Oliver Hardy Stan Laurel Stan Laurel & Oliver Hardy
Dick und Doof: Die Wüstensöhne; Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film; Copyright Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH
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Oliver Hardy  

(Oliver) Norvell Hardy wurde am 18. Januar 1892 in Atlanta, im amerikanischen Bundesstaat Georgia geboren; sein Vater Oliver Hardy, ein ehemaliger Kriegsveteran und späterer Bauleiter bei der Georgia Southern Railroad Company, starb überraschend, als der kleine Norvell erst zehn Monate alt war. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Milledgeville (Georgia), wo seine Mutter mit einem kleinen Hotel erfolgreich den Lebensunterhalt der Familie verdiente. Seit etwa 1914 nannte er sich zu Ehren seines Vaters mit Vornamen "Oliver".
  
Schon als Kind fiel Hardy durch seine schöne Stimme auf, sang bereits als achtjähriger in einem Chor und hatte seitdem eine Neigung zur "Kunst" im weitesten Sinne. Gegen den Willen seiner Mutter, die ihren renitenten Sohn kurzzeitig auf eine Militärakademie geschickt hatte, versuchte er sich später nach einem abgebrochenen Jura-Studium als Straßen- und Zirkussänger, kam schon früh, durch eine Anstellung in einem Lichtspieltheater mit dem Film in Berührung; seit etwa 1910 arbeitete er als Geschäftsführer und Filmvorführer in dem einzigen Kino in Milledgeville. Fasziniert durch dieses neue Medium wollte Hardy nun auch unbedingt Filmschauspieler werden, verließ 1912 Milledgeville und zog nach Jacksonville (Florida). Dort befand sich zu dieser Zeit die Hochburg der noch jungen Filmindustrie und Hardy rechnete sich gute Chancen aus, eine Anstellung zu bekommen. Doch der Plan, seinen Traum zu verwirklichen, gestaltete sich anfangs schwierig, Hardy hielt sich mit Auftritten als Sänger über Wasser. Dann hatte er Glück, die "Lubin Company" suchte einen dicken jungen Mann für eine Kurzfilmkomödie – und er bekam den Job. 1913 stand er in dem stummen Streifen "Outwitting Dad" (Der überlistete Vater) erstmals vor der Kamera, danach spielte er in unzähligen Kurzfilmen die Rolle des "Heavy", des schwergewichtigen Bösewichtes. Er machte die Runde durch mehrere Filmstudios bis er 1926 vom "Hal Roach Studio" engagiert wurde. Dort traf er auf Stan Laurel, mit dem er bereits Anfang der 20er Jahre in dem Streifen "A Lucky Dog" (1921) kurz zusammengearbeitet hatte. Durch Zufall trat dieses Paar nun in einem Film erneut zusammen auf, und die klugen Köpfe im Studio erkannten schnell, welch ein Potential diese beiden als Komikerpaar hatten. Bereits die ersten Stummfilme hatten großen Erfolg an der Kinokasse, das Publikum verlangte nach mehr "Stan & Ollie"-Filmen – die Legende nahm ihren Anfang.
 
Insgesamt drehte das Komikerpaar 106 gemeinsame Filme; in dem Duo spielte Hardy meist die Rolle des Mannes mit den großen Plänen, der an seinen Ansprüchen scheitert. In Erinnerung bleibt sein leidendes, verwundertes Gesicht, wenn er sich über seinen Partner Stan Laurel oder anderes Ungemach ärgert und in einem cholerischen Anfall ausbricht. Oliver Hardy war Freimaurer und Mitglied der "Solomon Lodge No. 20" in Jacksonville. Einer der bekanntesten Filme, die auf die Freimaurerei anspielen, ist der Film "Die Wüstensöhne" (Sons of the Desert) von 1933. Dort begeben sich Stan Laurel und Oliver Hardy auf einen Konvent der Shriners in Chicago, tragen deren Fes und treffen sich in einer Oase (Freimaurerloge). (Quelle: Wikipedia)

Oliver Hardy, der mit Spitznamen "Babe" genannt wurde, trat während seiner Partnerschaft mit Stan Laurel fast ausschließlich mit diesem als Duo auf, nur in wenigen wenige Filmen stand er mit anderen Kollegen vor der Kamera, wie beispielsweise in "Zenobia, der Jahrmarktselefant"1) (1939, Zenobia) mit Harry Langdon oder in dem Western "In letzter Sekunde" (1949, The Fighting Kentuckian) mit John Wayne. Der letzte Film "Dick und Doof erben eine Insel" (1951, Atoll K) mit dem Traumpaar " Stan & Ollie" entstand Ende der 1940er Jahre.

