Michael Douglas (Michael Issurovitch Demsky) wurde am 25. September 1944 als Sohn der Hollywoodlegende Kirk Douglas und dessen erster Frau Diana Dill in New Brunswick (New Jersey) geboren. Gemeinsam mit seinem Bruder Joel (geb. 1947) wuchs er in der Glamourwelt Hollywoods auf und so scheint es nur folgerichtig, dass auch Michael später den Beruf des Schauspielers ergriff. Doch zunächst absolvierte er seine Schulausbildung an der "Eaglebrook School" in Deerfield (Massachusetts), begann anschließend ein Studium an der "University of California".
 
Das Foto wurde mir freundlicherweise von der Fotografin Virginia Shue (Hamburg) zur Verfügung gestellt. Das Copyright liegt bei Virginia Shue.

Michael Douglas 01; Copyright Virginia Shue
Mitte der 60er Jahre zog es ihn nach New York, wo er einige Zeit später seine Ausbildung in Schauspiel und Regie am "Neighbourhood Playhouse" sowie dem "American Place Theater" beendete. Bühnenrollen in Off-Broadway Produktionen schlossen sich ab 1968 an und das hoffnungsfrohe Nachwuchstalent erhielt rasch – nicht zuletzt wegen seines prominenten Namens – Angebote von Film und Fernsehen.
Erste Erfahrungen vor der Kamera hatte Douglas neben seinem berühmten Vater mit einer winzigen, ungenannten Rolle in dem Kriegsfilm "Der Schatten des Giganten" (1966, Cast A Giant Shadow) gesammelt, 1969 gab er dann sein "richtiges" Leinwanddebüt gleich mit einer Hauptrolle in dem Drama "Hail, Hero!" unter der Regie von David Miller. Doch so richtig kam die Karriere des Mannes mit dem typischen Douglas-Grübchen im Kinn nicht in Schwung, nach verschiedenen Kino- und Fernsehproduktionen gelang ihm dann Anfang der 70er Jahre mit der Krimiserie "Die Straßen von San Francisco"1) (The Streets of San Francisco) der Durchbruch zum populären Darsteller. Douglas war der junge, sympathische Ermittler Steve Keller an der Seite des erfahrenen Police-Inspectors Miken Stone, gespielt von Karl Malden. Die Serie, welche zwischen 1972 und 1976 in den USA mit über 100 Folgen ausgestrahlt wurde, geriet nicht nur in Amerika zum Quotenrenner, auch in Deutschland erfreuten sich die spannenden Geschichten mit zum Teil rasanten Verfolgungsjagden ab 1974 großer Beliebtheit. Mit dem Ende der vierten Staffel verließ Douglas trotz der enormen Resonanz 1976 die Produktion, um sich anderen Aufgaben zu widmen. Sein Abschied von der Serie bedeutete gleichzeitig deren Niedergang, mit dem Nachfolger Richard Hatch brachen die Quoten ein, mit der fünften und letzten Staffel wurden die Episoden 1977 endgültig eingestellt.
Michael Douglas 02; Copyright Virginia Shue Inzwischen hatte Douglas sich selbst als Produzent profiliert, sein erster Versuch, das von Milos Forman mit dem Protagonisten Jack Nicholson in Szene gesetzte Drama "Einer flog über's Kuckucksnest" (1975, One Flew Over the Cuckoo's Nest) wurde mit einem Oscar als "Bester Film" ausgezeichnet – für Douglas sicherlich ein Grund mehr, sich weiter als Produzent zu betätigen, aber auch in verschiedenen Filmen selbst Rollen zu übernehmen. Der einen Reaktorunfall thematisierende Streifen "Das China Syndrom"1) (1979, The China Syndrome2)) mit Jane Fonda und Jack Lemmon als Partner, die humoristisch gefärbten Abenteuer "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten"1) (1984, Romancing the Stone2)) und "Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil"1) (1985, The Jewel of the Nile) waren beispielsweise weitere Filme mit Douglas als Schauspieler und Produzent, welche die Kinokassen klingeln ließen.
Mit "Ein Richter sieht rot"2) (1983, The Star Chamber) bzw. der Figur des am amerikanischen Justizsystem zweifelnden Richters Steven Hardin gelang ihm dann unter der Regie von Peter Hyams endgültig der Durchbruch zum anerkannten Charakterdarsteller bzw. der Aufstieg in die erste Riege der Hollywoodprominenz. 
 
