Anfangs besuchte er zwei Jahre lang die "Erasmus Hall High School"
im
Brooklyner Stadtteil Flatbush1) eine
seiner Mitschülerinnen war Barbra Streisand , als die Familie 1956 in den Stadtteil "Brighton Beach"1)
zog, ging er auf die dortige "Abraham Lincoln High School";
mit 16 Jahren bekam er seine erste Gitarre. Diamond versuchte sich schon früh als
Songschreiber er eiferte seinem Idol, dem berühmten Folksänger
Pete Seeger1)
nach, den er während der Zeit in der "High School" bei einem Sommercamp gehört hatte.
Sein mittels eines Stipendiums an der "New
York University"1) begonnenen
Pre-med-Kurse zwecks eines Medizinstudiums brach er vorzeitig ab, entschied sich
Anfang der 1960er Jahre, professioneller Songwriter zu
werden.. Zunächst
wollte sich der Erfolg jedoch nicht einstellen. Als niemand sein Material
haben wollte, veröffentlichte er 1961 zusammen mit Jack Parker als Duo "Neil & Jack"
die ersten Schallplatten. Ende 1965 nahm die Gruppe "Jay & The The Americans"1)
das Stück "Sunday And Me" auf und kam damit auf Platz 18 der
"Billboard Hot 100"1) und hielt sich 8 Wochen lang in den
Charts der Autor des Stücks hieß Neil Diamond, der
damit seinen ersten Erfolg verbuchen konnte.
Neil Diamond am 20. Juni 2011
während
des Konzertes in der "Arena Oberhausen"1)
(Ausschnitt des Fotos Neil Diamond Oberhausen 2011.jpg)
Urheber: Wikimedia-User Ger1axg;
Lizenz: CC-by-SA 3.0
Quelle: Wikipedia
bzw. Wikimedia
Commons
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Jetzt interessierte man sich auch
für den Interpreten Neil Diamond und 1966 erhielt er bei dem
von Bert Berns1)
mitbegründeten Label "Bang Records"
einen
Plattenvertrag. Sein erstes Album " The Feel of Neil Diamond" wurde zwar
noch so gut wie ignoriert, doch im Sommer 1966 konnte er mit dem
Titel "Cherry Cherry" (→ Wikipedia (englisch)) seinen ersten "Top 10"-Hit
landen. Nur wenige Monate später hatten "The Monkees" mit den
Diamond-Nummern "I'Am A Believer"1) und "A Little Bit Of
Me, A Little Bit Of You" (→ Wikipedia (englisch))
einen Millionenseller. Der Durchbruch war geschafft und Neil Diamond konnte
sich vor Angeboten kaum noch retten. Seine eigenen Platten verkauften
sich nun millionenfach und er unternahm ausgedehnte Konzertreisen rund
um den Globus. Anfang der 1970er Jahre zog er sich zeitweise ins
Privatleben zurück, um mehr Zeit für seine Familie zu haben, doch
bereits ab 1976 ging er wieder regelmäßig auf weltweite
Konzerttourneen.
In dem von Richard
Fleischer1) in Szene gesetzten Kinofilm "The Jazz Singer"1)
(1980, "Der Jazz-Sänger"),
einem Remake des mit Al Jolson1) gedrehten,
gleichnamigen Dramas1) aus dem Jahre 1927, spielte Neil Diamond dann die Hauptrolle des
jungen, jüdischen Kantors Yussel Rabinovitch, der unter dem Namen Jess Robin
eine Karriere im Musik-Business anstrebt, an der
Seite von Sir Lawrence Olivier
als dessen (Film)Vater, komponierte zudem einen Teil der Musik
zu dem Film. Der Soundtrack brachte eines der kommerziell erfolgreichsten Lieder hervor das US-patriotische
"America", das auch heute noch eine der obligatorischen "4.Juli-Melodien" ist. Mit
"Love On The Rocks" konnte sich ein weiteres Lied des erfolgreichen Soundtracks auf Platz zwei der Charts platzieren.2)
filmdienst.de
urteilt allerdings wenig freundlich: "Die Handlung dient weitgehend nur
als Vorwand für die musikalische Selbstdarstellung des Stars Neil Diamond und
liefert allenfalls vereinfachende politische Leitbilder." Bereits Jahre
zuvor hatte er gemeinsam mit Lee Holdridge1) den Soundtrack zu
dem von Hall Bartlett1) nach der gleichnamigen Erzählung1)
von Richard Bach1)gedrehten Streifen "Jonathan Livingston Seagull"1) (1973,
"Die Möwe
Jonathan") geschrieben der Film wurde ein Flop, die Musik zum
Bestseller. Neil Diamond erhielt am 26. Januar 1974 einen "Golden Globe Award"1)
in der Kategorie "Beste
Filmmusik"1), einen "Grammy Award"1)
in der Kategorie "Best
Score Soundtrack for Visual Media"1).
sowie weltweit "Goldene :Schallplatten"1) für das
gleichnamige Album.