Mitte September 1956 erlitt Oliver Hardy als Folge einer vom Arzt wegen seiner Diabetes verordneten Radikal-Diät einen schweren Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte; er war fast völlig gelähmt und konnte nicht mehr sprechen. Ein knappes Jahr später starb die Komikerlegende nach zwei weiteren Schlaganfällen am 7. August 1957 im Alter von 65 Jahren in Hollywood an einer Gehirnthrombose.
Hardy war in erster Ehe seit 1913 mit der Pianistin Madelyn Saloshin verheiratet, 1921 wurde die Ehe geschieden. Noch im gleichen Jahr ehelichte er Schauspielerkollegin Myrtle Reeves (1897 – 1983), doch auch diese Verbindung endete 1937 vor dem Scheidungsrichter. Ehefrau Nr. 3 wurde Anfang März 1940 die Darstellerin Virginia Lucille Jones (1909 – 1986), die bis zu Hardys Tod an seiner Seite war. Kennengelernt hatte sich das Paar 1939 während der Dreharbeiten zu dem Film "Flying Deuces" (1940, Dick und Doof in der Fremdenlegion), bei dem Lucille als Scriptgirl arbeitete. Nach dem Tod ihres Mannes heiratete Lucille Hardy am 11. November 1960 den Geschäftsmann Ben A. Price (1909 – 1986).
 
Link: 1) Wikipedia

Siehe auch Wikipedia; www.prisma-online.de, www.djfl.de
Filmografie bei der german.imdb.com sowie bei Wikipedia

Stan Laurel  

Der Brite Stan Laurel wurde am 16. Juni 1890 als Arthur Stanley Jefferson und Sohn des Theaterbesitzers bzw. Schauspielers Arthur J. Jefferson (1863 – 1949) in Ulverston geboren, auch die Mutter Madge Metcalfe (1860 – 1908) arbeitete am Theater. Der kleine Stanley wuchs gemeinsam mit seinen vier Geschwistern Gordon (1885 – 1938), Beatrice (1894 – 1978) und Edward (1900 – 1933) auf; der Ende April 1899 geborene Bruder, Sydney war nur wenige Monate nach der Geburt am 10. September 1899 gestorben.
Bereits als Junge zeigte Stanley mit seiner Hobby-Theater-Truppe "Stanley Jefferson Amateur Dramatic Society" sein komisches Talent, sein Bühnendebüt gab er 16-jährig am "Pickard's Museum" in Glasgow, wo der Vater eine Anstellung als Manager am örtlichen "Metropole Theatre" hatte. Weitere professionelle Auftritte hatte er später als Alleinunterhalter bei der Pantomimen-Truppe "Levy and Cardwell's Juvenile Pantomimes", wurde dort mit seinem Solo-Programm von dem berühmten Theaterproduzent Fred Karno entdeckt, der Anfang des 20. Jahrhunderts Tourneen durch ganz Europa und sogar die USA organisierte und schon mit einem anderen Komiker gutes Geld verdient hatte: Charles Chaplin1) (1889 – 1977).
Zusammen mit Chaplin kam Stan Laurel erstmals 1910 sowie 1912 als Mitglied von Karnos Vaudeville-Truppe in die USA. Als Karno sein Zugpferd Chaplin an den Film verlor und mit seiner Produktion in finanzielle Schwierigkeiten geriet, musste sich Laurel nach einem neuen Betätigungsfeld umsehen. Er beschloss, in Amerika zu bleiben, gründete mit einem befreundeten Ehepaar das "Stan Jefferson Trio" und konnte mit den Programmen erste Achtungserfolge erzielen. Jahrelang klapperte er mit verschiedenen Partnern die amerikanischen Music-Hall Bühnen ab und konnte zwischen diesen Engagements auch bereits in einigen Filmkomödien auftreten; sein Leinwanddebüt hatte er in dem kurzen Stummfilm "Nuts in May" (1917, Possen im Mai) gegeben. Etwa 1918 legte er sich den Künstlernamen "Stan Laurel" zu, Mae Charlotte Dahlberg, eine australische Tänzerin, die zusammen mit Laurel in Vaudeville-Theatern auftrat, soll den Namen "Laurel" (Lorbeer) erfunden haben. Mit der verheiraten Künstlerin verband ihn eine jahrelange Liebesbeziehung, da Dahlbergs australischer Ehemann jedoch nicht in eine Scheidung einwilligte, war der Verbindung kein endgültiges Glück beschieden, 1925 kehrte Mae Charlotte Dahlberg nach Australien zurück.