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In Richard Attenboroughs Tanzfilm "A Chorus Line"2) (1985) und der Rolle des arrogant-diktatatorischen Broadway-Choreografen Zach vollzog sich eine Abkehr von seinem bisherigen Leinwandimage, die er mit Oliver Stones' Thriller "Wall Street"1) (1987, Wall Street2)) manifestierte. Das "Lexikon des internationalen Films" vermerkt: Ein mit schauspielerischen Glanzpunkten aufwartender Film über die moralische Verkommenheit skrupelloser Spekulanten an der New Yorker Börse. Für seine eindrucksvolle Interpretation des skrupellosen Millionärs bzw. Investment-Brokers Gordon Gekko konnte Michael Douglas seinen zweiten Oscar als "Bester männlicher Hauptdarsteller" entgegen nehmen.
 
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Michael Douglas 03; Copyright Virginia Shue
Starke Leinwandpräsenz zeigte der Star auch in den beiden Produktionen "Eine verhängnisvolle Affäre"1) (1987, Fatal Attraction2)) mit Glenn Close als Partnerin und in dem Ehe-Drama "Der Rosenkrieg"1) (1987, The War of the Roses2)) mit Kathleen Turner, beide Filme faszinierten Millionen Kinogänger und wurden ebenso wie der Action-Thriller "Black Rain"2) (1989) auch in Europa ein großer kommerzieller Erfolg.
In den 90er Jahren konnte Douglas an der Seite attraktiver Kolleginnen in unterschiedlichsten Produktionen nicht immer die ganze Bandbreite seiner darstellerischen Möglichkeiten zeigen, der Spionagethriller "Wie ein Licht in dunkler Nacht"1) (1992, Shining Through) mit Melanie Griffith ist eher zu vernachlässigen. Paul Verhoevens effektvoll inszenierter erotischer Thriller "Basic Instinct"1) (1992, Basic Instinct2)) mit Sharon Stone dagegen sorgte wieder für Schlagzeilen und spielte weltweit mehr als 352 Millionen US-Dollar ein. Joel Schumacher realisierte mit Douglas und Robert Duvall den Thriller "Falling Down – Ein ganz normaler Tag"1) (1993, Falling Down2)), ein Jahr später folgte Barry Levinsons Psychodrama "Enthüllung"1) (1994, Disclosure2)) mit Demi Moore. Eine vorübergehende Abkehr vom bisherigen Genre vollzog Douglas dann mit der romantischen Komödie "Hallo, Mr. President"1) (1995, The American President2)) um dann in "The Game – Das Geschenk seines Lebens"1) (1997, The Game2)) und "Ein Perfekter Mord"1) (1998, A Perfect Murder2)) wieder Hauptrollen in Thrillern zu übernehmen. Vor allem in "The Game" zeigte er als Finanzmagnat Nicolas van Orten, der sich auf ein verhängnisvolles Spiel einlässt, das ihn am Ende um sein Leben kämpfen lässt, eine starke Leistung.
 