Lediglich Jahrzehnte später beteiligte er sich noch einmal an einer Kinoproduktion,
trat als Gast bzw. er selbst in der von Dennis Dugan1)
gedrehten, eher belanglosen Komödie "Zickenterror Der Teufel ist eine Frau"1)
(2001, "Saving Silverman") auf, steuerte zudem zwei seiner
internationalen Hits zum Soundtrack bei sowie den eigens von ihm für den
Streifen geschriebenen Song "I Believe in Happy Endings".
So vermerkt Wikipedia: "Neil-Diamond-Fans genossen die humorvollen
Gastauftritte ihres Stars, um den es in den Jahren zuvor eher ruhig gewesen
war. "Zickenterror" erhielt ansonsten überwiegend mittelmäßige bis
schlechte Kritiken. Moniert wurde vor allem der flache und teilweise derbe
Humor der Komödie".
In den 1980er Jahren veröffentlichte der Künstler noch regelmäßig Platten,
gab Konzerte in Europa und in den USA, ein Top-Hit wollte ihm jedoch nicht
mehr gelingen. Seine jüngeren Alben wie beispielsweise "Tennessee
Moon" (1996; → Wikipedia (englisch)), "In My Lifetime" (1996) oder "Three Chord Opera"
(2001; → Wikipedia (englisch))
verkaufen sich jedoch nach wie vor millionenfach und seine Lieder wurden von
anderen Interpreten zu Hits gemacht. So hatte beispielsweise 1983 die
britische Gruppe "UB40"1) mit ihrer Version von "Red Red Wine"1)
in Großbritannien eine Nummer 1 oder 1993 die US-amerikanische
Rock-Band "Urge Overkill"1)
mit "Girl, You'll Be a Woman Soon" (aus dem Film "Pulp Fiction"1))
großen Erfolg; letztgenanntes Stück veröffentlichte Neil Diamond bereits 1967
→ Wikipedia (englisch)
Im Sommer 2008 befand sich Neil Diamond wieder auf einer Konzert-Tournee in Europa; er trat dabei
unter anderem in Hamburg, Köln und München sowie erstmals beim "Glastonbury Festival"1)
auf. Bis Mai 2009 hatte Neil Diamond
weltweit über 125 Millionen Schallplatten verkauft.
Auf seinem Album von 2009 "A Cherry Cherry Christmas" (→ Wikipedia (englisch))
coverte Diamond den bekannten Musiktitel
"The Chanukah Song" (
→ Wikipedia (englisch))
des Comedian Adam Sandler1). Das Musikvideo dazu wurde von
DJ Ashba1), Gitarrist bei "Guns N' Roses"1),
produziert. Neil Diamond lieferte hier ein Musikwerk rechtzeitig zum achttägigen, jüdischen Lichterfest
"Chanukka"1)
ab,
dem Vorabend des 12. Dezember 2009. Am 14. März 2011 wurde Diamond
in die "Rock and Roll Hall of Fame"1)
aufgenommen, eingeführt wurde er dabei von Paul Simon. Im Jahre 2011
war der Sänger erneut auf Tournee, unter anderem gab er Konzerte
in Berlin, Mannheim, Oberhausen, Hamburg und Zürich.3)
Im Rahmen seiner mehrmonatigen Europatour gab der damals über 70-Jährige auch zwei Konzerte in Deutschland,
trat in Köln1) (17.06.2015, "Lanxess
Arena"1)) und München1) (19.06.2015,
"Olympiahalle"1)) auf. Außer in Deutschland begeisterte Diamond noch in
Paris1),
Antwerpen1) und
Amsterdam1) seine Fans,
hinzu kamen zahlreiche Veranstaltungen in Irland (Dublin1),
Belfast1)), vor allem
aber in Großbritannien (Glasgow1),
Manchester1),
Birmingham1),
London1)).
