| Gary Cooper | ||||
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Gary Cooper wurde unter dem Namen Frank James Cooper am 7. Mai 1901 in
Helena (Montana) als zweiter Sohn englischer Einwanderer geboren.
Sein Vater, Charles Henry Cooper, war um 1885 in die USA ausgewandert und hatte
sich in der ehemaligen Minenstadt Helena vom einfachen Gerichtsschreiber
zum Rechtsanwalt und schließlich zum Richter am obersten Gerichtshof hinaufgearbeitet.
Neben einem Stadthaus in Helena besaßen die wohlhabenden Coopers eine 600 Morgan
Ranch außerhalb Montanas mit Namen
"Seven-Bar-Nine" wo Frank gemeinsam mit seinem älteren Bruder
Arthur Le Roy (1895 1982) große Teile seiner Kindheit verbrachte. In dieser ursprünglichen Gegend kam Frank schon von frühester Jugend an mit all dem in Berührung was die damals gerade zu Ende gegangene Ära des "Wilden Westens" ausgemacht hatte. Er lernte jagen und reiten, traf auf Cowboys, Indianer und Büffeljäger. Weil sie befürchtete, sie könnten "verwildern" schickte Alice Cooper ihre Söhne um 1909 für einige Jahre auf das konservative "Dunstable College" nach England, wo Ihnen britischer "Schliff" und Manieren beigebracht werden sollten. Dort wurden die Jungen aufgrund ihres Akzents und ihrer Kleidung eine Zeit lang von ihren Mitschülern gehänselt. Schließlich jedoch gewöhnten sie sich an die dortigen Gegebenheiten und wurden zu kleinen, wohlerzogenen Gentlemen. Kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges wurden die zwei nach Helena zurückbeordert. Arthur, der bereits alt genug war, trat in die Armee ein, Frank dagegen unterstützte seine Mutter auf der Farm, nachdem kriegsbedingt die meisten männlichen Arbeitskräfte eingezogen worden waren und Vater Charles Cooper aus geschäftlichen Gründen in Helena arbeitete. Während seiner Schulzeit hatte der damals 10-jährige Frank zusammen mit einem Freund einen Autounfall, bei dem er sich die Hüfte brach. Der behandelnde Arzt stellte jedoch eine falsche Diagnose und riet ihm, die Hüftschmerzen mit exzessivem Reiten auszukurieren, was er auch tat. Durch diese "Rosskur" (im wahrsten Sinne des Wortes) wurde er zu einem perfekten Reiter was ihm bei seinen späteren Rollen zugute kam, Zeit seines Lebens litt Cooper jedoch immer wieder unter Schmerzen, weil der Bruch in Wirklichkeit nie richtig verheilt war. Nach dem Krieg nahm der junge Frank seine abgebrochene Schulausbildung wieder auf und besuchte ab 1919 das "Wesleyan College" für Agrarwirtschaft in Bozeman (Montana). Er galt nicht unbedingt als herausragender Schüler, tat sich weder in sportlicher noch in akademischer Hinsicht hervor. Bald entdeckte er sein Interesse und auch ein gewisses Talent für das Zeichnen und beschloss, Karikaturist zu werden. Nach seinem College-Abschluss wechselte er deshalb 1922 auf das "Grinnell College" in Iowa, um Kunst zu studieren. Ab 1924 arbeitete Cooper nicht unbedingt erfolgreich als politischer Karikaturist und Vertreter in Los Angeles, nachdem er sich als Komparse und Stuntman bei den Paramount Studios beworben hatte, übernahm er ab 1925 kleinere Rollen in Stummfilmen, vor allem in Western. Sein erste große Rolle hatte er in Henry Kings noch stummen Western "Entfesselte Elemente" (1926, The Winning of Barbara Worth). Es folgten Aufgaben in Filmen wie in Clarence Badgers "Das Gewisse Etwas" (1927, It) oder Frank Lloyds "Kinder aus geschiedenen Ehen" (1927, Children of Divorce), mit der Titelrolle in Victor Flemings "Der Mann aus Virginia" (1929, The Virginian) gelang Cooper der Durchbruch auf der Leinwand und er avancierte zum populärsten und bestbezahlten Star des amerikanischen Tonfilmes, glänzte fortan in der Rolle des wortkargen, vom Schicksal gezeichneten Helden. Der stets etwas linkisch wirkende Cooper arbeitete mit den besten Paramount-Regisseuren zusammen, seine bevorzugten Partnerinnen waren Marlene Dietrich, Jean Arthur und Claudette Colbert. Ob in Dramen, Komödien oder Western, der Schauspieler war mit jeder seiner oft unterschiedlichen Leinwandfiguren authentisch, machte in Uniform, Wester-Outfit oder elegantem Anzug stets eine gute Figur. So überzeugte er unter der Regie von Josef von Sternberg als Fremdenlegionär Tom an der Seite von Marlene Dietrich (die er nicht nur vor der Kamera bezirzt haben soll) in dem romantischen Liebesmelodram "Marokko"1) (1930, Marocco) oder als britischer Leutnant Alan McGregor in Henry Hathaways Abenteuer "Bengali" (1935, The Lives of a Bengal Lancer). In Frank Borzages Hemingway-Verfilmung "In einem anderen Land" (1932, A Farewell to Arms) verkörperte er eindringlich den Leutnant Frederic Henry, in Frank Capras "Mr. Deeds geht in die Stadt" (1936, Mr. Deeds Goes to Town) gab er den Provinzler mit Politikerambitionen und erhielt für seine Leistung eine Oscar-Nominierung. In den beiden elegant-frivolen Lubitsch-Lustspielen "Serenade zu dritt" (1933, Design for Living) und "Blaubarts achte Frau" (1938, Bluebeard's Eighth Wife; mit Claudette Colbert) konnte er sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen, ebenso wie als zerstreuter Professor Bertram Potts und Partner von Barbara Stanwyck in Howard Hawks' Screwball-Komödie "Die merkwürdige Zähmung der Gangsterbraut Sugarpuss" (1941, Ball of Fire). In Cecil DeMilles Western "Der Held der Prärie" (1937,
The Plainsman) brillierte Cooper als legendärer Revolverheld Bill Hickok
(1837 1876), der als "Wild Bill" nicht gerade eine rühmliche
Geschichte geschrieben hatte.
Für seine darstellerische Leistung als Kriegsheld wider Willen in Howard Hawks'
historischem Streifen "Sergeant York"1) (1941)
wurde Cooper mit einem Oscar in der Kategorie
"Bester männlicher Hauptdarsteller" ausgezeichnet. Ein
weiteres Kino-Highlight mit Gary Cooper war
"Wem die Stunde schlägt"2) (1943, For Whom the Bell Tolls),
das Sam Wood nach dem Roman von Ernest Hemingway in Szene gesetzt
hatte. In dieser Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkrieges
im Jahre 1937 agierte er als amerikanischer Idealist und
Sprengstoffexperte Robert Jordan an der Seite von Ingrid Bergman,
beide Stars wurden für ihre grandiose Darstellung für einen Oscar
nominiert. (siehe auch Wikipedia
sowie prisma-online.de) |
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Textbausteine des Kurzportraits von Sabine Scharfenberger
(die domain "www.sabines.de" ist allerdings nicht mehr
existent.) Link: 1) prisma-online.de, 2) Wikipedia |
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Siehe
auch Wikipedia,
www.prisma-online.de,
www.cyranos.ch Fotos bei film.virtual-history.com und Silent Ladies & Gents |
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