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Harold Lloyd (Harold Clayton Lloyd)
wurde am 20. April 1893 in Burchard (Nebraska) geboren.
Harolds Vater J. Darsie Lloyd wird in einigen Quellen als erfolgloser Fotograf
bezeichnet, der in San Diego eine Billardhalle
aufmachte, andere Quellen wiederum nennen als Beruf Verkäufer.
Harold begeisterte
sich schon früh für das Theater, stand schon mit vier Jahren in
Kinderrollen auf der
Bühne, wirkte später in Schüleraufführungen mit und begann als junger
Mann kleine Rollen an kalifornischen Provinztheatern zu
spielen. 1912 trat er als Komparse in einem ersten Film auf und mit 24 Jahren gründete
er 1914 mit Hal Roach1)
(1892 - 1992) die auf kurze Komödien
spezialisierte Firma "Rolin". Hier spielte er die ersten von ihm erschaffene
Figuren, den "Lonesome Luke" und "Willie Work", die sich an
Charles Chaplin2) (1889 1977) anlehnten und diesen imitierten. Lloyd
produzierte diese Filme am Fließband, manchmal
drehte er pro Woche einen Streifen, trat zwischen 1915 und 1917
mit diesen Rollen in fast 100 Einaktern auf da blieb die Qualität
oft auf der Strecke. Lloyd war übrigens nicht der
einzige, der sich an Chaplins Erfolg
anhängte, viele andere Komiker versuchten meist mit wenig Erfolg das
gleiche. Mit Hal Roach
geriet Lloyd schließlich wegen einer Gagenforderung aneinander und verließ die
Firma; eine Weile gehört er dann zu den 1912 von Mack
Sennett1) (1880 1960) gegründeten "Keystone
Pictures Studios".
Doch Ende 1917 begann der Erfolg, Lloyd entwickelte
einen neuen Rollentyp: Einen freundlichen,
nervösen jungen Mann mit Strohhut, Anzug und übergroßer Hornbrille, dem es zwar
an Geschick, nicht aber an Tatendrang mangelt; ein komischer Optimist, der mit Durchhaltevermögen
und reichlich Glück dem Schicksal immer wieder ein Schnippchen schlug. Damit war Harolds weltbekanntes
und berühmt gewordenes Image kreiert, dem er bis zu seinem letzten Film treu
blieb. Sehr
schnell erlangte er weltweite Popularität mit dieser
Rolle. Zwischen 1917 und 1919 entstanden wiederum etwa einhundert Kurzfilme, danach
begann Lloyd mit längeren Filmen, die er ab 1923 auch selbst
produzierte. Berühmt geworden sind unter anderem "Grandma's Boy"(1922, Großmutters Junge),
"Safety Last!"1) (1923, Ausgerechnet
Wolkenkratzer), "The Freshman" (1925, Der Sportstudent) oder "For Heaven's Sake"
(1926, Um Himmels willen). Mit "Safety Last" kam 1923 Lloyds
wohl bekanntester Film in die Kinos, der seine typische Hochhaus-Kletterei,
die hier zugleich den Aufstieg der Filmfigur symbolisiert, perfekt in die
Handlung integriert. Auch die berühmte Szene, in der der Komiker am Zeiger
einer Uhr hängt, stammt aus diesem Film. (Quelle: Wikipedia)
Dessen ungeachtet war Lloyd ein Kassenmagnet,
Liebling bei Erwachsenen und Kindern. Seine "Stunts" waren oft nicht
ungefährlich:
1920 explodierte bei den Dreharbeiten zu "Haunted Spooks" ein Zündkörper in seiner rechten
Hand Harold verlor Daumen und Zeigefinger.
Er trug anschließend einen Spezialhandschuh, der das Handicap
nur bei genauem Hinsehen sichtbar machte, und war trotz teilweiser
Lähmung der Hand in der Lage, seine Kunststücke selbst auszuführen;
Regisseur war meist Fred C. Newmeyer3) (1881 1967), manchmal gemeinsam mit
Sam Taylor1)
(1895 1958). Die langen
Spielfilme waren erfolgreich und Harold wurde begeistert aufgenommen, so 1922 als
fürsorglicher
Landarzt in "Dr. Jack" und vor allem als der Mann,
der am Zeiger einer Turmuhr hängt, zuerst 1923 in "Ausgerechnet Wolkenkratzer"
(Safety Last); insgesamt sechs Mal turnte er in schwindelerregender
Höhe an solchen Fassaden herum.
Während der Tonfilm für viele andere Komiker wie Buster Keaton de facto das
"Aus"
bedeutet und anderen, wie Charlie Chaplin Bauchschmerzen bereitet hatte, gab
es für Lloyd in den 1930er Jahren keine Probleme mit dem Wechsel, er schaffte den Übergang zu abendfüllenden Komödien Lloyd trennte sich von Roach und
produzierte seine Filme selbst, was ihn zu einem reichen Mann machte. Es zeigte sich
jedoch auch, dass sein Komödienstil
altmodisch geworden war und so reduzierte er seine Filmtätigkeit auf maximal
einen Film pro Jahr. Die Geschichte handelt von einem Studenten, der wegen seines Rugby-Erfolges von einem Sportskollegen einen Job als Buchhalter erhält. Eine Weile altert Harold im Laufe der Dienstjahre vor sich hin, bis er dann doch noch auf Touren kommt. Sturges hat in die locker-lakonische Geschichte wie in all seinen Filmen einiges an Sozialkritik eingebracht, und natürlich turnt Lloyd wieder an der Fassade eines Wolkenkratzers herum es war Lloyds letzter Film, danach zog er sich ins Privatleben zurück. 1952 erhielt Harold Lloyd, der zu den 36 Gründern der "American Academy of Motion Pictures" zählt, den Ehren-Oscar; in den 1960er Jahren macht er mit der Fernsehvermarktung seiner Filme, für die er die Rechte behalten hatte, ein Vermögen. 1962 wurde in Cannes ein Kompilationsfilm aus alten Lloyd-Filmen unter dem Titel "Harold Lloyd's World of Comedy" (Selten so gelacht) präsentiert; der anwesende Künstler erhielt eine "Standing Ovation". Eine weiterer aus Lloyd-Streifen zusammengesetzter Film erschien 1963 unter dem Titel "The Funny Side of Life" (Spaß muss sein).
Am 8. März 1971 starb Harold Lloyd mit 77 Jahren als reicher Mann in
Hollywood an den Folgen einer Krebserkrankung. Aus seinem Nachlass von
rund 5 Millionen Dollar Vermögen vermachte er 1,5 Millionen für die
Errichtung eines Museums und Film-Forschungsinstitutes in seinem Heim, doch das Museum kam nicht zustande. |
| Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 3) englischsprachige Wikipedia |
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Textbausteine des Kurzportraits von www.prisma-online.de; Webpräsenz (in englisch): www.haroldlloyd.com; siehe auch Wikipedia, www.cyranos.ch Filmografie bei der german.imdb.com; Fotos bei silentgents.com und www.virtual-history.com |
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