Auszeichnungen (Auszug)
Bob Dylan wurde am 24. Mai 1941 als Robert Allen Zimmerman in Duluth1) (Minnesota1)) geboren; im Februar 1946 erblickte sein jüngerer Bruder David Benjamin das Licht der Welt. Der älteste Sohn des Abraham "Abe" Zimmerman (1911 – 1968), Nachfahre ukrainisch-jüdischer Immigranten, und dessen Frau Beatrice "Beatty" Stone (1915 – 2000) verbrachte seine Kindheit in der kleinen Bergarbeiterstadt Hibbing1) (Minnesota1)), wohin die Familie nach der krankheitsbedingten Entlassung des Vaters gezogen war – er war leitender Angestellter bei der "American Oil Company"1) gewesen und litt nun an Poliomyelitis1) (Kinderlähmung). Mit der Geburt des zweiten Sohnes David Benjamin (* 1946) geriet die Familie in wirtschaftliche Schwierigkeiten und zog daher zu den Großeltern mütterlicherseits."Der Vater stieg nach seiner Genesung in den Elektro- und Haushaltswarenladen seiner beiden Brüder ein. Wenn die Kunden ihre Schulden nicht begleichen konnten, übertrug Abraham seinem ältesten Sohn gelegentlich die ungeliebte Aufgabe, die Ware wieder zurückzuholen." notiert Wikipedia.
Als Teenager entdeckte Robert seine Vorliebe für Country- und Rhythm und Blues1), brachte sich bereits als Zehnjähriger unter Anleitung eines Cousins selbst das Klavierspielen bei, wechselte dann später zur Gitarre und gründete verschiedene Schülerbands. Nach einem abgebrochenen Kunststudiengang mit Hauptfach Musik an der "University of Minnesota"1) in Saint Paul1) zog er durch Minnesota, Wisconsin1) und Illinois1), kam schließlich Ende Januar 1961 nach New York City1). Er begann dort in Folk-Clubs des New Yorker Stadtteils Greenwich Village1) zu spielen, der sich zu einem Anlaufpunkt für Künstler entwickelt hatte. Neben Joan Baez avancierte er bald zum Kopf der "Folk-Rock"1)-Bewegung und erhielt schon ein Jahr später Ende Oktober 1961 einen Plattenvertrag von "Columbia Records"1) und spielte im November 1961 sein Debüt-Album "Bob Dylan"1) ein, das neben zwei Eigenkompositionen überwiegend aus Traditionals1) bestand – inspiriert von dem walisischen Poeten Dylan Thomas1) (1914 – 1953) nannte er sich nun "Bob Dylan".
Seine Wahl fiel auf "Dylan", eine Entscheidung, zu der er sich im Laufe seiner Karriere unterschiedlich geäußert hat. So will er sich nach der Figur des "Marshals Matt Dillon" aus der damals populären Fernsehserie "Gunsmoke" (in Deutschland: "Rauchende Colts") benannt haben, aber um sich von ihr stärker abzusetzen, habe er den Namen mit veränderter Schreibweise übernommen. Eine bekanntere und wahrscheinlichere Möglichkeit ist aber, dass sich der Name an den Dichter Dylan Thomas anlehnt. Er bewunderte diesen und besaß einige seiner Bücher. Er selbst hat auch schon behauptet, der Name sei ihm einfach so eingefallen.2)

Bob Dylan Ende Juni 2010 beim "Azkena Rock Festival"
im baskischen Vitoria-Gasteiz1)
Urheber: Alberto Cabello; Lizenz: CC BY 2.0 
Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com

Bob Dylan Ende Juni 2010 beim "Azkena Rock Festival"; Urheber: Alberto Cabello; Lizenz: CC BY 2.0; Quelle: Wikimedia Commons von www.flickr.com
Joan Baez und Bob Dylan am 28. August 1963 beim legendären "Civil Rights March"; Urheber: Rowland Scherman; Quelle: Wikimedia Commons von NAID (ID 542021); Lizenz: gemeinfrei Zu der Zeit noch relativ unbekannt,  trat er, ebenso wie die gefeierten Sängerin Joan Baez, beim "Monterey Folk Festival"1) in Kalifornien auf. Doch bereits Dylans zweites Album mit dem Titel "The Freewheelin' Bob Dylan"1) entwickelte sich 1963 zu einem riesigen Erfolg, mit dem Song "Blowin' In The Wind"1) wurde er über New York hinaus bekannt und zur dominierenden Figur der Rock und Pop-Szene sowie zur Symbolfigur der Protestbewegung der 1960er Jahre.
 