1918 hatte Laurel den Produzenten Hal Roach getroffen, dessen Filmstudio zu jener Zeit, neben dem von Mack Sennett, das zweitwichtigste Studio für Filmkomödien war; bekannte Leinwandstars wie Harald Lloyd, Charlev Chase und die "Kleinen Strolche" hatten dort ihre Heimat.
Roach engagierte Laurel als Regisseur, Autor und Hauptdarsteller für eine Reihe von Kurzfilmen, einer dieser Streifen war "A Lucky Dog" (1921), in dem er erstmals mit seinem späteren, langjährigen Filmpartner Oliver Hardy vor der Kamera stand. Doch es sollte noch mehrere Jahre dauern, bis aus den beiden das wohl berühmteste Komikerduo der Filmgeschichte wurde.

1926 brachte Hal Roach die beiden Filmkomiker Stan Laurel und Oliver Hardy zusammen, Laurel war der aktivere Teil des grotesken Duos, er befasste sich auch mit der Regie, dem Schnitt und den Gags der Filme. Es entstanden in den nächsten Jahren mehr als 100 gemeinsame, meist Kurzfilme, von denen die Stummfilme der späten 20er Jahre als die Besten gelten: So beispielsweise "Duck Soap" (1927, Entensuppe), "The Battle of the Century" (1928), "Two Tars" (1928, Zwei Matrosen) oder "Big Business" (1929).

Ende der 30er Jahre kam es mit Hal Roach zu Differenzen, nicht zuletzt wegen Laurels Privatleben; als der Vertrag des Duos mit Hal Roach 1940 auslief, verlängerte Roach ihn nicht. In den folgenden Jahren drehten "Stan & Olli" noch eine Reihe weiterer Streifen bei anderen Filmstudios, die jedoch qualitativ nicht das Niveau der legendären Stumm- bzw. Tonfilme erreichten. Die Produktionen waren in den USA wenig erfolgreich, ab Anfang der 50er Jahre trat das Komikerpaar nicht mehr vor die Kamera. Bei einigen Tourneen durch Europa konnten beide zwar noch einmal an ihre große Zeiten als Komiker anknüpfen, letztlich war die Karriere jedoch beendet.
   
Den Tod von Oliver Hardy hatte Laurel persönlich als Schicksalsschlag empfunden, dem ein Nervenzusammenbruch folgte; an der Beerdigung konnte Laurel auf Anraten seines Arztes nicht teilnehmen. Laurel zog sich fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurück, verfiel zeitweise in starke Depressionen. Vor die Kamera zu treten oder öffentliche Auftritte zu absolvieren, lehnte er ab, war jedoch noch als Gag-Schreiber für verschiedene Komiker-Kollegen tätig. 1961 wurde ihm für seine Pionierleistungen auf dem Gebiet der Filmkomödie ein "Ehren-Oscar" verliehen.
Stan Laurel starb am 23. Februar 1965 im kalifornischen Santa Monica mit 74 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes. Seine sterbliche Hülle wurde eingeäschert und die Urne auf dem Forrest Lawn Friedhof beigesetzt. Auf seinem Grabstein steht: "A Master of Comedy; His Genius in the art of humor brought gladness to the world he loved".
 
