Brenda Lee wurde am 11. Dezember 1944 als Brenda Mae Tarpley und zweites von vier Kindern in Atlanta1) im US-Bundesstaat Georgia1) geboren. Der Vater Ruben Lindsey Tarpley, der nach seiner Entlassung aus der "US Army" verschiedene Berufe ausübte (unter anderem Zimmermann) und sich als und halbprofessioneller Baseball-Spieler betätigte, starb bereits 1953 bei einem Berufsunfall, die Mutter arbeitete in einer Baumwoll-Spinnerei. Aufgewachsen mit zwei Schwestern und einem Bruder, trat die kleine Brenda schon als Kind 1950 mit erst 6 Jahren als Sängerin in der bekannten "Starmakers Revue" auf, einer damals populären Show des "Atlanta Radio", und war mit den Liedern "Too Young" (→ Wikipedia (englisch)) und "Slow Poke" (→ Wikipedia (englisch)) zu hören. Sie erhielt zwar keine Gage, da aber eine bekannte Eiscreme-Firma die Sendung sponserte, bekam die kleine Brenda so viel Eiscreme, wie sie wollte. Nach dem frühen Tod des Vaters war die Familie so gut wie mittellos und Brenda musste mit ihren Gesangsdarbietungen zum Einkommen der Familie beitragen. 1955 heiratete ihre Mutter erneut, die Familie zog kurzzeitig nach Cincinnati1) (Ohio1)) und dann nach Augusta1) (Georgia), wo sie die "North Augusta Elementary School" und dann die "Junior High School" besuchte sowie weiterhin eine Karriere als Sängerin verfolgte. Der Stiefvater fungierte als ihr Manager,  organisierte Auftritte im Umfeld von Atlanta, zu dieser Zeit entstand auch der Künstlername "Brenda Lee".
  
Unter anderem wirkte sie bei einem örtlichen TV-Sender in der Show "Peach Blossom Special" mit sang Lieder von Hank Williams1), es folgten weitere Auftritte bei unterschiedlichen TV-Sendern des Umkreises. Bereits 1956 erhielt die damals 12-Jährige einen Plattenvertrag beim Label "Decca Records"1), als erste Single erschien der Hank Williams-Klassiker "Jambalaya"1), ihr erster Hit war der von Hugh Ashley (1915 – 2008) geschriebene Titel "One Step at a Time"  (→ Wikipedia (englisch)), der 1957 sowohl in die "Billboard Hot 100"1) als auch in die "Country Charts"1) aufstieg. Dem Song "Dynamite" verdankte sie ihren Spitznamen "Little Miss Dynamite", langsam, aber stetig festigte sie ihren Platz in den US-Charts. Owen Bradley1), Produzent der Country-Sängerin Patsy Cline1), mit der sie sich angefreundet hatte, betreute auch ihre nächsten Aufnahmen, wie unter anderem "Rockin' Around The Christmas Tree"1) (1958). Im September 1959 konnte die inzwischen knapp 15-Jährige mit "Sweet Nothin's" (→ Wikipedia (englisch)) schon einen vierten Platz sowohl in den "Billboard Hot 100" als auch in den britischen Charts belegen. Der Nachfolge-Song "I'm Sorry"1) (Mai 1960) erreichte, ebenso wie drei Monate später "I Want To Be Wanted"1) die Spitzenposition in den Hit-Paraden. Die Songs gerieten zu internationalen Hits und Ende 1960 war der Name "Brenda Lee" weltweit ein Begriff.  Obwohl sich Brenda selbst als Country-Sängerin ansah, nahm sie die Öffentlichkeit hauptsächlich als Rock ’n’ Roll1)- und Pop-Sängerin wahr. Der Country-Szene, insbesondere den Radiostationen, war das blutjunge, kettenrauchende Mädchen mit der rauen Stimme suspekt. In der ersten Hälfte der 1960er Jahre gehörte sie zu den umsatzstärksten Stars der Popmusik.2)

