von Victor Schertzinger1) (Regie) entstand der "Oscar"1)-nominierte Musikfilm "Birth of the Blues"1) (1941), in dem neben den Protagonisten Bing Crosby, Mary Martin1) und Brian Donlevy1) auch Duke  Ellington ebenso wie viele weitere berühmte Musiker auftrat – beispielsweise Ted Lewis1), Louis Armstrong, Tommy und Jimmy Dorsey, Benny Goodman, George Gershwin1) und Paul Whiteman1). Nach dem gleichnamigen Kriminalroman1) von John D. Voelker alias Robert Traver (1903 – 1991) realisierte Otto Preminger1) mit James Stewart als Rechtsanwalt Paul Biegler den Krimi "Anatomie eines Mordes" (1959, "Anatomy of a Murder", in dem Ellington als Klavierspieler "Pie Eye" in Erscheinung trat sowie die Filmmusik schrieb. Hierfür wurde er 1960 mit drei "Grammy Awards"1) ausgezeichnet – in den Kategorien "Best Instrumental Composition"1), "Best Soundtrack Album" und "Best Performance by an Orchestra – for Dancing"1) → Grammy Awards 1960. Nicht zuletzt mit seinen Kompositionen/seiner Filmmusik trug er zum Erfolg des von Martin Ritt mit Paul Newman, Sidney Poitier und Joanne Woodward1) in den Hauptrollen gedrehten Liebesdramas "Paris Blues"1) (1961). Er erhielt, neben einer "Grammy"1)-Nominierung, auch eine "Oscar"1)-Nominierung in der Kategorie "Beste Filmmusik"1), konnte sich jedoch bei der "Oscar-Verleihung 1962"1) nicht gegen Saul Chaplin1), Johnny Green1), Irwin Kostal1) und Sid Ramin1) durchsetzten, welche die begehrte Trophäe für "West Side Story"1) (Kategorie: "Beste Filmmusik eines Musicals") erhielten. Bei der Produktion "
Überfall auf die Queen Mary"1) (1966, "Assault on a Queen")  konnte er einmal mehr mit seiner Musik punkten, in Szene gesetzt von Jack Donohue1) nach dem Roman "Assault on a Queen" von Jack Finney1) mit Frank Sinatra, Virna Lisi1), Anthony Franciosa1) und Alf Kjellin1) in den Hauptrollen. filmdienst.de urteilt: "Fantasievolle Abenteuerunterhaltung mit kriminalistischer Spannung; herausragend die spannungsreiche Big-Band-Musik von Duke Ellington." → Übersicht (Auszug) Filmografie
  
Während seiner 50-jährigen Karriere spielte Duke Ellington bei rund 20.000 Auftritten vor einfachen Leuten ebenso wie vor Mitgliedern der Königshäuser wie vor Königin Elizabeth II.1)  oder dem US-amerikanischen Präsidenten Richard Nixon1). Seine Tourneen führten ihn rund um den Globus, von New York1) nach Neu Delhi1), von Chicago1) nach Kairo1), oder von Los Angeles1) nach London1), und auch in Japan, Australien, Südamerika und der Sowjetunion begeisterte er sein Publikum. Seine erste Europa-Tournee unternahm Duke Ellington bereits im Sommer 1933, die Tournee führte ihn damals sechs Wochen lang durch Großbritannien, weitere Stationen waren die Niederlande und Frankreich; von etlichen seiner Konzerte wurden Live-Alben veröffentlicht.
Zu den zahllosen Ehrungen, die der "Duke" zu Lebzeiten erhielt, zählen unter anderem Ehrendoktorwürden der "Yale University"1) (1967) und der "Howard University"1) (1971, "Doctor of Music"), die Mitgliedschaft (seit 1970) in der angesehenen "American Academy of Arts and Sciences" und der nicht minder berühmten "American Academy of Arts and Letters"1). Mit der "Presidential Medal of Freedom"1), eine der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA, würdigte man 1969 sein Lebenswerk ebenso wie 1971 mit seiner Aufnahme als erstes Jazz-Mitglied in die schwedischen "Königliche Musikhochschule Stockholm". Im selben Jahr nahm man ihn in die "Songwriters Hall of Fame"1) auf. Anfang Juli 1973 erwies man ihm in Frankreich mit dem Orden der "Ehrenlegion"1) f"L'ordre national de la Légion d'Honneur") eine weitere hohe Anerkennung, unterstrich damit Ellingtons Beitrag zur Musik bzw. seine Bedeutung als einer der wichtigsten Jazz-Musiker. Neben etlichen "Grammy Awards"1) für seine Werke honorierte man am 15. März 1966 bei der "Grammy"-Verleihung1) sein Lebenswerk mit dem "Lifetime Achievement Awards", außerdem zeichnete man sein Album "Ellington '66" in der Kategorie "Beste Jazz-Instrumentaldarbietung" aus → Wikipedia (englisch). Bereits am 8. Februar 1960 widmete man ihm einen "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) (Adr.: 6535 Hollywood Blvd.) in der Kategorie "Musikaufnahmen"1) ("Recording").
   