Joan Baez und Bob Dylan am 28. August 1963
beim legendären "Civil Rights March"1)
Urheber: Rowland Scherman (→ Wikipedia (englisch))
Quelle: Wikimedia Commons von NAID (ID 542021)
Angaben zur Lizenz (gemeinfrei) siehe hier
Ab Mitte der 1960er Jahre tendierten seine sozialkritischen Lieder, die sich unter anderem mit Drogen und dem Aufbruch der Jugend beschäftigten, vermehrt zum lauten "Rock" und mit Titeln wie "The Times They Are a-Changin'"1) (1963, 3. Studio-Album), "Mr. Tambourine Man"1) und "It's All Over Now Baby Blue"1) (1965, aus dem 5. Album "Bringing It All Back Home"1)), "Like A Rolling Stone"1) (1965, aus dem 6. Album "Highway 61 Revisited"1)) oder "Rainy Day Women"1) (1966, aus dem 7. Studio-Album "Blonde on Blonde"1)) beeinflusste Bob Dylan eine Vielzahl von Musikern, Sängern und Textern; seine Lieder wurden tausendfach nachgesungen.Erstmals 1965 schloss Bob Dylan auf dem "Newport Folk Festival"1) seine Gitarre an einen Verstärker an und gab damit das Signal zum Übergang vom Folksong1) zum Rock1).
Im Sommer 1966 zog sich der sensible und introvertierte Künstler nach einem schweren, bis heute ungeklärtem Motorradunfall für zwei Jahre vollkommen aus der Öffentlichkeit zurück, lebte mit seiner Familie in Bearsville1) in der Nähe von Woodstock1) (New York1)), schrieb neue Songs und viele seiner Kompositionen wurden durch andere Interpreten zu Hits gemacht; so beispielsweise "Mighty Quinn"1) der Gruppe von Manfred Mann1).
In den 1970er Jahren wurde es ein wenig stiller um den Künstler und erst Mitte des Jahrzehnts konnte er mit den Studioalben "Planet Waves"1) (1974), "Blood on the Tracks"1) (1975) und "Desire"1) (1976) noch einmal drei Nr.1-Hits in den Album-Charts landen. Seine Hinwendung zu den "Wiedergeborenen Christen" Ende der 1970er Jahren machte sich auch in seinen Liedern bemerkbar. Er veröffentlichte 1979 und 1981 drei Alben, die aus religiösem Gesang und Gospel1)-Begleitung bestanden, für den Song "You Gotta Serve Somebody" (1979, aus dem Album "Slow Train Coming"1)) erhielt er bei den "Grammy Awards 1980" einen "Grammy Award" in der Kategorie "Beste männliche Gesangsdarbietung – Rock". Erst in den späten 1980er Jahren behandelten seine Lieder dann wieder vermehrt weltliche Themen und 1988 startete er die weltweite "Never Ending Tour" (→ Wikipedia (englisch)), bei der er zwar nicht mehr die ganz großen Arenen füllte, seine Fans jedoch nach wie vor begeisterte. Im Jahre 2001 veröffentlichte seine Plattenfirma "Columbia Records"1) anlässlich Dylans 60. Geburtstag das Album "Live 1961 – 2000"; enthalten sind elf seltene Konzertmitschnitte aus diesen Jahren → Wikipedia (englisch).
  