   
Weitere Hits mit erfolgreichen Notierungen in den Charts folgten, beispielsweise "Emotions" (1960; → Wikipedia (englisch)), "You Can Depend On Me" (1961; → Wikipedia (englisch)), "Dum Dum" (1961; → Wikipedia (englisch)), "Fool # 1" (1961; → Wikipedia (englisch)), "Break It To Me Gently" (1962;  → Wikipedia (englisch)), "Everybody Loves Me But You" (1962; → Wikipedia (englisch)), "Speak To Me Pretty" (1962; → Wikipedia (englisch)), "Here Comes That Feeling" (1962;→ Wikipedia (englisch)), "All Alone Am I" (1962; → Wikipedia (englisch)), "Losing ou" (1963; → Wikipedia (englisch)) oder "As Usual" (1964; → Wikipedia (englisch)). Auch in Deutschland zählte Brenda Lee zwischen 1960 und 1964 zu den populären Sängerinnen, verzeichnete mit den von Bert Kämpfert1) (1923 – 1980) produzierten, in deutscher Sprache aufgenommenen Titeln "Wiedersehn ist wunderschön" oder "Ich will immer auf dich warten" große Erfolge. Neben Auftritten in den USA tourte mit ihren Liedern auch durch Europa, Japan und Südamerika, präsentierte sich zudem in zahlreichen TV-Shows.
Als ab Mitte der 1960er Jahre die Erfolge in den Hit-Notierungen nachließen, verlegte sich die Sängerin bis Mitte der 1980er Jahre vermehrt auf Country- und Western-Songs, die in den entsprechenden Hitparaden ebenfalls äußerst erfolgreich waren, blieb ein gern gesehener Gast bei Nostalgie-Konzerten.
"Anfang Dezember 2023 gelang es Lee, mit ihrem 65 Jahre zuvor aufgenommenen "Rockin’ Around the Christmas Tree"1) Platz 1 der US-amerikanischen Single-Charts zu belegen, nachdem sie dazu ein Musikvideo gedreht hatte. Obwohl das Lied nach seiner Erstveröffentlichung kein großer Chart-Erfolg gewesen war, hatte es sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem Weihnachts-Evergreen entwickelt." vermerkt Wikipedia. Wie "I'm Sorry" (seit 1999) ist auch "Rockin' Around the Christmas Tree" (seit 2019) in der "Grammy Hall of Fame"1) vertreten. Brenda Lee selbst ehrte man mit der Aufnahme in die "Country Music Hall of Fame"1) (1997) und in "die Rock and Roll Hall of Fame"1) (2002), weiterhin wird sie in der "Rockabilly Hall of Fame"1) in Nashville und in der 2007 von John Rook (1937 – 2016; → Wikipedia (englisch)) begründeten "Hit Parade Hall of Fame" geführt. Das Lebenswerk der inzwischen über 80-jährigen Künstlerin wurde am 8. Februar 2009 bei der Verleihung der "Grammy Awards" mit dem "Lifetime Achievement Award"1) gewürdigt. Im August 2018 widmete man ihr einen "Stern" auf dem "Music City Walk of Fame" in Nashville1) (Tennessee1)), wo sie seit Jahrzehnten lebt.
 
Seit 24. April 1963 ist Brenda Lee mit Ehemann Ronnie Shacklett verheiratet, den sie bei einem Jackie Wilson1)-Konzert in Nashville kennenlernte. Das Paar hat zwei Töchter Julie (* 1964) und Jolie (* 1969), die inzwischen verheiratet sind und Brenda Lee zur mehrfachen Großmutter machten.
Im März 2003 erschien von Brenda Lee in Zusammenarbeit mit Julie Clay und Robert K. Oermann die Autobiografie "Little Miss Dynamite: The Life and Times of Brenda Lee".
 
Offizielle Website: www.brendalee.com (englisch)
Siehe auch Wikipedia (deutsch; mit Diskografie), Wikipedia (englisch)
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia
Quelle: 2) Wikipedia (abgerufen 08.01.2012)
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