Edward Kennedy 'Duke' Ellington starb am 24. Mai 1974, knapp einen Monat nach seinem 75. Geburtstag, in einem New Yorker1) Krankenhaus an den Folgen einer Lungenentzündung bzw. seiner Lungenkrebserkrankung, die 1972 diagnostiziert worden war. Noch bis kurz vor seinem Tod gab er Konzerte. Nach einer bewegenden Trauerfeier in der "Cathedral of St. John the Divine"1) fand die Jazz-Legende die letzte Ruhe auf dem "Woodlawn Cemetery"1) im New Yorker Stadtteil Bronx1) → Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Die Ehe mit Edna Thompson soll schon nach einigen Jahren gescheitert sein und das Paar trennte sich, eine offizielle Scheidung fand nie statt. Ende der 1920er Jahre wurde die "Cotton Club"1)-Tänzerin Mildred Dixon (1904 – 2001; → Wikipedia (englisch)) Ellingtons langjährige Lebensgefährtin. Nach rund zehn Jahren gingen beide eigene Wege bzw. Ellington neue Beziehungen ein, unter anderem lebte er dreißig Jahre lang in New York mit Beatrice "Evie" Ellis (1912 – 1976) zusammen, die im "Cotton Club" als Show-Girl arbeitete.
Sein einziger Sohn Mercer Kennedy Ellington1) (* 11.03.1919) machte sich als Jazztrompeter, Komponist und Arrangeur einen Namen. Nach dem Tode seines Vaters übernahm er die Leitung des "Duke Ellington Orchestra" und ging mit diesem auf Europa-Tournee (1975, 1977). Er starb am 8. Februar 1996, kurz vor seinem 77. Geburtstag, in Kopenhagen1) an den Folgen eines Herzinfarktes.
 