Im August 2006 erschien mit Dylans 32. Studioalbum "Modern Times"1) erstmals seit 1976 wieder eine Veröffentlichung, die ihn an die Spitze der US-Charts katapultierte. Ein solcher Erfolg, nach drei Jahrzehnten erneut Platz 1 der US-Hitparade zu erobern, war zuvor noch keinem lebenden Musiker gelungen. Ende Juni 2007 kündigte Bob Dylan an, ein endgültiges "Best-of-Album" mit dem Titel "DYLAN" zu veröffentlichen. Das Album kam am 1. Oktober 2007 weltweit in den Handel und erschien in zwei Versionen (→ Wikipedia (englisch)). Eine Ausgabe enthält 18 der erfolgreichsten Dylan-Songs, die "Highlight Deluxe Edition" beinhaltet 51 Tracks auf 3 CDs sowie viel Zubehör. Ein neues Studioalbum mit dem Titel "Together Through Life"1) erschien am 28. April 2009. Am 13. Oktober 2009 wurde ein weiteres Studioalbum veröffentlicht. Es trägt den Titel "Christmas In The Heart" (→ Wikipedia (englisch)) und enthält Weihnachtsklassiker wie "Little Drummer Boy"1) oder "Winter Wonderland"1). Die Erlöse aus dem Verkauf der CD gingen als Spende an das "Welternährungsprogramm"1) und die Organisation "Crisis UK". Diese verteilen in der Weihnachtswoche rund 15.000 Mahlzeiten an Obdachlose. Am 7. September 2012 erschien ein neues Studioalbum mit dem Titel "Tempest"1). Im Sommer 2011 kam Dylan für einige Auftritte nach Europa, ebenso im Herbst 2013. Am 23. November 2014 gab Dylan im Zuge einer Erforschung, wie ein Konzert, das für große Menschenmengen gedacht ist, auf eine einzelne Person wirkt, in der "Academy of Music"1) in Philadelphia1) eine private Vorstellung für den schwedischen Fernsehstar Frederik Wikingsson (→ Wikipedia (englisch)). Im Februar 2015 erfolgte die Veröffentlichung des 36. Studioalbums "Shadows in the Night"1) – ein Konzeptalbum mit Neuinterpretationen bekannter Sinatra-Stücke aus den 1950ern.2) → www.zeit.de Das Album wurde im Rahmen der Europa-Tournee auch in Deutschland live vorgestellt, das erste Konzert spielte Dylan begleitet von seiner Fünf-Mann-Band am 20. Juni 2015 in Mainz, gefolgt von Konzerten in Tübingen (21.06.2015), Bamberg (23.06.2015) und Lörrach (16.07.2015)
2016 und 2017 folgten mit "Fallen Angels" (→ Wikipedia (englisch)) und "Triplicate" (→ Wikipedia (englisch)), deutschlandfunkkultur.de) weitere Studioalben. Im Unterschied zu bisherigen Studioveröffentlichungen fokussierten die drei letztgenannten Alben fast ausschließlich auf Stücke aus dem "Great American Songbook"1) beziehungsweise von Frank Sinatra. Dylans Hinwendung zu der US-amerikanischen Unterhaltungsmusik vor Entstehung des "Rock ’n’ Roll"1) wurde teils zustimmend, teils jedoch auch skeptisch bewertet. Maik Brüggemeyer1) etwa schrieb, dass die Hinwendung zu der Vor-Rock’n’Roll-Ikone Sinatra auf viele seiner Fans befremdlich wirken müsse. Offensichtlich jedoch meine Dylan es ernst. Gesanglich habe er sich in der Zwischenzeit ebenfalls ganz auf dieses Repertoire eingestellt und zelebriere zwischenzeitlich auch seine Konzerte im Crooner1)-Stil1).2) Mit "Rough and Rowdy Ways"1) (2020), das nach längerer Zeit wieder selbstgeschriebene Songs enthielt, und  "Shadow Kingdom" (2023, → Wikipedia (englisch)) veröffentlichte seine (vorerst) letzten Studioalben. Das Live-Album "The 1974 Live Recordings" mit dem Untertitel "The Missing Songs from Before the Flood" erschien im September 2024.
    