Neil Diamond Mitte Juni 2015 während eines Konzerts
Urheber: Gresbek: Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia
Commons
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Bereits Mitte Oktober
2014 erschien Neil Diamonds 32. Studio-Album mit dem Titel "Melody Road"
→ Wikipedia (englisch).
Mitte November 2016 folgte "Acoustic Christmas" sowie im November 2020
"Classic Diamonds", aufgenommen mit dem "London Symphony Orchestra"1).
Das Magazin
"Rolling Stone"
listete Diamond 2015 auf Rang 47 der
"100 größten Songwriter aller Zeiten"1).
Bereits 1984 würdigte man sein künstlerisches Werk mit der Aufnahme in die
New Yorker "Songwriters Hall of Fame"1).
1990 erhielt er mit dem "American Music Award"1) ("Award of Merit")
einen der bedeutendsten US-amerikanischen Musikpreise, 2011 ehrte man ihn
Rahmen der Verleihung der
"Billboard Music Awards"1) mit
dem erstmals vergebenen "Billboard Icon Award"1) für die
Songs "Sweet Caroline"1) und "America".
Ebenfalls 2011 zeichnete man ihn mit dem "Kennedy-Preis"1)
aus, der seit 1977 durch das "John F. Kennedy Center for the Performing Arts"1) in
Washington, D.C.1)
jährlich am ersten Dezember-Wochenende an Personen für "außergewöhnliche Beiträge zur
amerikanischen Kultur mit ihrem Lebenswerk durch ihre dargestellten Künste" (engl. "for an extraordinary
lifetime of contributions to American culture through the performing arts")
verliehen wird.
"Im Januar 2018 gab Diamond bekannt, an Parkinson1)
zu leiden. Daher werde er nicht nur seine laufende Australien- und
Neuseeland-Tournee abbrechen, sondern generell keine Konzerte mehr geben. Er
wolle aber weiterhin Musik im Studio aufnehmen. Im Juli 2018 trat er in der Kommandozentrale der
Feuerwehreinsatzkräfte auf,
die einen Busch- und Waldbrand in Colorado1)
bekämpften. Diamond lebt dort seit mehr als 20 Jahren
in Basalt1).
Am 4. Dezember 2022 feierte das auf Diamonds Leben basierende, von Anthony McCarten1) verfasste Jukebox-Musical1)
"A Beautiful Noise: The Neil Diamond Musical" im
"Broadhurst Theatre" am
New Yorker "Broadway"1) Premiere und wurde dort bis Juni 2024
erfolgreich aufgeführt; eine Nordamerika-Touur schloss sich 2024/25
an → Wikipedia (englisch))."4)
Neil Diamond war in erster Ehe seit 1963 mit seiner "High School"-Jugendliebe Jaye Posner
verheiratet, 1967 trennte sich das Paar, 1969 erfolgte die offizielle Scheidung;
aus der Verbindung gingen die
beiden Töchter Marjorie und Elyn hervor. Am 5. Dezember 1969 ehelichte der Künstler
die TV-Produktionsassistentin Marcia Murphey, die ihm die Söhne Jesse
(* 1970), der heute erfolgreich als Fotograf arbeitet,
und Micah (* 1978)
schenkte; auch diese Beziehung hatte keinen Bestand, 1994 gingen beide getrennte
Wege, ließen sich 1995 nach 25 gemeinsamen Jahren scheiden; Neil Diamond soll Medienberichten zufolge eine immense Summe an seine Ex-Frau
gezahlt haben. Bereits Anfang September 2011 ließ der US-amerikanische
Künstler über "Twitter"1) seine Fan-Gemeinde wissen,
er wolle seine wesentlich jüngere Managerin,
die Produzentin Katie McNeil (* 16.03.1970) heiraten.5) Im April 2012
gab der damals 71-jährige Sänger in Los Angeles1)
seiner 42-jährigen Velobten dann
offiziell Ja-Wort. Das Ehepaar lebt wechselweise im kalifornischen Beverly Hills1) und
New York City1) → Wikipedia (englisch))
Am 22.Januar 2026 begeht der gefeierte Musiker, der nicht nur mit "Sweet Caroline" Pop-Geschichte schrieb, seinen 85. Geburtstag.
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