Natalie Wood, aufgenommen 1973; Quelle: Wikipedia bzw.  commons.wikimedia.org; Urheber: Allan Warren (www.allanwarren.com); Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Natalie Wood wurde am 20. Juli 1938 als Natalia Nikolaiewna Zacharenko in San Francisco (Kalifornien) geboren; sie hatte noch zwei Schwestern, Olga, die ältere und Lana1), ihre jüngere Schwester. Ihre Eltern waren russische Einwanderer und ihre Mutter Maria war eine namhafte Ballett-Tänzerin beim Bolschoi Ballett gewesen; den Namen "Wood" – als Hommage an Regisseur Sam Wood – erhielt sie von William Goetz, einem Filmproduzenten. Die junge Natalie war erst vier Jahre alt, als sie Regisseur Irving Pichel auffiel und 1945 in dessen Film "Happy Land" erstmals vor der Kamera stehen durfte. Zwei Jahre später meisterte sie ihren Part als Tochter von Claudette Colbert in "Morgen ist die Ewigkeit"1) (Tomorrow is Forever) so bravourös, dass Filmpartner Orson Welles ihr "erschreckendes Talent" attestierte. Für ihre Auftritte in Melodramen wie "Das Wunder von Manhatten" (1947, Miracle on 34th Street) oder "Das Herz einer Mutter" (1952, The Blue Veil) kassierte das aufgeweckte Mädchen bereits eine Wochengage von 1.000 Dollar.
 
 
Foto: Natalie Wood, aufgenommen 1973
Quelle: Wikipedia bzw.  commons.wikimedia.org
Urheber: Allan Warren*) (www.allanwarren.com)
Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Weitere Angaben zur Lizenz siehe hier
*) Link: Wikipedia, englisch
In den 1940er Jahren gehörte Natalie Wood zu den bekanntesten Kinderstars und war eine der wenigen, die als Erwachsene den Ruhm nicht nur fortsetzen, sondern sogar steigern konnten. Zwischen 1953 und 1954 spielte sie auch unter anderem im Fernsehen in 40 Folgen der Familien-Serie "The Pride of the Family" mit.
Unter dem Künstlernamen Natalie Wood gelang ihr 1955 in Nicholas Rays gesellschaftskritischem Streifen "…denn sie wissen nicht, was sie tun"1) (Rebel Without a Cause) an der Seite von James Dean mit der Rolle des sensiblen Mädchens Judy der Sprung vom Kinderstar zum Teenager-Idol und ihre darstellerische Leistung wurde mit einer ersten Oscar-Nominierung gekrönt. Nach dem tödlichen Unfall Deans, kurz vor der Premiere des späteren Kultfilms, sicherte sich "Warner Brothers" seine Partnerin mit einem langfristigen Vertrag.
Neben Dean war sie das Weibchen, die zarte, puppenhafte Kindfrau gewesen. Durch den Erfolg und den Kultcharakter des Films blieb Natalie Wood noch lange auf dieses Klischee festgelegt, beispielsweise in Filmen wie John Fords Western "Der schwarze Falke"1) (1956, The Searchers) mit John Wayne. Während sich die Boulevardpresse vor allem für die Affären mit ihrem späteren Ehemann Robert Wagner2), den sie gleich zwei Mal heiratete, interessierte, zeigten sich nicht nur die Kritiker von Natalie Woods eindringlichem Spiel beeindruckt, so in den Filmen "Die Liebe der Marjorie Morningstar" (1958, Marjorie Morningstar) oder Warren Beattys Leinwanddebüt "Fieber im Blut"1) (1961, Splendor In The Grass). Mit der Kinoversion von Leonard Bernsteins Erfolgsmusical "West Side Story"1) entstand im selben Jahr auch ihr größter Filmerfolg mit der Rolle der Maria. Es folgten zahlreiche Kassenknüller, unter anderem "Gypsy – Königin der Nacht" (1962, Gypsy), wo sie unter der Regie von Mervyn LeRoy die berühmte Striptease-Tänzerin Gypsy Rose Lee darstellte, oder "Verliebt in einen Fremden" (1963, Love with the Proper Stranger) als Italo-Amerikanerin Angela an der Seite von Steve McQueen.
 
