Neil Diamond (Neil Leslie Diamond) wurde am 24. Januar 1941 im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn1) als Sohn eines polnisch-russischen Einwanderer-Ehepaares jüdischen Glaubens geboren. Sein Vater Akeeba "Kieve" Diamond (1917 – 1985) betrieb, unterstützt von Mutter Rose (1918 – 2019), einen kleinen Kurzwarenladen; bereits als Schüler musste er meist im Laden seines Vaters aushelfen.
Anfangs besuchte er zwei Jahre lang die "Erasmus Hall High School" im Brooklyner Stadtteil Flatbush1) – eine seiner Mitschülerinnen war Barbra Streisand –, als die Familie 1956 in den Stadtteil "Brighton Beach"1) zog, ging er auf die dortige "Abraham Lincoln High School"; mit 16 Jahren bekam er seine erste Gitarre. Diamond versuchte sich schon früh als Songschreiber – er eiferte seinem Idol, dem berühmten Folksänger Pete Seeger1) nach, den er während der Zeit in der "High School" bei einem Sommercamp gehört hatte.
Sein mittels eines Stipendiums an der "New York University"1) begonnenen Pre-med-Kurse zwecks eines Medizinstudiums brach er vorzeitig ab, entschied sich Anfang der 1960er Jahre, professioneller Songwriter zu werden.. Zunächst wollte sich der Erfolg jedoch nicht einstellen. Als niemand sein Material haben wollte, veröffentlichte er 1961 zusammen mit Jack Parker als Duo "Neil & Jack" die ersten Schallplatten. Ende 1965 nahm die Gruppe "Jay & The The Americans"1) das Stück "Sunday And Me" auf und kam damit auf Platz 18 der "Billboard Hot 100"1) und hielt sich 8 Wochen lang in den Charts – der Autor des Stücks hieß Neil Diamond, der damit seinen ersten Erfolg verbuchen konnte.

Neil Diamond am 20. Juni 2011 während
des Konzertes in der "Arena Oberhausen"1)
(Ausschnitt des Fotos Neil Diamond Oberhausen 2011.jpg)
Urheber: Wikimedia-User Ger1axg; Lizenz: CC-by-SA 3.0
Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons

Neil Diamond am 20. Juni 2011 während des Konzertes in der "Arena Oberhausen" (Ausschnitt des Fotos Neil Diamond Oberhausen 2011.jpg); Urheber: Wikimedia-User Ger1axg; Lizenz: CC-by-SA 3.0; Quelle: Wikipedia bzw. Wikimedia Commons
Jetzt interessierte man sich auch für den Interpreten Neil Diamond und 1966 erhielt er bei dem von Bert Berns1) mitbegründeten Label "Bang Records" einen Plattenvertrag. Sein erstes Album " The Feel of Neil Diamond" wurde zwar noch so gut wie ignoriert, doch im Sommer 1966 konnte er mit dem Titel "Cherry Cherry" (→ Wikipedia (englisch)) seinen ersten "Top 10"-Hit landen. Nur wenige Monate später hatten "The Monkees" mit den  Diamond-Nummern "I'Am A Believer"1) und "A Little Bit Of Me, A Little Bit Of You" (→ Wikipedia (englisch)) einen Millionenseller. Der Durchbruch war geschafft und Neil Diamond konnte sich vor Angeboten kaum noch retten. Seine eigenen Platten verkauften sich nun millionenfach und er unternahm ausgedehnte Konzertreisen rund um den Globus. Anfang der 1970er Jahre zog er sich zeitweise ins Privatleben zurück, um mehr Zeit für seine Familie zu haben, doch bereits ab 1976 ging er wieder regelmäßig auf weltweite Konzerttourneen.
Neil Diamond am 21. August 1972 auf der Bühne des "Greek Theatre" in Los Angeles; Quelle: Wikimedia Commons von "UCLA Library Digital Collection"; Urheber: Larry Bessel/"Los Angeles Times"; Lizenz: CC BY 4.0 Deed Zu den größten Erfolgen des gut aussehenden Sängers mit der melodramatischen Baritonstimme zählen "Sweet Caroline"1) (1969), "Holly Holly" (1969; → Wikipedia (englisch)) aus dem Album "Touching You, Touching Me" (→ Wikipedia (englisch)), "Cracklin' Rosie" (1970; → Wikipedia (englisch)), "Song Sung Blue"1) (1972) und im Duett mit Barbra Streisand die Pop-Ballade "You Don't Bring Me Flowers"1) (1978). 1976 entstand in Zusammenarbeit mit Robbie Robertson1) dann sein wohl berühmtestes Album "Beautiful Noise" → Wikipedia (englisch)) – eine umjubelte Welt-Tournee schloss sich an.
 