Im Verlaufe seiner Karriere erhielt der "Shakespeare des 20. Jahrhunderts", wie Bob Dylan von vielen bezeichnet wird, unzählige Ehrungen und Auszeichnungen; unter anderem wurde ihm 1970 von der "Princeton University"1) die Ehrendoktorwürde verliehen, diesen Ehrengrad verlieh ihm zudem am 23. Juni 2004 die schottische "University of St Andrews"1), welche ihn als "Ikone des 20. Jahrhunderts" würdigte. 1990 erhielt er mit dem "Ordre des Arts et des Lettres"1) die höchste französische Kulturauszeichnung. Bereits 1988 wurde er in die "Rock and Roll Hall of Fame"1) aufgenommen, am 20. Februar 1991 ehrte man ihn im Rahmen der Verleihung der "Grammy Awards"1) mit dem "Lifetime Achievement Award"1) für sein Lebenswerk. Darüber hinaus gewann er, neben zahllosen Nominierungen, insgesamt zehn "Grammys" – unter anderem am 1. März 1995 in der Kategorie "Folk" ("Bestes traditionelles Folkalbum"/"Best Traditional Folk Album") für "World Gone Wrong"1), am 25. Februar 1998 in den Kategorien "Album des Jahres"1) ("Time Out Of Mind"1)), "Beste männliche Gesangsdarbietung – Rock"1) ("Cold Irons Bound", → Wikipedia (englisch)) – bereits bei der ersten Vergabe dieser Kategorie hatte er 1980 den Preis für "Gotta Serve Somebody" (→ Wikipedia (englisch)) gewonnen – sowie am 11. Februar 2007 in den Kategorien "Beste Solo-Gesangsdarbietung – Rock"1) ("Someday Baby" → Wikipedia (englisch)) und "Bestes zeitgenössisches Folk/Americana-Album"1) ("Modern Times"1)). In der "Grammy Hall of Fame"1), eine von der US-amerikanischen "Recording Academy"1) in Los Angeles1) vergebene Auszeichnung, die Lieder und Musikalben von dauerhafter qualitativer oder historischer Bedeutung würdigt, ist Dylan mehrfach vertreten, unter anderem seit 1994 für den Folksong "Blowin’ in the Wind"1) (1963), seit 1999 für das 7. Studioalbum "Blonde on Blonde"1) (1966), seit 2006 für das 5. Studioalbum "Bringing It All Back Home"1) (1965), seit 2015 für sein 15. Studioalbum "Blood on the Tracks"1) (1975) und gemeinsam mit der Formation "The Band"1) seit 2016 für das Album "The Basement Tapes"1).
Außerdem wurde der Künstler wiederholt für den "Literatur-Nobelpreis" vorgeschlagen. Am 8. April 2008 erfolgte die Bekanntgabe, dass der "Pulitzer1)-Sonderpreis" ("Pulitzer Special Citation") an Bob Dylan vergeben werde, als Begründung wurden unter anderem seine "lyrischen Kompositionen von außerordentlicher poetischer Ausdruckskraft" genannt. 2001 gewann er mit dem Stück "Things Have Changed"1) aus der von Curtis Hanson1) gedrehten Tragikomödie "Wonder Boys"1) sowohl einen "Golden Globe Award"1) als auch einen "Oscar"1) jeweils in der Kategorie "Besten Filmsong". 2009 folgte mit der "National Medal of Arts"1), in Abwesenheit Dylans verliehen vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama,1) eine weitere hohe Würdigung seines künstlerischen Schaffens. Am 29. Mai 2012 nahm Dylan dann mit der "US-Freiheitsmedaille"1) ("Presidential Medal Of Freedom") aus der Hand Obamas persönlich die höchste zivile Auszeichnung der USA entgegen.

Präsident Barack Obama zeichnet Bob Dylan
am 29.05.2012 mit der "Medal of Freedom" aus
(Ausschnitt des Originalfotos)
Urheber: Bill Ingalls/NASA1) → ingallsimages.com
Lizenz: gemeinfrei; weitere Angaben siehe hier
Quelle Wikimedia Commons

