Wirken (Auszug)
Hans Hotter 1947 während der "Salzburger Festspiele"; Foto mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB); Urheber/Autor: United States Information Service (USIS); Copyright United States Information Service (USIS) / ÖNB Wien; Datierung: 31.07.1947; Bildarchiv Austria (Inventarnummer US 20.211) Der Bassbariton Hans Hotter wurde am 19. Januar 1909 als Sohn eines Lehrers in Offenbach/M.1) geboren und wuchs in München auf, wo sein Vater Karl an einer Kunstgewerbeschule unterrichtete. Bevor der Sohn zu einem der renommiertesten Sänger der Werke von Richard Wagner1) avancierte, studierte er in München parallel an der "Ludwig-Maximilians-Universität"1) Philosophie und Musikwissenschaften sowie an der "Hochschule für Musik"1) Orgel und Gesang, ohne jedoch ernsthafte Pläne zu haben, ein Helden-Bariton zu werden; vielmehr strebte er den Beruf eines Organisten und Chorleiters an. Die Bekanntschaft mit dem Jean de Reszke-Schüler Matthäus Römer1) (1871 – 1954), der bereits 1909 bei den "Bayreuther Festspielen"1) die Titelpartie in Wagners Spätwerk "Parsifal"1) interpretierte, führte dann zu einer Wende, da dieser Hotters enormes sängerisches Potenzial erkannte und ihn mit dem Lied und der Oper vertraut machte.
Der erste öffentliche Auftritt Hotters als Sänger geriet 1929 bei einem Konzert in München auf Anhieb zu einem großen Erfolg und so wandte er sich ganz der Bühne zu.
 
Hans Hotter 1947 während der "Salzburger Festspiele"
Foto mit freundlicher Genehmigung der
Österreichischen Nationalbibliothek1) (ÖNB)
Urheber/Autor: United States Information Service (USIS)1)
© United States Information Service (USIS) / ÖNB Wien
Datierung: 31.07.1947
Bildarchiv Austria (Inventarnummer US 20.211)
Bereits ein Jahr später trat er mit dem Bass-Solo in "Messias"1) von Georg Friedrich Händel1) erstmals in einem Oratorium auf, wenig später gab er 1930 sein Debüt am "Schlesischen Theater Troppau"1) in Troppau1) (heute Opava, Tschechien1)) mit der Partie des "Sprechers" in der Oper "Die Zauberflöte"1) von Wolfgang  Amadeus Mozart1), Über Breslau1) (heute Wrocław, Polen1)), wo er die großen italienischen Partien gestaltete, kam Hotter 1932 nach Prag1) an das "Neue Deutsche Theater" (heute "Staatsoper"1)), blieb dort zwei Jahre lang und lernte während dieser Zeit den berühmten russischen Bassbariton Fjodor Iwanowitsch Schaljapin (1873 – 1938) kennen, der sein künstlerisches Vorbild wurde und der auch seine spätere Darstellung des Boris Godunow1) in der gleichnamigen Oper1) von Modest Mussorgski1) maßgeblich beeinflusste.
Nach seiner Prager Zeit ging Hotter bis 1937 an die "Hamburgische Staatsoper1), wo er unter anderem als Giulio Cesare1) (Julius Caesar) in der Oper "Giulio Cesare in Egitto"1) von Georg Friedrich Händel brillierte sowie am 12.  November 1937 in der Uraufführung der von der NS1)-Presse verrissenen Oper "Das Opfer" von Winfried Zillig1) mitwirkte → Wikipedia (englisch); während seiner Zeit in Hamburg wurde er 1936 zum "Hamburgischen Kammersänger" ernannt. Eine weitere Station seiner grandiosen Karriere als Sänger wurde anschließend in München die "Bayerischen Staatsoper"1), an der Hotter in fast allen großen Heldenrollen seines Fachs glänzte und als Endzwanziger bereits das Fundament für seine einzigartigen Wagner-Interpretationen legte.