Fieber im Blut
Titel USA: Splendor In The Grass
USA 1961
Regie und Produktion: Elia Kazan
Drehbuch: William Inge
Musik: David Amram
Kamera: Boris Kaufman
Darsteller:
Natalie Wood: Deanie Loomis, Warren Beatty: Bud Stamper,
Pat Hingle: Ace Stamper, Audrey Christie: Mrs. Loomis,
Barbara Loden: Ginny Stamper, und andere
(Die Links führen zu Wikipedia bzw. zum Kurportrait innerhalb dieser HP)
Kurzinhalt:
Kurz vor Ende ihrer High School-Zeit verlieben sich Wilma Dean "WiDea" Loomis (Natalie Wood) und Bud Stamper (Warren Beatty) ineinander. Die Vorzeichen sind nicht gut: Buds Vater Ace (Pat Hingle) ist ein reicher Industrieller, dem die Beziehung seines Sohnes zu dem Mädchen aus eher einfachen Verhältnissen nicht gefällt. Schon die bisherigen Beziehungen seiner Tochter Ginny (Barbara Loden) entsprechen nicht seinen Vorstellungen.
Aber auch WiDeas Eltern sind nicht uneingeschränkt begeistert. Sie legen großen Wert darauf, dass ihre Tochter als "anständiges" Mädchen keine Dummheiten vor der Ehe anfängt. Nicht zuletzt durch den Druck der Eltern trennen sich die beiden Teenager dann. WiDea hat auch bald einen neuen Freund, kann Bud aber nicht vergessen. Es kommt zur Katastrophe…
 
Quelle: www.moviemaster.de 

Lexikon des Internationalen Films:
Das Drehbuch zu dem ausgezeichnet gespielten Film schrieb der Dramatiker William Inge, dessen Stärke die lebensnahe Schilderung der provinziellen Mittelklasse seines Landes war.

Siehe auch www.prisma-online.de und Wikipedia

  
Natalie Woods nächster Film war dann 1965 "Verdammte süße Welt" (Inside Daisy Clover), eine etwas exaltierte Variation von "A Star is Born", wieder von Regisseur Mulligan, diesmal mit Robert Redford, in Szene gesetzt. 1969, nach dem Film "Bob&Caroline&Ted&Alice", entschloss sich Natalie Wood "in erster Linie Mutter und erst in zweiter Linie Schauspielerin" zu sein und war nur noch selten auf der Leinwand zu sehen. In den 1970er Jahren nahm sie nur noch gelegentlich Filmrollen an, startete aber eine zweite Karriere beim Fernsehen. So erhielt sie für den Dreiteiler "Verdammt in alle Ewigkeit" ("From Here to Eternity)  bzw. ihre Rolle der Karen Holmes 1980 den "Golden Globe". Natalie Wood hatte die Dreharbeiten zu ihrem letzten Film "Projekt Brainstorm"1) (1983, Brainstorm3)) noch nicht beendet, als sie unter mysteriösen Umständen am 29. November 1981 im Alter von nur 43 Jahren in Santa Catalina Island vor der Küste Kaliforniens bei einem Yachtausflug verunglückte. Sie fiel bei dem Versuch, das Schlauchboot zu besteigen, ins Wasser und ertrank. Ihre Schwester, die Schauspielerin Lana Wood, und Ehemann Robert Wagner waren zugegen. Ein wenig Mysterium haftet Natalie Woods Tod immer noch an.
Im Jahr 2004 verfilmte der US-amerikanische Regisseur Peter Bogdanovich Natalie Woods Lebensgeschichte mit der Südafrikanerin Justine Waddell unter dem Titel "The Mystery of Natalie Wood." Als Co-Produzentin war auch Natalie Woods jüngere Schwester, die Schauspielerin Lana Wood an dem Film beteiligt.4)