Präsident Barack Obama zeichnet Bob Dylan am 29.05.2012 mit der "Medal of Freedom" aus (Ausschnitt des Originalfotos); Urheber: Bill Ingalls/NASA1); Lizenz: gemeinfrei; Quelle Wikimedia Commons
2013 wurde Dylan als Ehrenmitglied auf Lebenszeit in die "American Academy of Arts and Letters"1) aufgenommen. Am 25. Mai 2013 nahm ihn die Frühjahrs-Mitgliederversammlung der Berliner "Akademie der Künste"1) als neues Mitglied in die "Sektion Film- und Medienkunst" auf. Im November 2013 erhielt Dylan den französischen Orden der "Ehrenlegion"1) trotz der Ablehnung des Großkanzlers des Ordens, Jean-Louis Georgelin1). Bei der Verleihung lobte Kulturministerin Aurélie Filippetti1) ihn als einzigartige Verkörperung der "subversiven Kraft der Kultur, die die Menschen und die Welt verändern kann". Die "Schwedische Akademie"1) gab am 13. Oktober 2016 ihre Entscheidung bekannt, Bob Dylan als erstem Singer-Songwriter den "Nobelpreis für Literatur"1) "für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition" zu verleihen. Auch eine Woche nach Bekanntgabe der Auszeichnung gelang es der Nobelpreisakademie nicht, mit Bob Dylan in Kontakt zu treten. Zwei Wochen nach Bekanntgabe der Verleihung gab Dylan an, der Preis sei eine Ehre. Er werde ihn, wenn möglich, selbst in Empfang nehmen. Am 16. November sagte er seine Teilnahme an der Zeremonie der Preisverleihung am 10. Dezember ab, stellvertretend nahm die Künstlerin Patti Smith1) für Bob Dylan in Stockholm den "Nobelpreis" entgegen. Dylan ist nach George Bernard Shaw1) der zweite Mensch, der einen "Nobelpreis" und einen "Oscar" erhielt. Das Magazin "Rolling Stone"1) listete Dylan 2010 auf Rang zwei der "100 größten Musiker"1) (vor ihm sind nur die "Beatles"1) als Gruppe platziert), auf Rang sieben der "100 größten Sänger" und 2015 auf Rang eins der "100 größten Songwriter aller Zeiten".2)  → Ehrungen und Auszeichnungen bei Wikipedia (deutsch) sowie Wikipedia (englisch).
   
Neben Auftritten in zahlreichen TV-Shows wirkte Bob Dylan zudem bei einigen Kinoproduktionen mit, so in dem von D. A. Pennebaker1) gedrehten Dokumentarfilm "Dont Look Back"1) (1967), der ihn während seiner Großbritannien-Tournee im Jahre 1965 zeigt. In dem von Sam Peckinpah1) nach einem Drehbuch von Rudy Wurlitzer1) in Szene gesetzten Spätwestern "Pat Garret And Billy The Kid"1) (1973, "Pat Garrett jagt Billy the Kid") mit James Coburn (Sheriff Pat Garrett1)) und Kris Kristofferson1) (Revolverheld Billy the Kid1)) in den Titelrollen schrieb er die Musik/Songs zu den Film und übernahm den Part des jungen "Alias", der Billy vor drei Kopfgeldjägern rettet und dessen Begleiter wird. Gemeinsam mit seiner ersten Ehefrau Sara1) trat er in dem mit einigen Spielszenen durchsetzten Biopic bzw. in dem rund vierstündigen Selbstporträt "Renaldo and Clara"3) (1978) in Erscheinung, bei dem er auch Regie führte → Wikipedia (englisch). Unter der Regie von Richard Marquand1) stellte er als Partner der Sängerin Fiona1) in dem musikalischen Drama "Hearts of Fire"3) (1987) den Musiker Billy Parker dar. Der Streifen diente im Wesentlichen dazu, Dylans Erfolg als Rock-Musiker zu untermauern, erhielt jedoch überwiegend schlechte Kritiken und wurde nur in wenigen Kinos gezeigt → Wikipedia (englisch). Mit der eher kleinen Nebenrolle eines Künstlers tauchte er in dem von (Regie) und mit Dennis Hopper1) sowie Jodie Foster1) gedrehten  Thriller "Catchfire"1) (1990) auf,  den Protagonisten bzw. den heruntergekommenen Sänger Jack Fate gab er in Larry Charles'1) Spielfilmdebüt "Masked and Anonymous"1) (2003), auch hier hatte er wieder die Musik abgeliefert. filmdienst.de urteilt: "Rätselhafter Film, in dem der Sänger Bob Dylan ein resigniertes Resümee zieht und angesichts der allgemeinen Verlogenheit alle Werte und Überzeugungen in Frage stellt. Der unfertig wirkende, teilweise absurde Film bezieht einen Teil seiner Wirkung aus den neu arrangierten Liedern Dylans sowie Gastauftritten vieler mitunter bis zur Unkenntlichkeit verkleideter Stars."
Für das Fernsehen entstand der von Martin Scorsese1) realisierte, zweiteilige Dokumentarfilm "No Direction Home – Bob Dylan"1) (2005), der sich mit den Anfängen von Dylans Karriere in den Jahren 1961 bis 1966 bzw. dem Aufstieg eines unbekannten Sängers zu einem der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts beschäftigt → Filmografie bei Wikipedia.
   