In München arbeitete Hotter mit so renommierten Dirigenten jener Ära wie Clemens Krauss1) oder Hans Knappertsbusch1) zusammen, prägte beispielsweise auch zwei Uraufführungen der Opern von Richard Strauss1) maßgeblich: Am 24. Juli 1938 gab er am "Nationaltheater"1) den Stadt-Kommandanten in "Friedenstag"1) und am 28. Oktober 1942, ebenfalls am "Nationaltheater", den Dichter Olivier in "Capriccio"1), die letzte Oper, die Strauss komponierte → Wikipedia. 1944 war anlässlich der "Salzburger Festspiele"1) mit "Die Liebe der Danae"1) die Uraufführung einer weiteren Strauss-Oper geplant, doch dazu kam es nicht mehr, nach dem Attentat vom 20. Juli 19441) auf Adolf Hitler1) wurden die Festspiele abgesagt. Die Inszenierung von Rudolf Hartmann1) unter der musikalischen Leitung von Clemens Krauss1) mit Hotter als Göttervater Jupiter1) wurde lediglich in Form einer Generalprobe vor geladenen Gästen gezeigt, zur weiteren Besetzung gehörten unter anderem Viorica Ursuleac1) in der Partie der Titelheldin Danaë1), Franz Klarwein1) als Gott Merkur1) und Horst Taubmann1) als Goldkönig Midas1) alias der Bote Chrysopher. Die offizielle Uraufführung, an der Hotter nicht beteiligt war, fand erst am 14. August 1952 nach dem Tod des Komponisten während der "Salzburger Festspiele" statt.

Hans Hotter als der Stadt-Kommandant in der Oper
"Friedenstag"1) von Richard Strauss am 10.06.1939
an der "Wiener Staatsoper"1) (Dirigent: Clemens Krauss1))
anlässlich der "VI. Reichstheaterfestwoche 1939"
 → Besetzung; Quelle: geschichtewiki.wien.gv.at von
"Österreichische Nationalbibliothek"1)/Bildarchiv- und Grafiksammlung (P 865)
Urheber: "Weltbild"-Fotoagentur; Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0 

Hans Hotter als der Stadt-Kommandant in der Oper "Friedenstag" von Richard Strauss am  10.06.1939 an der "Wiener Staatsoper" (Dirigent: Clemens Krauss) anlässlich der "VI. Reichstheaterfestwoche 1939"; Quelle: geschichtewiki.wien.gv.at von "Österreichische Nationalbibliothek"1)/Bildarchiv- und Grafiksammlung (P 865); Urheber: "Weltbild"-Fotoagentur; Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
Parallel zu seinem Wirken in München gab der Sänger mit der imponierenden Gestalt – er war über 1,90 m groß – regelmäßig zahlreiche Gastspiele an der "Wiener Staatsoper"1), der er bis in die 1980er verbunden blieb. Hier debütierte er am 4. Juni 1939 einmal mehr mit der Titelpartie des Giulio Cesare1) in Händels "Giulio Cesare in Egitto"1) mit Hans Schmidt-Isserstedt1) am Dirigentenpult und Gertrude Rünger1) als Cleopatra1). Während des 2. Weltkrieges konzentrierte er sich vermehrt auf Liederabende, sang er beispielsweise 1941 in Hamburg zum ersten Mal den von Franz Schubert1) komponierten Liedezyklus "Winterreise"1), mit der er in späteren Jahren weltweit das Publikum begeisterte. So brachte er beispielsweise im Rahmen einer Japan-Tournee auch dieses Werk zu Gehör.
Nach Kriegsende schloss Hotter 1946 einen Vertrag mit dem britischen Platten-Label "Columbia"1), trat 1947 erstmals am Londoner "Royal Opera House"1) auf, wo er bis Ende der 1960er Triumphe feierte, sei es als Mozart-Interpret in "Die Hochzeit des Figaro"1) und in "Don Giovanni"1), aber auch als Hans Sachs1) in Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg"1). Er wirkte nach wie vor bei den "Salzburger Festspielen", mit seiner Präsenz beispielsweise in Mailand und New York gehörte er zu den international anerkannten Bass-Baritonen.
1952 holte Wieland Wagner1) den Künstler für die Partie des Gottes Wotan1) in "Die Walküre"1), dem zweiten Teil des aus vier Teilen bestehenden, monumentalen Opern-Zyklus "Der Ring des Nibelungen"1), erstmals zu den "Bayreuther Festspielen"1). Für Hotter bedeutete dies einen entscheidenden Umbruch. Des Öfteren äußerte er in Interviews, wie schwer er sich zunächst mit dem neuen "Bayreuther Stil" tat: Allein auf der unendlich weiten, leer geräumten Szene, angehalten, den gesanglichen Vortrag nicht wie gelernt gestisch zu begleiten, sondern mit kleinsten Zeichen und Bewegungen die jeweilige dramatische Figur aus der Zusammenführung von Musik, Gebärde, Mimik und Körperhaltungen als Einheit zu formen. Aus dieser strengen Formung und Bewusstheit des Gestaltens konnte Hotter dann auch wieder etwas gewinnen, was zu diesem Zeitpunkt eher verpönt war – ein neues Pathos, nicht als hohle, aufgesetzte Gebärde, sondern als gesteigerte, von innen nach außen dringende Expression. Diese emotionale Bewegtheit verwandelte den Sing-Schauspieler Hans Hotter in einen großen Menschendarsteller. Der "Wotan" wurde zu seiner Paraderolle und er gestaltete sie mehr als ein Jahrzehnt.
