Efrem Zimbalist jr.
Efrem Zimbalist jr. wurde am 30. November 1918 in New York geboren. Er war der Sohn des weltberühmten Konzertpianisten Efrem Zimbalist1) (1889 – 1985) und der Sopranistin Alma Gluck1) (1884 – 1938). Der junge Efrem erhielt eine teure Erziehung in New England und bereits mit 16 Jahren studierte er kurz an der Universität von Yale. Dann jedoch nahm er ein Angebot der Radiostation NBC in New York City an und begann sich für die Schauspielerei zu interessieren. Er entschied sich für eine Ausbildung beim "Neighborhood Playhouse" und nahm Schauspielunterricht. Seine Pläne wurden jedoch zunächst durch den zweiten Weltkrieg unterbrochen, da er als Soldat eingezogen wurde. Kurz vorher hatte er noch seine Schauspielerkollegin, Emily McNair geheiratet.
Nach Kriegsende trat er erstmalig neben Spencer Tracy am Broadway in dem Stück "The Rugged Path" auf und 1949 gab er sein Leinwanddebüt in dem Film "House of Strangers" (Blutsfeindschaft) mit Edward G. Robinson.

Nachdem seine ersten Frau Emily 1950 an Krebs gestorben war, zog sich Zimbalist für einige Zeit von der Schauspielerei zurück und lebte mit seinen beiden kleinen Kindern, Efrem Zimbalist III und Nancy Zimbalist, in Philadelphia. Hier nahm er eine Assistentenstelle am "Curtis Institute of Music" an, wo sein Vater Direktor war.
1954 jedoch entschloss er sich, seinen eingeschlagenen Weg als Schauspieler fortzusetzen und nahm eine Rolle in der Serie "Concerning Miss Marlowe" an. Kurze Zeit später heiratete er Stephanie Spaulding, mit der er die gemeinsame Tochter Stephanie, heute ebenfalls eine bekannte Schauspielerin, hat. Auf Drängen seines Freundes Joshua Logan machte er Probeaufnahmen bei Warner Brothers und erhielt einen Siebenjahres- Vertrag. Seinen ersten Kinofilm "Bombers B-52" (1957) drehte er mit Natalie Wood als Partnerin. In den folgenden Jahren spielte er in einigen weiteren Filmen mit, der Erfolg als Leinwanddarsteller wollte sich jedoch nicht so recht einstellen.

Den Durchbruch als beliebter Schauspieler erlangte er dann beim Fernsehen: Zwischen 1958 und 1964 wurde er weltweit berühmt als freundlicher Privatdetektiv Stuart Bailey in der wöchentlichen TV-Serie "77 Sunset Strip"2). Für Zimbalist war dies der Beginn einer weiteren langjährigen Serienfigur: Er erhielt ab 1965 die Rolle des FBI-Ermittlers Lewis Erskine in der Serie "The F.B.I"2); hier ermittelt er in allem, wofür das FBI zuständig zeichnet, Entführung, Geldfälscherei, Spionage oder das organisierte Verbrechen. Die Fälle von Lewis Erskine basierten auf wahren Unterlagen der Polizei und die Produzenten der Serie erhielten sogar Unterstützung von offizieller Seite, dem allmächtigen Chef des FBI James Edgar Hoover. Auch diese Serie war überaus erfolgreich und lief neun Jahre lang. Spätere TV-Rollen von Zimbalist waren beispielsweise 1986 die des Charles Cabot in einigen Folgen von "Hotel", der Don Alejandro de la Vega in "Zorro" (1990 bis 1992) sowie die Rolle des Daniel Chalmers in der Serie "Remington Steele"1) (1982 bis 1987).

Auf der Kinoleinwand war Zimbalist nur in wenigen Filmen von internationaler Bedeutung zu sehen. John Sturges besetzte ihn neben Lana Turner in dem Melodram "By Love Possessed" (1961, Und die Nacht wird schweigen), als Audrey Hepburns Ehemann glänzte er in Terence Youngs packenden Thriller "Warte bis es dunkel wird"1) (1967, Wait Until Dark) oder 1974 als verletzter Pilot in "Airport 1975". 1982 spielte er in dem Western "The Avenging" einen Strafgefangenen, der aus dem Gefängnis ausbricht, um Rache zu nehmen, Anfang der 90er Jahre trat er in einer Nebenrolle in "Hot Shots! - Die Mutter aller Filme" (1991, Hot Shots!) auf.  Danach arbeitete der Schauspieler hauptsächlich als Sprecher, stand jedoch immer wieder sporadisch vor der Fernsehkamera. Zu seinen bekanntesten Rollen als Sprecher zählt der Dr. Octopus in den Zeichentrickserien "Spider-Man" (1997) sowie der Alfred Pennyworth in "Batman" (1993/1994 und 1998).
Darüber hinaus machte er sich mit seiner Autobiografie "My Dinner of Herbs" auch als Autor einen Namen. 

Nach dem Krebstod seiner Frau Emily McNair, die er 1945 geheiratet hatte, gab der Schauspieler 1956 Stephanie Spaulding das Ja-Wort, nach der Scheidung im Jahre 1962 heiratete das Paar wenige Zeit später zum zweiten Mal; Stephanie Spaulding Zimbalist starb am 5. Februar 2007 im Alter von 73 Jahren an den Folgen ihrer Lungenkrebserkrankung. Die gemeinsame, 1956 geborene Tochter Stephanie Zimbalist1) hat sich inzwischen einen Namen als populäre Schauspielerin gemacht. Efrem Zimbalist III, der als Verleger tätig ist, und Nancy Zimbalist stammen aus der Verbindung ihres Vaters mit Emily McNair.
 
Link: 1) Wikipedia, 2) Beschreibung innerhalb dieser HP
Siehe auch Wikipedia
 
Kinofilme (Auszug)
Filmografie bei www.imdb.de
1949: House of Strangers  (Blutsfeindschaft) 1957: Band of Angels (Amanta, die weiße Sklavin)
1957: Bombers B-52 (Bomber B-52) 1958: The Deep Six (Durchbruch bei Morgenrot)
1958: Violent Road 1958: Girl on the Run (Die Augenzeugin)
1958: Home Before Dark (Bevor die Nacht anbricht) 1960: The Crowded Sky (SOS für Flug T 17)
1961: A Fever in the Blood 1961: By Love Possessed (Und die Nacht wird schweigen)
1962: The Chapman Report (Der Chapman-Report) 1965: Harlow
1965: The Reward (Sieben reiten in die Hölle) 1967: Wait Until Dark (Warte, bis es dunkel ist)
1974: Airport 1975 (Airport '75 – Giganten am Himmel) 1982: The Avenging
1991: Hot Shots! (Hot Shots! – Die Mutter aller Filme)
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