Die Musiker-Legende Bob Dylan machte sich auch als Autor einen Namen und schrieb eine Reihe von Büchern. Anfang der 1970er Jahre veröffentlichte er sein Erstlingswerk "Tarantula", das 1971 Platz sieben in der Bestsellerliste des "TIME"1)-Magazins erreichte  → Wikipedia (englisch). 1973 kam mit "Writings and Drawings" eine Sammlung von Liedtexten und eigenen Zeichnungen auf den Markt (→ Wikipedia (englisch), außerdem publizierte er unter anderem "The Songs of Bob Dylan 1966–1975", "Lyrics 1962–1985" sowie "Lyrics 1962–2002". Seine Erinnerungen nannte er "Chronicles: Volume One" (2004), in der die Rock-Legende etwas mehr als bisher über sich erzählt. Das Buch "The Philosophy of Modern Song" mit Statements/Essays zu 66 Liedern anderer Künstler kam Anfang November 2022 auf den Markt → Wikipedia (englisch).
Außer als Musiker und Poet arbeitet Bob Dylan auch als Zeichner und Maler. Während seiner Reisen durch die USA, Mexiko, Europa und Asien fertigte Bob Dylan Zeichnungen vorwiegend in Bleistift und Kohle an. Erste Schwarz-Weiß-Zeichnungen wurden 1994 unter dem Titel "Drawn Blank" veröffentlicht. Im August 2007 wurde bekannt, dass Bob Dylan diese Zeichnungen in einem aufwändigen Verfahren koloriert habe. Ausschlaggebend für diese künstlerische Umsetzung war das Interesse der "Kunstsammlungen Chemnitz"1), welche dieses außermusikalische Werk Dylans mit seiner ersten Kunstausstellung "The Drawn Blank Series – Aquarelle und Gouachen" zwischen Oktober 2007 und Februar 2008 würdigen wollte. In dieser Ausstellung wurden 170 Aquarelle und Gouachen1) gezeigt. Wegen des großen Erfolges wurde die Ausstellung bis Ostern 2008 verlängert.2) → Wikipedia
 
Bob Dylan war in erster Ehe vom 22. November 1965 bis 29. Juni 1977 mit dem Fotomodel Sara Lowndes1) verheiratet. Aus der Verbindung gingen die Söhne Jesse Byron (* 1966), Samuel Isaac Abraham (* 1968) und Jakob Luke (* 1969) sowie Tochter Anna Lea (* 1967) hervor; Dylon adoptierte auch die aus Sara Lowndes' früheren Ehe stammende Tochter Maria (* 1961). Der älteste Sohn Jesse Dylan1) arbeitet als Filmregisseur, sein jüngerer Bruder Jakob Dylan1) ist inzwischen ebenfalls ein erfolgreicher Sänger und Songschreiber. Am 4. Juni 1986 heiratete Bob Dylan die US-amerikanische Sängern Carolyn Dennis4), die als seine langjährige Background-Sängerin gearbeitet hatte. Im Oktober 1992 erfolgte die Scheidung. Aus dieser Ehe stammt Tochter Desiree Gabrielle Dennis-Dylan, die bereits am 31. Januar 1986 geboren worden war.
 