Für die Presse interessant war stets das Privatleben der Schauspielerin, vor allem die Beziehung zu dem Schauspieler Robert Wagner2). Von 1957 bis 1962 war sie zum ersten Mal mit ihm verheiratet, dann wieder von 1972 bis zu ihrem Tod. Die Lovestory der damals 19-Jährigen mit dem Schauspielerkollegen beschäftigte die einschlägigen Gazetten und das gesamte Land nahm Anteil. Ihre Heirat 1957 war "das" Gespräch quer durch Amerika und für viele waren die beiden ein Traumpaar, deren Eheleben von Reportern und Fotografen dokumentiert wurde, wo immer sich ein Anlass bot. Die Ehe hielt dem Starrummel nicht stand und das Paar trennte sich bereits nach 3 1/2 Jahren; die Scheidung erfolgte dann 1962.
Es folgten privat nicht grade glückliche Jahre für Natalie Wood, eine kurze, aber heftigen Liebesaffäre mit Warren Beatty und unter anderem ein Selbstmordversuch. 1969 wagte sie erneut den Sprung in die Ehe und war bis 1971 kurz mit dem britischen Produzenten und Drehbuchautor Richard Gregson verheiratet; mit ihm hatte sie eine Tochter, die 1970 geborene Natasha1), welche später von Robert Wagner adoptiert wurde. Ihre erneute Heirat mit Robert Wagner im Jahre 1972 wurde von der Presse wiederum ausführlich ausgeschlachtet. Im März 1974 kam die gemeinsame Tochter Courtney Brooke zur Welt.
  

Link: 1)  Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3)  prisma-online.de
4) Quelle: Wikipedia (abgerufen 10.06.2011)
Lizenz Foto Natalie Wood  (Urheber Allan Warren): Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar.
Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de
Siehe auch Wikipedia
 
Kinofilme
Filmografie bei www.imdb.de
(Link: Wikipedia)
1943: Happy Land
1946: Tomorrow Is Forever (Morgen ist die Ewigkeit)
1946: The Bride Wore Boots
1947: Miracle on 34th Street (Das Wunder von Manhattan)
1947: The Ghost and Mrs. Muir (Ein Gespenst auf Freiersfüßen)
1947: Driftwood
1948: Chicken Every Sunday
1948: Scudda Hoo! Scudda Hay! (Sommergewitter)
1949: Father Was a Fullback
1949: The Green Promise
1950: The Jackpot (Der geheimnisvolle Ehemann)
1950: Our Very Own (Unser eigenes Ich)
1950: No Sad Songs for Me (Mein Glück in deine Hände)
1950: Never a Dull Moment
1951: The Blue Veil (Das Herz einer Mutter)
1951: Dear Brat 
1952: The Rose Bowl Story
1952: Just for You (Nur für dich)
1952: The Star
1954: The Silver Chalice (Der silberne Kelch)
1955: One Desire (Und wäre die Liebe nicht…)
1955: Rebel Without a Cause (… denn sie wissen nicht, was sie tun)
1956: The Searchers (Der Schwarze Falke)
1956: A Cry in the Night (Schrei in der Nacht)
1956: Burning Hills (Horizont in Flammen)
1956: The Girl He Left Behind (Playboy: marsch, marsch!)
1957: Bombers B-52 (Bomber B-52)
1958: Kings Go Forth (Rivalen)
1958: Marjorie Morningstar (Die Liebe der Marjorie Morningstar)
1959: Cash McCall (Eine Frau für zwei Millionen)
1960: All the Fine Young Cannibals (Früchte einer Leidenschaft)
1961: Splendor in the Grass (Fieber im Blut)
1961: West Side Story
1962: Gypsy (Gypsy – Königin der Nacht)
1963: Love with the Proper Stranger (Verliebt in einen Fremden)
1964: Sex and the Single Girl (… und ledige Mädchen)
1965: The Great Race (Das große Rennen rund um die Welt)
1965: Inside Daisy Clover (Verdammte, süße Welt)
1966: Penelope
1966: This Property Is Condemned (Dieses Mädchen ist für alle)
1969: Bob & Carol & Ted & Alice
1972: The Candidate (Bill McKay – Der Kandidat)
1975: Peeper (Die falsche Schwester)
1979: Meteor
1980: The Cracker Factory (Völlig durchgedreht)
1980: The Last Married Couple in America (Einmal Scheidung, bitte!)
1980: Willie & Phil
1983: Brainstorm (Projekt Brainstorm)
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