Manuela wurde am 18. August 1943 als Doris Wegener im Berliner Arbeiterviertel Wedding in ärmliche Verhältnisse hineingeboren; der Vater war kriegsversehrt, die Mutter kümmerte sich um den großen Haushalt mit fünf Kindern. Nach einer Schulausbildung arbeitete Doris zunächst am Fließband einer Kondensatorenfabrik im Berliner Stadtteil Wedding und sang nebenbei in zahlreichen Bands. 1962 wurde das junge Mädchen bei einem Auftritt in einer Kneipe von dem Produzenten Peter Meisel entdeckt und gewann wenig später einen Nachwuchswettbewerb der Ariola. Aus Doris Wegener wurde "Manuela", deren erste Single "Hula-Serenade" bereits zum Achtungserfolg wurde und der Traum vom "Arbeiterkind zum Superstar" schien sich zu erfüllen.
Mitte 1963 veröffentlichte sie die deutsche Cover-Version des Eydie Gorme's-Titels "Blame it on the Bossa Nova" als "Schuld war nur der Bossa Nova" und erreichte auf Anhieb Platz 1 der deutschen Hitparade; der Titel, der 24 Wochen in den Top 50 vertreten war, wurde millionenfach verkauft, Manuela wurde zum Teenie-Idol der deutschen Schlagerszene und erhielt eine Goldene Schallplatte. 

Bildquelle: © Rainer Binder
(Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Rainer Binder zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Rainer Binder; das Foto darf nicht für andere Zwecke verwandt werden.)
Manuela
Ebenfalls Gold brachte ihr der Nachfolge-Song "Ich geh' noch zur Schule" und mit weiteren Top-Ten-Hits wie "Schwimmen lernt man im See" (1964), "Küsse unterm Regenbogen" (1965), "Es ist zum Weinen" (1966), oder "Monsieur Dupont" (1967) war sie gut im Geschäft; 1971 hatte sie mit "Prost, Onkel Albert" ihren vorerst letzten größeren Hit.
Der singende Teenager veröffentlichte zwischen 1963 und 1973 zwei bis drei Singles pro Jahr, nahm Schauspielunterricht, Tanzstunden und lernte Englisch, um die Karriere zu untermauern. Neben dem Gesang schaffte sich Manuela ein zweites Standbein, gründete die "Star-Boutique Manuela GmbH" und war bei Auftritten stets im "Outfit" ihrer Mode-Kollektion zu sehen. Anfang der 70er Jahre ließ der Erfolg als Schlagersängerin jedoch immer mehr nach und mit Schlagzeilen über einen angeblichen Bestechungsskandal beim ZDF geriet sie 1976 in die Klatschspalten der einschlägigen Presse. Der ZDF-Redakteur Dieter Weber sollte von ihr Geld als Gegenleistung für einen Auftritt in der "Starparade" verlangt haben. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit, der erst 1980 zugunsten des ZDF entschieden wurde.

Manuela wurde von den Medien gemieden, geriet in finanzielle Schwierigkeiten und mehrere Comeback-Versuche in den 80ern mit volkstümlichen Schlagern waren bis auf den Titel "Rhodos bei Nacht" (1985) erfolglos; erst zu Beginn der 90er Jahre war Manuela wieder gelegentlich im Fernsehen im Zuge der Nostalgie-Welle mit ihren alten Hits zu hören, aber ein richtiges Comeback gelang ihr in Deutschland dennoch nicht.
In den letzten Lebensjahren war es still geworden um den ehemaligen Schlagerstar; Doris Wegener alias Manuela starb am 13. Februar 2001 im Alter von nur 57 Jahren nach langer Krankheit in ihrer Heimatstadt Berlin an Kehlkopfkrebs; sie wurde unter großer Anteilnahme von rund 300 Fans auf dem Martin-Luther-Friedhof in Berlin-Tegel beigesetzt – aus der Musikszene war so gut wie Niemand erschienen.
 

Siehe auch Wikipedia
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