Etliche Autoren beschäftig(t)en sich auch im deutschsprachigen Raum mit dem Ausnahmemusiker Bob Dylan. Christof Graf publizierte 1999 die zweisprachige Ausgabe "Bob Dylan. Man on the Road. The Never Ending Tour 1988-1999" und im März 2001 wurde von dem Journalisten Willi Winkler1) die reich bebilderte Biografie "Bob Dylan. Ein Leben" veröffentlicht. Zum 60. Geburtstag des Künstlers kam 2001 von Günter Amendt1) das Werk "Back to the Sixties" in den Verkauf, der bereits 1991 das Buch "The Never Ending Tour" über Dylan herausbrachte. Der Literaturwissenschaftler Heinrich Detering1) verfasste die um eine Literaturliste und eine Diskographie angereicherte Biografie "Bob Dylan" (2016) und das Werk "Die Stimmen aus der Unterwelt. Bob Dylans Mysterienspiele" (2016; → deutschlandfunk.de) → mehr Literatur bei Wikipedia.
Auch filmisch wurde das Leben Dylons beleuchtet, am 4. September 2007 feierte das Biopic "I'm Not There"1) von Regisseur Todd Haynes1) bei den "Internationalen Filmfestspielen von Venedig"1) Premiere. Das Portrait präsentiert in sechs verschiedenen Handlungssträngen Figuren, anhand derer Facetten aus dem Leben von Bob Dylan dargestellt werden. Die Episoden wandeln zwischen realen, verbürgten Szenen und philosophischen, abstrakten Metabetrachtungen.2) Bob Dylan selbst spielte in diesem Film nicht mit, sondern wurde von verschiedenen Schauspielern/Schauspielerinnen verkörpert, so von Christian Bale1), Richard Gere, Cate Blanchett1), Ben Whishaw1), Marcus Carl Franklin4) und Heath Ledger1). Cate Blanchett erhielt für ihre Gestaltung des Bob Dylan den "Coppa Volpi"1). James Mangold1) inszenierte das Biopic "Like a Complete Unknown"1) (2024, OT: "A Complete Unknown"), basierend auf dem Sachbuch "Dylan Goes Electric!" von Elijah Wald1) mit Timothée Chalamet1) als Bob Dylan und thematisiert Dylans Beginn der Karriere in den 1960er Jahren sowie dessen Wandel vom Folk- zum Rockmusiker.
 
Am 24. Mai 2011 feierte der "rastlos und geniale" Altmeister des Rock (so die "Rheinische Post") seinen 70. Geburtstag. Die "Süddeutsche Zeitung" notierte unter anderem "Seine Musik ist der Soundtrack einer ganzen Generation. Dabei bestehen seine Songs vor allem aus ungelösten Rätseln – aber vielleicht liegt gerade darin das Geheimnis seines Erfolgs." DIE ZEIT widmete dem "ewigen Avantgardisten" ebenfalls einen Artikel zu diesem runden Geburtstag → mehr bei www.zeit.de. Zehn Jahre später gratulierte auch der "Deutschlandfunk"1) dem "Großmeister" im Mai 2021 zum 80. Geburtstag und meinte, kaum jemand habe "die Pop- und Rockmusik so beeinflusst wie Bob Dylan. Der Songpoet hat ein überragendes Werk geschaffen und sich im Laufe einer sechs Jahrzehnte dauernden Karriere immer wieder neu erfunden." → deutschlandfunkkultur.de. Und bei www.br-klassik.de hieß es: "Die einen können seine Stimme nicht ertragen, die anderen halten sie für die schönste von allen. Doch der Kreis seiner Fans umfasst die ganze Welt. Und seine Schaffenskraft ist offenbar unerschöpflich. Bob Dylan, der große Singer-Songwriter und näselnd-unverwechselbare Sänger, wird am 24. Mai (2021) 80 Jahre alt." 
Mehr Informationen zu dem charismatischen Künstler gibt es bei www.bobdylan.com (englischsprachig) 
Siehe auch die umfangreiche Seite bei Wikipedia (deutsch; mit Diskografie)
Wikipedia (englisch), www.laut.de sowie verschiedene Artikel bei spiegel.de
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia (deutsch), 3) filmdienst.de, 4) Wikipedia (englisch)

Stand Januar 2026

Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 13.09.2011/05.09.2015)/01.12.2016/14.91.2026)
Lizenz Foto Joan Baez/Bob Dylan von NAID (ID 542021): Diese Datei wurde "Wikimedia Commons" von der "National Archives and Records Administration" (NAID) im Zuge eines Kooperationsprojektes zur Verfügung gestellt. Die "National Archives and Records Administration" hat gemeinfreie und freilizenzierte Bilder der amerikanischen Geschichte und der Weltgeschichte bereitgestellt.
Lizenz Foto Bob Dylan/Barack Obama (Urheber: Bill Ingalls/NASA): Diese Datei ist gemeinfrei (public domain), da sie von der NASA erstellt worden ist. Die NASA-Urheberrechtsrichtlinie besagt, dass "NASA-Material nicht durch Urheberrecht geschützt ist, wenn es nicht anders angegeben ist". (→ NASA-Urheberrechtsrichtlinie-Seite oder JPL Image Use Policy)
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