Hotters "Wotan" sowohl in "Die Walküre" als auch in "Das Rheingold"1) war überdimensioniert in Stimme und Gestalt, gehört anscheinend einer bereits versunkenen Bühnenwelt an. Er war ein resignierter Gott von archetypischer Größe, ohne dabei in das wabernde Pathos früherer Bayreuther Jahre zu verfallen, insofern mit Wieland Wagners Interpretation durchaus übereinstimmend. Stimmlich war Hotter kein typischer Heldenbariton, für den ja der stark metallische Beiklang charakteristisch ist, seine Stimme war zwar voluminös, aber eher weich mit einer weichen Konsonantenbehandlung, die im Kontrast zur damals üblichen Sprachbehandlung im Wagner-Gesang stand, manchmal aber auch zur deklamatorischen Undeutlichkeit führte, immer jedoch das belcantistische Element betonte.2)
Zu Hotters herausragendem Wagner-Repertoire zählten der Gralskönig Amfortas, dessen Vater Titurel und auch der Gralsritter Gurnemanz im "Parsifal"1), er brillierte als Tristans Gefolgsmann Kurwenal – erstmals 1952 unter der musikalischen Leitung von Herbert von Karajan1) – und als König  Marke in "Tristan und Isolde"1)  gab den Hans Sachs1) und den Goldschmied Veit Pogner in "Die Meistersinger von Nürnberg"1), unvergessen bleibt er als "Der Holländer "in "Der  fliegende Holländer"1) → Wirken in Bayreuth.
  
Hotter betrachtete sich jedoch keineswegs als "Wagner"-Spezialist oder als Nur-Opernsänger, ebenso wichtig war ihm sein Lied- Repertoire, in dem Franz Schuberts1) "Winterreise"1) oder dessen "Die schöne Müllerin"1) das geliebte Zentrum bildete. Er präsentierte unter anderem Lieder/Werke von Robert Schumann1), Johannes Brahms1), Carl Loewe1) oder Hugo Wolf1), zahlreiche Schallplattenaufnahmen/Tonträger zeugen von Hotters unverwechselbarem Ausdruck sowie seiner Klangschönheit und Stimmgewalt.
Zudem war er als Regisseur gefragr, unter anderem übernahm er nach dem Tod von Wieland Wagner1) (1917 – 1966) 1968 und 1969 in Bayreuth die szenische Betreuung und Spielleitung von Wielands Inszenierungen des Opern-Zyklus "Der Ring des Nibelungen"1). Bereits in den Jahren 1961 bis 1964 setzte er am Londoner "Royal Opera House"1) den "Ring"-Zyklus in Szene. An der "Wiener Staatsoper"1) trugen die Opern-Aufführungen "Palestrina"1) von Hans Pfitzner1) (25 Vorstellungen: 16.12.1964–26.10.1977, davon in 8 Vorstellungen zudem die Partie des Kardinals Carlo Borromeo1)) und "Die schweigsame Frau"1) von Richard Strauss1) (15 Vorstellungen: 01.03.1968–17.05.1973) seine Handschrift → Übersicht Wirken (Auszug).