Neil Diamond am 21. August 1972 auf der Bühne
des "Greek Theatre" in Los Angeles1)
→ Wikipedia (englisch)
Quelle: Wikimedia Commons von "UCLA Library Digital Collection";
Urheber: Larry Bessel/"Los Angeles Times"1);
Lizenz: CC BY 4.0 Deed
In dem von Richard Fleischer1) in Szene gesetzten Kinofilm "The Jazz Singer"1) (1980, "Der Jazz-Sänger"), einem Remake des mit Al Jolson1) gedrehten, gleichnamigen Dramas1) aus dem Jahre 1927, spielte Neil Diamond dann die Hauptrolle des jungen, jüdischen Kantors Yussel Rabinovitch, der unter dem Namen Jess Robin eine Karriere im Musik-Business anstrebt, an der Seite von Sir Lawrence Olivier als dessen (Film)Vater, komponierte zudem einen Teil der Musik zu dem Film. Der Soundtrack brachte eines der kommerziell erfolgreichsten Lieder hervor – das US-patriotische "America", das auch heute noch eine der obligatorischen "4.Juli-Melodien" ist. Mit "Love On The Rocks" konnte sich ein weiteres Lied des erfolgreichen Soundtracks auf Platz zwei der Charts platzieren.2) filmdienst.de urteilt allerdings wenig freundlich: "Die Handlung dient weitgehend nur als Vorwand für die musikalische Selbstdarstellung des Stars Neil Diamond und liefert allenfalls vereinfachende politische Leitbilder." Bereits Jahre zuvor hatte er gemeinsam mit Lee Holdridge1) den Soundtrack zu dem von Hall Bartlett1) nach der gleichnamigen Erzählung1) von Richard Bach1)gedrehten Streifen "Jonathan Livingston Seagull"1) (1973, "Die Möwe Jonathan")  geschrieben – der Film wurde ein Flop, die Musik zum Bestseller. Neil Diamond erhielt am 26. Januar 1974 einen "Golden Globe Award"1) in der Kategorie "Beste Filmmusik"1), einen "Grammy Award"1) in der Kategorie "Best Score Soundtrack for Visual Media"1). sowie weltweit "Goldene :Schallplatten"1) für das gleichnamige Album. Lediglich Jahrzehnte später beteiligte er sich noch einmal an einer Kinoproduktion, trat als Gast bzw. er selbst in der von Dennis Dugan1) gedrehten, eher belanglosen Komödie "Zickenterror – Der Teufel ist eine Frau"1) (2001, "Saving Silverman") auf, steuerte zudem zwei seiner internationalen Hits zum Soundtrack bei sowie den eigens von ihm für den Streifen geschriebenen Song "I Believe in Happy Endings". So vermerkt Wikipedia: "Neil-Diamond-Fans genossen die humorvollen Gastauftritte ihres Stars, um den es in den Jahren zuvor eher ruhig gewesen war. "Zickenterror" erhielt ansonsten überwiegend mittelmäßige bis schlechte Kritiken. Moniert wurde vor allem der flache und teilweise derbe Humor der Komödie".
  