Laurel war fünf Mal verheiratet, seine erste, 1926 geschlossene Ehe mit der Schauspielerin Lois Neilson (1895 – 1990) war endgültig, nicht zuletzt wegen Laurels Alkoholproblemen, 1935 gescheitert. Laurel hatte zwei schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen, der gemeinsame Sohn Robert Stanley war 1930 neun Tage nach der Geburt verstorben, wenig später war sein Bruder Edward nach einer Zahnbehandlung (eventuell aufgrund einer zu hohen Dosis Lachgas) einem Herzinfarkt erlegen. Eine Tochter, Lois (Lois Laurel-Hawes), die selbst später sporadisch vor der Kamera stand, war 1927 geboren worden.
Nach der Scheidung von Lois Neilson ehelichte Laurel noch im gleichen Jahr Virginia Ruth Rogers, die einen kleinen Part in "Die Wüstensöhne" (1933, Sons of the Desert) gespielt hatte. Der Verbindung war nur ein kurzes Glück beschieden, Ende 1936 erfolgte die offizielle Trennung. Ehefrau Nr. 3 wurde am 1. Januar 1938 Vera Ivanova Shuvalova, nach nur wenigen Monaten ging auch diese Ehe im Mai 1939 in die Brüche. Nach einer erneute Heirat mit Virginia Ruth Rogers im Januar 1941 (Scheidung April 1946) gab Laurel am 6. Mai 1946 der russischen Sängerin und Schauspielerin Ida Kitaeva (1899 – 1980 ) das Ja-Wort, die bis zu seinem Tod an seiner Seite war.
 
Link: 1) Kurzportrait innerhalb dieser HP

Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de, www.cyranos.ch
Filmografie bei der german.imdb.com

Stan Laurel & Oliver Hardy

Die gemeinsame Karriere des Duos Stan Laurel & Oliver Hardy ist einzigartig, wohl kein anderes Komikerpaar hat weltweit einen solchen Bekanntheitsgrad respektive Anerkennung gefunden. Eine erste gemeinsame Zusammenarbeit gab es in dem kurzen stummen Streifen "The Lucky Dog"1) (1921), Mitte der 1920er Jahre starten beide dann mit "The Second Hundred Years"1) (1927, Kavaliere für 24 Stunden) eine fulminante gemeinsame Karriere. Laurel-&-Hardy-Klassiker wie "Sailors, Beware!" (1927, Die Dame mit den langen Fingern), die Lachgas-Nummer "Leave 'em Laughing"1) (1928, Lass sie lachen), "The Finishing Touch"1) (1928, Das unfertige Fertighaus), "Two Tars"1) (1928, Zwei Matrosen), "Liberty"1) (1929, Die Sache mit der Hose2)), "Wrong Again" (1929), "That's My Wife" (1929) oder "Bacon Grabbers" (1929) gehören auch heute noch zum Standardrepertoire von Fans der Szene. Ein weiterer Stummfilmklassiker war beispielsweise die Komödie "We Faw Down"1) (1928, Wir fallen auf die Nase), der knapp 20-minütige Streifen "Big Business"1) (1929, Das große Geschäft) wurde wurde sowohl in einer stumm Fassung, als auch in einer Tonfilmfassung abgedreht, ebenso wie "Unaccustomed as we are"1) (1929, Die brennende Nachbarin).
  
Auch mit Einführung des Tonfilms gehörte das Gespann "Stan & Ollie" nach wie vor zu den Publikumslieblingen, neben einigen weiteren stummen Kurzfilmen wie "Brats" (1930, Vaterfreuden), "Below Zero"2) (1930, Unterschlagene Noten), "The Music Box" (1932, Der zermürbende Klaviertransport), "Them Thar Hills"2) (1934, Jene fernen Berge) oder "Tit for Tat"2) (1935, Wie du mir, so ich dir) kamen neben kurzen Komödien wie "Night Owls"1) (1930, Dick und Doof als Einbrecher), "Blotto"1) (1930, Angeheitert), "Brats"1) (1930, Glückliche Kindheit) oder "County Hospital"1) (1932, Dick und Doof im Krankenhaus) auch vermehrt Streifen in Spielfilmlänge auf die Leinwand, von denen viele inzwischen zu Klassikern geworden sind. Zu nennen sind etwa "Pack Up Your Troubles"1) (1932, Die Teufelsbrüder), "Babes In Toyland"1) (1934, Rache ist süß), "Bonnie Scotland"1) (1935, Wir sind vom schottischen Infanterie-Regiment2)), "Our Relations"1) (1936, Die Doppelgänger), "Way Out West"1) (1937, Zwei ritten nach Texas) und "Blockheads"1) (1938, Die Klotzköpfe2)/Lange Leitung). Zu den Highlights jener Jahre gehört zweifelsohne die Slapstick-Komödie "Sons Of The Desert"1) (1933, Die Wüstensöhne2)), diese köstliche Komik auf höchstem Niveau bildet den Zwerchfell erschütternden Auftakt einer Reihe mit elf Filmen des Slapstick-Duos Laurel & Hardy, die bis ins Jahr 2002 erneut in den Kinos zu sehen waren. (Quelle: prisma-online.de)
Weiteren Spaß brachten die zwei Komiker unter anderem mit "Swiss Miss" (1938, Als Salontiroler),  "The Flying Deuces"2) (1939, Dick und Doof in der Fremdenlegion2)), "A Chump at Oxford"1) (1940, Dick und Doof als Studenten2)), Saps at Sea"1) (1940, Auf hoher See) oder "Nothing But Trouble" (1944, Die Leibköche seiner Majestät).