Erwähnenswert ist seine Beteiligung an einigen Filmproduktionen, in dem von Gustav Ucicky1) mit Käthe Dorsch in der Hauptrolle der treusorgenden Mutter Marthe Pirlinger gedrehten Melodram "Mutterliebe"1) (1939) mimte er deren später vom Blitz erschlagenen Ehemann Josef, in dem von Hans Thimig in Szene gesetzten Biopic "Brüderlein fein"1) (1942) über den von Hans Holt dargestellten österreichischen Schauspieler/Dichter Ferdinand Raimund1) den Schriftsteller Nikolaus Lenau1). In der amüsanten Geschichte "Seine beste Rolle"3) (1943/44; Regie: Vladimir Slavínský3)) tauchte er als der berühmte Kammersänger Matthias Morland auf, der sich als dessen Kammerdiener ausgibt, um die reizende Telefonistin Barbara Pohl (Marina von Ditmar) näher kennen zu lernen. Im Nachkriegsfilm wirkte er als Sänger (Opernpartie) in dem Kriminallustspiel "Großstadtnacht"1) (1950) mit, gab in dem auf dem Roman "D-Zug, 517" von Maria von Peteani1) basierenden Streifen "Die Sehnsucht des Herzens" (1951) unter der Regie von Paul Martin den gefeierten Kammersänger Lindner, in den sich die junge Ebba (Linda Caroll; 1929–?) verliebt. "Die lebensfremd konstruierte Kolportage gibt dem seinerzeit populären Sänger Hans Hotter reichlich Gelegenheit, seinen sonoren Heldenbariton ertönen zu lassen." vermerkt filmdienst.de → Wikipedia (englisch).
Im Fernsehen konnte man Hotter in Aufzeichnungen von Opern-Aufführungen bewundern, unter anderem 1959 in der am Münchener "Cuvilliés-Theater"1) gezeigten Opera buffa1) "Der Barbier von Sevilla"1) von Gioacchino Rossini1), in der er unter der musikalischen Leitung von Joseph Keilberth1) neben Hermann Prey (Barbier Figaro), Fritz Wunderlich (Graf Almaviva), Max Proebst1) (Arzt Bartolol und Erika Köth (dessen Mündel Rosina) Rosinas Musikmeister Basilio gestaltete.
   
1974 beendete Hotter zwar offiziell seine Gesangslaufbahn, trat jedoch vereinzelt immer noch einmal auf der Bühne in Erscheinung. Noch im fortgeschrittenen Alter wurde seine ausdrucksvolle Stimme bewundert, an der "Oper Frankfurt"1) übernahm er in dem von Václav Kašlík1) inszenierten Opernfragment "Moses und Aron"1) von Arnold Schönberg1) (Premiere: 15.11.1970) die Sprechrolle des Moses1) "in einer subtilen, gleichsam gestischen Deklamation, die durch ihre Vergeistigung faszinierte.", wie der Musikkritiker Gerhard Rohde1) in einem Nachruf schrieb. (Quelle: operundtanz.de). 1986 feierte der über 75-Jährige bei den "Münchner Opernfestspielen"1) als Greis Schigolch in dem Werk "Lulu"1) von Alban Berg1), basierend auf den Tragödien "Erdgeist"1) und "Die Büchse der Pandora"1) von Frank Wedekind1), noch einmal Triumphe – eine Rolle, mit der er die Opernbesucher/-innen überraschte. Bereits an der "Wiener Staatsoper" gab er diese Figur in 23 Vorstellungen (16.12.1968–21.10.1984). Letztmalig trat der inzwischen über 90-jährige Hotter im Februar 2001 in München am "Prinzregententheater"1) in einer "Münchner Fassung" der Operette "Der Opernball"1) von Richard Heuberger1) in Erscheinung und verabschiedete sich mit der Rolle des Prinzregenten endgültig von der Bühne.
Hotter arbeitete nach dem Ende seiner Solisten-Karriere als international gefragter Gesangspädagoge und gab mit großem Engagement seine Erfahrungen bei vielen Meisterkursen an die nächste Generation weiter. Auch als Berater war er unverzichtbar, so holte ihn unter anderem James Levine1) für die Einstudierung von Wagners "Der Ring des Nibelungen"1) an die New Yorker "Metropolitan Opera"1).
  
Hans Hotter, der rund 120 Partien beherrschte, darunter nicht nur Werke von Richard Wagner1), Wolfgang Amadeus Mozart1) und Richars Strauss1), sondern auch von Giuseppe Verdi1), Ruggero Leoncavallo1), "Ludwig van Beethoven"1), Georges Bizet1), Alexander Borodin1) oder Gottfried von Einem1), wurde während seiner langen, erfolgreichen Karriere mehrfach ausgezeichnet. Außer dem 1936 erliehenen Titel "Hamburgischer Kammersänger" war er "Bayerischer Kammersänger" (1955) und "Österreichischer Kammersänger"1) (1997) sowie seit 1971 Ehrenmitglied der "Wiener Staatsoper"1), 1977 ernannte ihn die " Wiener Musikakademie" (heute "Universität für Musik und darstellende Kunst Wien"1)) zum Professor. Hotter war Träger des "Großen Bundesverdienstkreuzes"1) (1975), der "Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien" in Gold (1979) und des "Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst"1) (1984). Eine weitere Auszeichnung war 1985 der "Bayerische Poetentaler"1),  verliehen von der süddeutschen Literatenvereinigung "Müchner Turmschreiber"1).  Ende April 1994 würdigte man seine künstlerischen Leistungen in Frankreich mit dem "L'ordre des Arts et des Lettres"1) (im Range eines "Commandeurs"1)), 1996 überreichte man ihm den "Ehrenring der Stadt Wien"1), Zuletzt erhielt er 2003 für seine Verdienste um das deutsche Operntheater und die Gesangspädagogik den "Wilhelm-Pitz-Preis", der Neu-Bayreuths erstem Chorleiter gewidmet ist → Dankesrede von Hans Hotter anlässlich der Preisverleihung.