In den 1980er Jahren veröffentlichte der Künstler noch regelmäßig Platten, gab Konzerte in Europa und in den USA, ein Top-Hit wollte ihm jedoch nicht mehr gelingen. Seine jüngeren Alben wie beispielsweise "Tennessee Moon" (1996; → Wikipedia (englisch)), "In My Lifetime" (1996) oder "Three Chord Opera" (2001; → Wikipedia (englisch)) verkaufen sich jedoch nach wie vor millionenfach und seine Lieder wurden von anderen Interpreten zu Hits gemacht. So hatte beispielsweise 1983 die britische Gruppe "UB40"1) mit ihrer Version von "Red Red Wine"1) in Großbritannien eine Nummer 1 oder 1993 die US-amerikanische Rock-Band "Urge Overkill"1) mit "Girl, You'll Be a Woman Soon" (aus dem Film "Pulp Fiction"1)) großen Erfolg; letztgenanntes Stück veröffentlichte Neil Diamond bereits 1967 → Wikipedia (englisch)
Im Sommer 2008 befand sich Neil Diamond wieder auf einer Konzert-Tournee in Europa; er trat dabei unter anderem in Hamburg, Köln und München sowie erstmals beim "Glastonbury Festival"1) auf. Bis Mai 2009 hatte Neil Diamond weltweit über 125 Millionen Schallplatten verkauft. Auf seinem Album von 2009 "A Cherry Cherry Christmas" (→ Wikipedia (englisch)) coverte Diamond den bekannten Musiktitel "The Chanukah Song" ( → Wikipedia (englisch)) des Comedian Adam Sandler1). Das Musikvideo dazu wurde von DJ Ashba1), Gitarrist bei "Guns N' Roses"1), produziert. Neil Diamond lieferte hier ein Musikwerk rechtzeitig zum achttägigen, jüdischen Lichterfest "Chanukka"1) ab, dem Vorabend des 12. Dezember 2009. Am 14. März 2011 wurde Diamond in die "Rock and Roll Hall of Fame"1) aufgenommen, eingeführt wurde er dabei von Paul Simon. Im Jahre 2011 war der Sänger erneut auf Tournee, unter anderem gab er Konzerte in Berlin, Mannheim, Oberhausen, Hamburg und Zürich.3)
Im Rahmen seiner mehrmonatigen Europatour gab der damals über 70-Jährige auch zwei Konzerte in Deutschland, trat in Köln1) (17.06.2015, "Lanxess Arena"1)) und München1) (19.06.2015, "Olympiahalle"1)) auf. Außer in Deutschland begeisterte Diamond noch in Paris1), Antwerpen1) und Amsterdam1) seine Fans, hinzu kamen zahlreiche Veranstaltungen in Irland (Dublin1), Belfast1)), vor allem aber in Großbritannien (Glasgow1), Manchester1), Birmingham1), London1)).

Neil Diamond Mitte Juni 2015 während eines Konzerts
Urheber: Gresbek: Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia Commons

Neil Diamond Mitte Juni 2015 während eines Konzerts; Urheber: Gresbek: Lizenz: CC BY-SA 4.0; Quelle: Wikimedia Commons
Bereits Mitte Oktober 2014 erschien Neil Diamonds 32. Studio-Album mit dem Titel "Melody Road"  → Wikipedia (englisch). Mitte November 2016 folgte "Acoustic Christmas" sowie im November 2020 "Classic Diamonds", aufgenommen mit dem "London Symphony Orchestra"1).
Das Magazin "Rolling Stone" listete Diamond 2015 auf Rang 47 der "100 größten Songwriter aller Zeiten"1). Bereits 1984 würdigte man sein künstlerisches Werk mit der Aufnahme in die New Yorker "Songwriters Hall of Fame"1). 1990 erhielt er mit dem "American Music Award"1) ("Award of Merit") einen der bedeutendsten US-amerikanischen Musikpreise, 2011 ehrte man ihn Rahmen der Verleihung der "Billboard Music Awards"1) mit dem erstmals vergebenen "Billboard Icon Award"1) für die Songs "Sweet Caroline"1) und "America". Ebenfalls 2011 zeichnete man ihn mit dem "Kennedy-Preis"1) aus, der seit 1977 durch das "John F. Kennedy Center for the Performing Arts"1) in Washington, D.C.1) jährlich am ersten Dezember-Wochenende an Personen für "außergewöhnliche Beiträge zur amerikanischen Kultur mit ihrem Lebenswerk durch ihre dargestellten Künste" (engl. "for an extraordinary lifetime of contributions to American culture through the performing arts") verliehen wird. 
Am 10. August 2012 widmete man Neil Diamond einen "Stern" auf dem "Hollywood Walk of Fame"1) in der Kategorie "Musikaufnahmen"1) ("Recording") gegenüber dem "Capitol Tower"1) (Adr.: 1750 North Vine Street). Am 28. Januar 2018 wurde im Rahmen der Verleihung der "Grammy Awards"1) mit dem "Lifetime Achievement Award"1) einmal mehr sein Lebenswerk anerkannt. Die Auszeichnungen, die er im Laufe seiner langen Karriere weltweit für Musikverkäufe (Gold), Platin usw.) erhielt, sind beeindruckend und lassen sich kaum alle aufzählen, in Deutschland sind "Goldene Schallplatten"1) unter anderem für die Alben "Beautiful Noise" (1977,  → Wikipedia (englisch)), "20 Diamond Hits" (1978), "Jonathan Livingston Seagull" (1978, → Wikipedia (englisch)) sowie für die die Single "Sweet Caroline"1) (2025) zu nennen → Übersicht "Auszeichnungen für Musikverkäufe" bei Wikipedia.

