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Zu Desny's besten deutschen Filmrollen zählen sein leidenschaftlicher Protagonist Michael in Victor Vicas Drama "Weg ohne Umkehr" aus dem Jahre 1953 an der Seite von René Deltgen, oder sein russischer Offizier Minski in "Dunja"(1955) als Partner von Eva Bartok, nach Alexander Puschkins Novelle "Der Postmeister". Mit Maria Schell sah man ihn als Dr. Daniel Karentis in "Herr über Leben und Tod (1954), mit Hildegard Knef in dem Thriller "Geständnis unter vier Augen" (1954), mit Sonja Ziemann in "Mädchen ohne Grenzen" (1955). Mit Martine Carol stand er für Max Ophüls "Lola Montès" (1955) vor der Kamera, spielte mit Willy Birgel und Elisabeth Müller in dem Melodram "Rosen für Bettina" (1956) oder mit Lilli Palmer in "Anastasia Die letzte Zarentochter" (1956). Bis Ende der 50er Jahre folgten Filme wie "Wie ein Sturmwind" (1957), die Rolle des Grafen Vanin in "Skandal in Ischl" (1957) neben O. W. Fischer oder der Alexander Drubin in "Petersburger Nächte" (1958) zusammen mit Ewald Balser und Johanna von Koczian. Auch nachdem in den 60er Jahren keine großen Unterhaltungsfilme mehr hergestellt wurden, blieb Desny ein vielbeschäftigter Schauspieler in erfolgreichen Kinoproduktionen. Georg Tressler besetzte in in seinem Melodram "Geständnis einer Sechzehnjährigen (1960/61), im Psycho-Krimi "Der Tod eines Doppelgängers" gestaltete er 1967 die Rolle eines homosexuellen Diamantenhändlers mit viel Sensibilität und als Rainer Werner Fassbinder den Versuch unternahm, das Deutschland der Adenauer-Ära nachzustellen ("Lola", 1981), bot sich Desny als zeiterfahrener und typischer Interpret an. Wie bereits zuvor blieb er auch in den Folgejahren ein begehrter Darsteller in zahlreichen Fernsehfilmen. 1980 wurde er mit dem "Ehrenpreis" für Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet. Desny hatte zahlreiche Gastauftritte in beliebten Krimi-Reihen wie "Tatort", "Dem Täter auf der Spur", "Anwalt Abel" oder "Kriminalmuseum", übernahm die Rolle des Günther Lause in Fassbinders "Welt am Draht" (1973) oder stand für dessen Mehrteiler "Berlin Alexanderplatz" (1980) vor der Fernsehkamera. In der TV-Serie "Hellseher wider Willen" (1985) mimte er den Herrn Wieland, spielte unter anderem neben Inge Meysel in "Mrs. Harris fährt nach Moskau" (1987) und "Mrs. Harris und der Heiratsschwindler" (1991) oder mimte einmal mehr einen Baron in Bernd Böhlichs Komödie "E-m@il an Gott" (1999); letztmalig erlebte man Desny 2001 mit der Rolle des Herbert in der Komödie "Scheidung mit Hindernissen" auf dem Bildschirm.
Mit seinem internationalen Flair und seiner weltmännischen Eleganz spielte er im deutschen Film oft Ausländer, wobei ihm seine fremdländische Intonation der deutschen Sprache, die er beibehielt, zugute kam. Ob als zwielichtiger Industrieller, Arzt, Rittmeister, Diplomat oder Meisterjongleur, stets trat er mit der spöttischen Überlegenheit des Kosmopoliten auf. Als zuverlässiger Freund oder Liebhaber überzeugte sein gewinnender, manchmal überzogener Charme. Auch die Rollen des Gegenspielers und einsamen Konkurrenten verkörpert er überzeugend. Desny ist auch im reiferen Alter seinem Rollentypus verhaftet geblieben. Die angegrauten Schläfen haben das Distinguierte seines Aussehens noch verstärkt. (Quelle: Lexikon der deutschen Film- und TV-Stars" von Adolf Heinzelmeier/Berndt Schulz)
Textpassagen der Biografie
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