| Richard Tauber | ||||||||||||||
| Richard Tauber wurde am 16. Mai 1891 im österreichischen Linz geboren.
Seine Mutter Elisabeth Seifferth, geborene Denemy, war
Operettensoubrette am Linzer Theater und hatte seinen Vater, den
ungarischen Schauspieler Richard Anton Tauber wohl wegen des
erheblichen Altersunterschiedes (er war vierzehn Jahre jünger) nicht
geheiratet. Erst 1913 wurde Richard Tauber von seinem Vater adoptiert, trug
eine Zeit lang den Doppelnamen Richard Denemy-Tauber, ließ dann später den
ersten Teil des Namens weg. Die Kindheit des kleinen Richard war außerordentlich unstet, vor allem, weil er zwischen den beiden "Wanderexistenzen" seiner beiden Eltern hin und her geschoben wurde. Wichtig für seine spätere Entwicklung wurden ab 1903 die Jahre bei seinem Vater in Wiesbaden, der am dortigen Hoftheater engagiert war; Richard Tauber bekam Klavierunterricht bei dem später bekannten Dirigenten Arthur Rother und schwärmte für den damaligen Heldentenor Heinrich Hensel. Als 17jähriger entschied sich Tauber ebenfalls Sänger zu werden und aufgrund der freundschaftlichen Beziehungen seines Vaters zu dem Wiener Bariton Leopold Demuth erhielt er die Gelegenheit, diesem vorzusingen. Die Beurteilung des Sängers war niederschmetternd: "Um Gottes Willen, halte Deinen Sohn davon ab, Sänger zu werden. Was er besitzt, ist ein Zwirnsfaden, keine Stimme", schrieb Demuth damals an Taubers Vater. Richard Tauber ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, machte eine Opern- und Operettenausbildung u. a. an dem Hochschen Konservatorium in Frankfurt und besuchte auch die Dirigentenklasse, da er noch zwischen dem Beruf eines Sängers oder Dirigenten schwankte. Nach seiner Ausbildung ging er nach Chemnitz
und debütierte dort 1913 in "Die Zauberflöte" als "Tamino"
am Neuen Stadttheater mit überwältigendem Erfolg; anschließend ging er
nach Dresden, wo er ab August 1913 an der Königlichen Hofoper engagiert
war. Der Dresdner Staatsoper folgte ab 1919 die Berliner Staatsoper, wo er
u. a. als "Bacchus" in der Richard Strauss-Oper "Ariadne auf
Naxos" auftrat, ab 1925 die Wiener Staatsoper und in den folgenden
Jahren avancierte Tauber vor allem mit Operetten von Léhar zu einem der
berühmtesten Tenöre seiner Zeit. Mit der Premiere von Léhar's
"Paganini" am 30. Januar 1926 endete die Opernlaufbahn des
"Deutschen Caruso", seine Operettenkarriere begann.
Als der Tenor am 8. Januar 1948 im Alter von nur 56 Jahren nach
einem letzten glanzvollen Auftritt in Mozarts Oper "Don Giovanni" in London an
Lungenkrebs starb, war er nicht zuletzt wegen seines luxuriösen Lebens
sowie seiner Beziehungen zu Frauen bankrott. Nun hinterließ der Sänger,
der während seiner Glanzzeiten zwei Villen in Berlin sowie eine
Sommerresidenz in Bad Ischl besessen hatte, 750.000 Mark
Steuerschulden das Geld
für sein Begräbnis wurde unter den Trauergästen
gesammelt. Am 4. September 2003 brachte die ARD eine Spielelementen durchsetzte Dokumentation von Regisseur Kai Christiansen über den "König der Operette" mit der samtweichen, verführerischen Stimme unter dem Titel "Richard Tauber Dein ist mein ganzes Herz". Die Biografie von Michael Jürgs diente als Grundlage für diese 90minütige Erinnerung; Armin Rhode gab den "Jahrhundertsänger" als linkischen, unbeholfenen dicklichen Mann, alte Schmalfilmaufnahmen zum Teil selbst von dem Hobbyfotografen Richard Tauber gedreht zeigen den Künstler wie er "leibt und lebt": mit Monokel und Zylinder, umgeben von schönen Frauen in Glanz und Glamour. Der Musikdramaturg Marcel Prawy und Biograf Michael Jürgs kommen ebenso zu Wort wie Zeitzeugen und Bewunderer des begnadeten Sängers. Von Taubers unzähligen Plattenaufnahmen sind im Film auch Klassiker wie "Ich küsse Ihre Hand, Madame", "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" oder das Liebesbekenntnis "Du bist die Welt für mich" zu hören. |
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| Siehe auch www.richard-tauber.de,
wikipedia.org,
www.cyranos.ch Fotos bei film.virtual-history.com |
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