Nach der Trennung von Hal Roach im Jahre 1940 hatte die Qualität der Produktionen merklich nachgelassen, der schlechtste Film ihrer Karriere war mit "Atoll K" (1951, Dick und Doof erben eine Insel)  gleichzeitig ihr letzter gemeinsamer Leinwandauftritt.
In Deutschland kennt man Laurel & Hardy unter dem doch etwas abwertenden Namen "Dick & Doof". Ihre Filme liefen bereits in den 1930er Jahren in den Kinos und wurden nach dem Weltkrieg in den 1950er und 1960er Jahren erfolgreich wieder aufgeführt. Die heutigen Fans von Laurel & Hardy haben sicher zum großen Teil ihre erste Bekanntschaft mit Stan & Ollie den Fernsehprogrammen der 70er Jahre zu verdanken.
Schon zu Zeiten der Weimarer Republik war das Paar in Deutschland und Österreich bekannt und beliebt, selbst in der Zeit des Nationalsozialismus waren sie in den Kinos als "Dick und Doof" zu sehen, bis die Nationalsozialisten 1938 ein allgemeines Importverbot amerikanischer Filme verhängten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ihre Filme wieder gezeigt und Laurel & Hardy wurden, nicht zuletzt dank der stetig zunehmenden Verbreitung des Fernsehens, im Laufe der Zeit immer populärer. Auch heute noch, rund sechs Jahrzehnte nach der Beendigung der Dreharbeiten an ihrem letzten Film, genießen Stan & Ollie posthum eine Popularität, die ihresgleichen sucht.

Verschiedene Autoren haben sich des wohl berühmtesten Komikerpaares der Filmgeschichte angenommen. Beispielsweise erschien von Christian Blees 1993 das Buch "Laurel und Hardy –  Ihr Leben, ihre Filme", in dem ausführlich der Werdegang der beiden Schauspieler, ausgehend von ihren Solojahren bis hin zum traurigen Ende ihrer gemeinsamen, glanzvollen Karriere beschrieben wird. Darüber hinaus werden sämtliche der insgesamt über hundert Filme des Duos ausführlich vorgestellt; inzwischen gibt es eine vierte, aktualisierte und erweiterte Auflage. Von Harry Hoppe, dem Betreiber des Düsseldorfer "Laurel & Hardy-Archives" stammt "Laurel und Hardy. Life and Magic" mit ausführlichen Lebensläufen und vollständiger Filmografie, von Neil Grant "Laurel und Hardy. Die Legende lebt", in dem unter anderem auch Fotos aus dem Privatleben der beiden unzertrennlichen Spaßvögel gezeigt werden.
Norbert Aping brachte "Das Dick & Doof Buch" auf den Markt und Harry Hoppe veröffentlichte 2000 "Das ultimative Laurel und Hardy Kochbuch" mit dem Untertitel "80 geniale Rezeptideen nicht nur für Dicke und Doofe".


Link: 1) Wikipedia, 2)  prisma-online.de

Offizielle Webpräsenz (in englisch): www.laurel-and-hardy.com
Mehr Infos zu dem Komikerduo gibt es bei www.laurel-hardy.de.
Siehe auch www.laurel-hardy-museum.de und Wikipedia
Fotos bei silentgents.com

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