Ein Amerikaner in Paris
Titel USA: An American in Paris
Genre: Musical, USA 1951
Regie: Vincente Minnelli
Produktion: Arthur Freed
Drehbuch: Alan Jay Lerner
Musik: Saul Chaplin, George Gershwin
Kamera: Alfred Gilks, John Alton
Darsteller:
Gene Kelly: Jerry Mulligan, Leslie Caron: Lise Bouvier
Oscar Levant: Adam Cook, Georges Guétary: Henri Baurel
Nina Foch: Milo Roberts, und andere
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Kurzinhalt:
Der Amerikaner Jerry Mulligan (Gene Kelly) ist kurz nach Kriegsende nach Paris gekommen, um in der Stadt eines Toulouse-Lautrec und Utrillo selber ein berühmter Maler zu werden. So teilt er sich mit dem Komponisten Adam Cook (Oscar Levant) eine kleine aber feine Wohnung und akzeptiert es auch, dass Adam wesentlich erfolgreicher ist als er selbst. Obwohl der Erfolg bisher noch auf sich warten lässt, ist Jerry nicht entmutigt. Im Gegenteil, er ist die gute Laune selber, beliebt im ganzen Viertel, singt und tanzt mit den Kindern der Nachbarn und träumt mit seinem Landsmann Adam Cook vom künftigen Ruhm. Eines Tages begegnet Jerry der hübschen und reichen Milo Roberts (Nina Foch), deren Leidenschaft es ist, Künstler zu "sammeln", um sie berühmt zu machen.
Von Jerry kauft sie gleich zwei Bilder zu einem beachtlichen Preis mit dem Hintergedanken, damit eine Anzahlung auf den Künstler selber geleistet zu haben. Als Jerry seine Mäzenin ausführt, begegnet er Lise (Leslie Caron) und verliebt sich Hals über Kopf in die stubsnasige Pariserin. Doch Lise ist bereits an einen Freund Jerrys, einen älteren Revuestar, vergeben. Sie liebt ihn zwar nicht, fühlt sich ihm jedoch verpflichtet, weil er sie im Krieg unter Lebensgefahr aus einer gefährlichen Situation gerettet hat. Daher gibt sie seinem Drängen auf Heirat nach, obwohl ihr Jerry viel mehr bedeutet.
Jerry flüchtet sich in die Arme seiner Dollarprinzessin. Zufällig besuchen die beiden Paare eines Abends dasselbe Kostümfest, und dort kommt es zu der Lösung, die weder Jerry noch Lise zu erhoffen wagten …

Quelle: Dirk Jasper FilmLexikon

Vincente Minnellis Musical heimste sechs Oscars ein und zählt längst zu den Klassikern des Genres. Das liegt nicht allein an der Top-Besetzung, der gutgelaunten Inszenierung und der brillanten Choreografie von Gene Kelly. A und O des Films ist natürlich die Musik von George Gershwin. Die unvergessene Melodien wie der Titelsong "American In Paris" oder "I Got Rhythm", "Embraceable You", "S Wonderful", "Our Love Is Here To Stay" sind auch heute noch "Ohrwürmer".
Die Musik George Gershwins, die Choreographie und zahllose Tanzeinlagen stehen im Mittelpunkt dieses unbeschwerten Filmes, der zu Großteilen gar nicht in Paris sondern in Hollywood gedreht wurde. Die Geschichte ist simpel und bleibt im Hintergrund. Weltberühmt wurde eine 17-minütige Traumsequenz, die als einer der Höhepunkte des amerikanischen Tanzmusicals gilt.

Der begabte Komponist George Gershwin verstarb bereits 1937 im Alter von nicht einmal 39 Jahren. "Ein Amerikaner in Paris" zählt neben der vom Jazz inspirierten "Rhapsody in Blue" zu seinen bekanntesten Kompositionen. Daneben ist vor allem sein höchst gekonntes Klavierkonzert in F-dur erwähnenswert, das sogar seinem bewunderten Kollegen Maurice Ravel ein Lob abtrotzte.

Quelle: www.prisma.de
  

Reclams Filmklassiker:
Das ist die Choreographie Gene Kellys, die Farbdramaturgie Vincente Minnellis, die Tanzkunst Leslie Carons. Die drei Freunde sitzen im Café und auf die Frage "What's she like?" fährt die Kamera auf einen Spiegel an der Wand, in dessen Rahmen Lise als Imagination der Männer erscheint.
In sechs Vignetten, jede monochromatisch anders eingefärbt, führt sie Mode und Tanzstil einer bestimmten Epoche vor: Barock und Biedermeier, viktorianisch und jakobinisch, Louis XVI. und die 20er Jahre. Damit zeigt sie die verschiedenen Aspekte ihrer Persönlichkeit: schön oder lustig, sexy oder altmodisch, der Bücherwurm oder das Charleston-Mädchen. Das Schlussballett vereint wiederum die europäische Kultur in einer faszinierenden Hommage mit dem Hollywood-Musical. Dafür setzte Minnelli zur Überraschung aller einen neuen Kameramann durch, den bis dahin als Meister der Schwarzweißphotographie bekannten John Alton. Nach Jerrys Schwarzweißzeichnung auf dem Künstlerfest folgt die Explosion von Technicolor, Licht und Bewegung. Die großen französischen Maler geben den Ton an: Dufy für die Place de la Concorde, Renoir für den Blumenmarkt, Utrillo für die Montmartre-Straße, Rousseau für den Jahrmarkt, van Gogh für die Place de l'Opéra, Toulouse-Lautrec für das Moulin Rouge.

Lexikon des internationalen Films:
Romantisch-beschwingte Tanzdichtung rund um die Melodien der gleichnamigen Gershwin-Suite: Ein amerikanischer Soldat bleibt nach dem Zweiten Weltkrieg als Maler in Paris; er erliegt dem Charme der Stadt und einer aparten Französin. Aus dem harmonischen Zusammenklang von Minnellis phantasievoller Regie, Kellys brillanter Choreographie und dem mit optischer Delikatesse eingefangenem Flair von Paris gelang eines der überzeugendsten, vielfach preisgekrönten Beispiele des amerikanischen Filmmusicals.
  

6 Oscars 1951 für
Bester Film: Ein Amerikaner in Paris (Produzent:
Arthur Freed)
Kamera
(Farbe): Alfred Gilks, John Alton
Drehbuch (Original): Alan Jay Lerner
Musik (Musical): Johnny Green, John Alton
Ausstattung (Farbe):
Cedric Gibbons, Preston Ames, Edwin B. Willis, Beogh Gleason
Kostüme (Farbe):
Orry-Kelly, Walter Plunkett,  Irene Sharaff
Oscar-Nominierung 1951 für
Vincente Minelli (Regie)
Adrienne Fazan (Schnitt)
 
Quelle: Dirk Jasper FilmLexikon sowie www.prisma.de
Siehe auch Wikiprdia
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