Neil Diamond am 10. August 2012' anlässlich
der Zeremonie der Einweihung seines "Sterns"
auf dem "Hollywood Walk of Fame"
Urheberin: Angela George; Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos)

Neil Diamond am 10. August 2012' anlässlich der Zeremonie der Einweihung seines "Sterns" auf dem "Hollywood Walk of Fame"; Urheberin: Angela George; Lizenz: CC BY-SA 3.0; Quelle: Wikimedia Commons (Ausschnitt des Originalfotos)
"Im Januar 2018 gab Diamond bekannt, an Parkinson1) zu leiden. Daher werde er nicht nur seine laufende Australien- und Neuseeland-Tournee abbrechen, sondern generell keine Konzerte mehr geben. Er wolle aber weiterhin Musik im Studio aufnehmen. Im Juli 2018 trat er in der Kommandozentrale der Feuerwehreinsatzkräfte auf, die einen Busch- und Waldbrand in Colorado1) bekämpften. Diamond lebt dort seit mehr als 20 Jahren in Basalt1). Am 4. Dezember 2022 feierte das auf Diamonds Leben basierende, von Anthony McCarten1) verfasste Jukebox-Musical1) "A Beautiful Noise: The Neil Diamond Musical" im "Broadhurst Theatre" am New Yorker "Broadway"1) Premiere und wurde dort bis Juni 2024 erfolgreich aufgeführt; eine Nordamerika-Touur schloss sich 2024/25 an → Wikipedia (englisch))."4)
  
Neil Diamond war in erster Ehe seit 1963 mit seiner "High School"-Jugendliebe Jaye Posner verheiratet, 1967 trennte sich das Paar, 1969 erfolgte die offizielle Scheidung; aus der Verbindung gingen die beiden Töchter Marjorie und Elyn hervor. Am 5. Dezember 1969 ehelichte der Künstler die TV-Produktionsassistentin Marcia Murphey, die ihm die Söhne Jesse (* 1970), der heute erfolgreich als Fotograf arbeitet, und Micah (* 1978) schenkte; auch diese Beziehung hatte keinen Bestand, 1994 gingen beide getrennte Wege, ließen sich 1995 nach 25 gemeinsamen Jahren scheiden; Neil Diamond soll Medienberichten zufolge eine immense Summe an seine Ex-Frau gezahlt haben. Bereits Anfang September 2011 ließ der US-amerikanische Künstler über "Twitter"1) seine Fan-Gemeinde wissen, er wolle seine wesentlich jüngere Managerin, die Produzentin Katie McNeil (* 16.03.1970) heiraten.5) Im April 2012 gab der damals 71-jährige Sänger in Los Angeles1) seiner 42-jährigen Velobten dann offiziell Ja-Wort. Das Ehepaar lebt wechselweise im kalifornischen Beverly Hills1) und New York City1) → Wikipedia (englisch))
Am 22.Januar 2026 begeht der gefeierte Musiker, der nicht nur mit "Sweet Caroline" Pop-Geschichte schrieb,  seinen 85. Geburtstag.   
Einige Textbausteine des Kurzportraits stammen aus Frank Laufenbergs1) "Rock- und Pop-Lexikon".
Neil Diamond im Internet (englisch): www.neildiamond.com
Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie), www.laut.de
 Wikipedia (englisch) sowie
den Artikel zum 70. Geburtstag bei tagesschau.de-Archiv
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia
Quelle:
2) Wikipedia (Artikel zu "The Jazz Singer"; abgerufen 08.01.2012)
3) Wikipedia (Artikel zu Neil Diamond, abgerufen 08.01.2012)
4) Wikipedia (abgeufen 10.01.2026)
5) Artikel zu Neil Diamond bei Wikipedia (englisch)
Stand Januar 2026
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