Posthum erfuhr die Jazz-Legende weitere, zahlreiche Ehrungen, seit Mitte der 1970er Jahre fanden rund zehn seiner Werke Aufnahme in die "Grammy Hall of Fame"1) – so unter anderem der von Ellington und seinem Orchester als Erkennungsmelodie verwendete Jazz-Standard "Take the "A" Train"1) (1976), die Orchester-Suite "Black, Brown and Beige"1) (1990), seine mit Bubber Miley1) geschriebene Komposition "Black and Tan Fantasy" (1990), die Alben "Far East Suite"1) (1999) und "Ellington at Newport"1) (2004), seine berühmte Nummer "It Don't Mean a Thing (If It Ain’t Got That Swing)" (2008) aus dem Jahre  1931, die Single "Caravan"1) (2009) sowie in jüngerer Zeit die Kompositionen "Don’t Get Around Much Anymore" (2010) und "Do Nothing till You Hear from Me"1) (2011).
1976 wurde das Haus, in dem Duke Ellington von 1939 bis 1961 wohnte, in das "National Register of Historic Places" aufgenommen. Es befindet sich in Sugar Hill1), einem Teil von Harlem1) (935 Saint Nicholas Avenue1)); Ellington Wohnung war das Appartement 4A. Das Gebäude trägt heute die Bezeichnung "Duke Ellington House" → Foto bei Wikimedia Commons. Außerdem erhielt ein Teil der 106. Straße in Manhattan1) 1977 den Namen "Duke Ellington Boulevard ". Im New Yorker "Central Park"1) erinnert an der Kreuzung von "Fifth Avenue"1) und "110th Street" seit 1997 ein vom Bildhauer Robert Graham1) (1938 – 2008) geschaffenes ein Denkmal an den Ausnahme-Musiker. Seit 1992 ist er in der "Oklahoma Jazz Hall of Fame" in Tulsa1) (Oklahoma1)) vertreten, seit 2004 in der "Nesuhi Ertegün Jazz Hall of Fame", die zu Ehren des Jazz-Produzenten Nesuhi Ertegün1) (1917 – 1989) von dessen Bruder Bruder Ahmet sowie Ertegüns Ehefrau Mica im  New Yorker "Lincoln Center"1) begründet wurde. Ellingtons schriftlicher Nachlass befindet sich im Museum der "Smithsonian Institution"1) in Washington D. C.1), seine Tapes vermachte er einem dänischen Radiosender.2)
Erwähnenswert ist, dass Stevie Wonder1) mit seinem Lied "Sir Duke"1) eine Hommage an Duke Ellington schrieb bzw. sang. Es erschien auf dem Ende September 1976 veröffentlichtem Album "Songs in the Key of Life"1), die Single-Auskopplung erreichte 1977 die Spitze der US-Pop-Charts1) und die "Top Ten" in einigen europäischen Ländern.
  
Etliche Autoren befassten sich mit dem Leben und der Karriere des Jahrhundert-Künstlers, so kam unter anderem von dem mit Duke Ellington befreundeten britischen Jazz-Journalisten/Historiker Stanley Dance1) (1910 – 1999) das Buch "The World of Duke Ellington" (1981) auf den Markt. Für die Biografie "Duke Ellington in Person" (1978), die er gemeinsam mit Ellingtons Sohn Mercer Ellington1) verfasste, erhielt er 1979 den "ASCAP Deems Taylor Award". Von James Lincoln Collier1) erschien die Biografie "Duke Ellington" (1987) mit dem deutschen Titel "Duke Ellington. Genius des Jazz", 1998 in englischer Sprache von Andrea Davis Pinkney (→ Wikipedia (englisch)) das Buch "Duke Ellington: The Piano Prince and His Orchestra" mit Illustrationen von Brian Pinkney. Ein Jahr später wurde zum 100. Geburtstag des "Duke" vom Verlag "Music Sales" 1999 das Werk "The Essential Duke Ellington" publiziert. Von dem britischen Jazz-Publizisten Ken Vail1) (1939 – 2013) stammt das zweibändige Werk "Duke's Diary: The Life of Duke Ellington, 1927–1950" aus dem Jahre  2002, in dem in Form eines Tagebuchs das Leben des großen Musikers zwischen 1927 und 1950 aufgezeigt wird; zahlreiche Fotos dokumentieren darüber hinaus die Stationen der Jazz-Legende.
Duke Ellington selbst veröffentlichte 1973 in Zusammenarbeit mit Stanley Dance1) seine Memoiren unter dem Titel "Music is My Mistress" (dt. etwa "Musik ist meine Geliebte") → mehr Literatur bei Wikipedia.
Siehe auch Wikipedia (deutsch; miz Diskografie (Auszug) / Kompositionen (Auszug)),
Wikipedia (englisch); mit Diskografie)
www.cosmopolis.ch, www.laut.de
Filmografie bei der Internet Movie Database
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 09.01.2011/15.01.2026)
   
Filme (Auszug)
Kinofilme  / Filmmusik
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Fremde Links: Wikipedia; R = Regie)
Kinofilme (mit dem "Duke Ellington Orchestra", wenn nicht anders vermerkt) Filmmusik (Auszug)
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