  
Kurze Zeit später starb Hans Hotter unerwartet am 6. Dezember 2003 in München1) – wenige Wochen vor seinem 95. Geburtstag. Die letzte Ruhe fand er auf dem Münchner "Waldfriedhof Solln" →: Foto der Grabstelle bei knerger.de.
Der Künstler war seit 1936 mit der ehemaligen Schauspielerin Helga Fischer († 1998) verheiratet, der gemeinsame Sohn Peter erblickte ein Jahr später das Licht der Welt. Die 1939 geborene Tochter Maria Gabriele († 2020) ließ sich zur Bibliothekarin ausbilden, heiratete später (1962) nach dessen Scheidung den Enkel des Komponisten Richard Strauss1), den zum Opernregisseur ausgebildeten Richard (Max Emanuel Hermann) Strauss (01.11.1927 – 02.06.2007).
Seine Erinnerungen veröffentlichte der gefeierte Wagner- und Kunstliedsänger 1996 im "Kindler Verlag"1) unter dem Titel "Der Mai war mir gewogen…", eine Zeile aus dem Gedicht "Gute Nacht"1) von Wilhelm Müller1), das Franz Schubert im Liederzyklus "Winterreise"1) vertonte. In diesem Buch erzählt er von seiner Jugend in den zwanziger und dreißiger Jahren, von den Anfängen an den Opernhäusern in Prag und Hamburg und von den Schwierigkeiten eines Künstlers während des "Dritten Reichs"1). Hotter, der zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten dieses Jahrhunderts zählt, ist im Laufe seiner Karriere vielen großen Künstlern begegnet: Otto Klemperer1) und Erich Kleiber1), den Komponisten Richard Strauss und Hans Pfitzner1), dem scheuen Herbert von Karajan1) und dem legendären Wilhelm Furtwängler1).4)
Am 19. Januar 2009 wäre Hans Hotter, einer der ganz großen Sänger der Nachkriegszeit, 100 Jahre alt geworden. Von vielen als "Jahrhundertsänger" bezeichnet, war er von Stimme und Erscheinung her ein Gigant im wahrsten Sinne des Wortes, als Konzert- und Liedersänger beeindruckte er hingegen vor allem durch seine Natürlichkeit und überraschte immer wieder auch mit leisen Tönen. Ohne Zweifel gehört Hans Hotter zu den absoluten Phänomenen der Gesangskunst und galt gleich für mehrere Generationen als quasi zeitlose Erscheinung des europäischen Kulturlebens.5) 
Siehe auch Wikipedia (deutsch), Wikipedia (englisch),
"Östereiches Musiklexikon", operissimo.com,
bayreuther-festspiele.de, geschichtewiki.wien.gv.at
sowie den Nachruf bei www.operundtanz.de
Weiterhin den Artikel "Hans Hotter zum 100. Geburtstag" bei oe1.orf.at
Filmografie bei der Internet Movie Database
Fotos bei Wikimedia Commons
Fremde Links: 1) Wikipedia, 3) filmportal.de
Quelle:
2) "Grosse Stimmen" von Jens Malte Fischer (Verlag J. B. Metzeler, Stuttgart 1993, S.  245)
4)  Zitat "Klappentext"
5)  oe1.orf.at: "Hans Hotter zum 100. Geburtstag"
   
Wirken (Auszug)
(Fremde Links: Wikipedia, geschichtewiki.wien.gv.at, musiklexikon.ac.at; R = Regie (Inszenierung))
"Wiener Staatsoper" → archiv.wiener-staatsoper.at "Bayreuther Festspiele" in Werken von Richard Wagner;
(Quelle: bayreuther-festspiele.de) "Salzburger Festspiele"
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