Das neue Jahrtausend brachte Michael Douglas weitere Leinwanderfolge, auch wenn der Star in letzter Zeit nicht mehr ganz so oft wie früher vor die Kamera tritt. Die Komödien "Die Wonder Boys"1) (2000, Wonder Boys2)) und "Ein ungleiches Paar"2) (2003, The In-Laws), die Thriller "Traffic – Die Macht des Kartells"1) (2000, Traffic; mit Ehefrau Catherine Zeta-Jones) und "Sag kein Wort"1) (2001, Don't Say a Word1)) sowie "Es bleibt in der Familie"1) (2003, Family Business) sind zu nennen, wo Michael Douglas erstmals gemeinsam mit seinem Vater Kirk, aber auch mit seinem Sohn Cameron zu sehen ist. Der Streifen floppte allerdings an den Kinokassen, Douglas zog sich für längere Zeit vom Filmgeschäft zurück, um sich mehr seiner Familie widmen zu können. Doch dann zog es ihn wieder vor die Kamera, zu seinen jüngsten Arbeiten zählen die heitere Geschichte "Ich, du und der Andere"1) (2006, You, Me and Dupree), der Agententhriller "The Sentinel – Wem kannst du trauen?"2) (2006, The Sentinel) sowie die Komödie "König von Kalifornien"1) (2007, King of California), wo er einen exzentrischen, manisch-depressiven Vater mimt, der lieber auf Schatzsuche im San Fernando Valley geht, als sich um seine Tochter zu kümmern; Filmstart in Deutschland war der 15. November 2007. Danach tauchte Douglas als Onkel Wayne in der Komödie "Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen"1) (2009, The Ghost of Girlfriends Past2)) auf, sowie als brillanter Bezirksstaatsanwalt Mark Hunter in dem von Peter Hyams inszenierten Justiz-Thriller "Gegen jeden Zweifel"3) (2009, Beyond a Reasonable Doubt). Eine neuerliche "Paraderolle" für den Schauspieler, "Was "Gegen jeden Zweifel" über den Durchschnitt hebt, ist Michael Douglas, der in einer Paraderolle als bigotter Saubermann brilliert. Diesen Typus hat er freilich schon oft verkörpert, etwa im Hitchcock-Remake "Ein perfekter Mord" oder im Selbstjustizthriller "Ein Richter sieht rot", wo er für Hyams in einer ähnlichen Rolle vor der Kamera stand. Dennoch ist es eine Freude, dem Star zuzusehen, wie er den mörderischen Karrieristen mit schmierigem Charme und boshaftem Zynismus gibt. Wer sich auf Douglas' nächsten Auftritt als krimineller Broker in Oliver Stones "Wall Street"-Fortsetzung vorbereiten will, ist daher mit "Gegen jeden Zweifel" bestens bedient." kann man unter anderem in der Filmkritik von br-online lesen. "Wall Street: Geld schläft nicht"1) (Wall Street 2: Money Never Sleeps), die Fortsetzung von "Wall Street" aus dem Jahre 1987, sollte eigentlich am 22. April 2010 in die deutschen Kinos kommen, der Filmstart war dann jedoch am 21. Oktober 2010.
Letztlich ist noch Brian Koppelmans komödiantisch angehauchten Charakterstudie "Solitary Man" zu nennen, in der Douglas die Hauptrolle eines sexbesessenen Autohändlers übernommen hat; als Kinostart in Deutschland wird der 9. Dezember 2010 genannt.
Michael Douglas bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2010; Quelle: Wikimedia Commons; Urheber: Georges Biard; Lizenz CC-BY-SA 3.0.; Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Michael Douglas gehört zu den profiliertesten US-Schauspielern und steht inzwischen seinem berühmten Vater in nichts nach. Am 23. Oktober 2003 konnte er aus den Händen von Michail Gorbatschow den "World Artist Award" für sein Lebenswerk entgegennehmen – eine frühe Ehrung für den gerade mal etwas über 60-jährigen Michael Douglas.
Die britische Ausgabe des Empire Magazines wählte Douglas im Oktober 1997 auf Platz 74 der "100 größten Schauspieler aller Zeiten". Michael Douglas ist neben Laurence Olivier der Einzige, der sowohl einen Oscar als Hauptdarsteller (Wall Street) als auch für den besten Film (Einer flog über das Kuckucksnest) besitzt. 2008 erhielt Douglas im Alter von 64 Jahren vom "American Film Institute" den Preis für das Lebenswerk, nachdem bereits seinem Vater Kirk 18 Jahre zuvor die gleiche Ehre zuteil geworden war. Diese Auszeichnung wurde am 11. Juni 2009 in Los Angeles vergeben. (Quelle: Wikipedia)
 
 
Foto: Michael Douglas bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2010
Quelle: Wikimedia Commons;
Urheber: Georges Biard;  Lizenz CC-BY-SA 3.0.
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Seit Mitte November 2000 ist er mit seiner auf den Tag genau 25 Jahre jüngeren Schauspielerkollegin Catherine Zeta-Jones1) verheiratet. Das Paar, welches überwiegend auf den Bermudas lebt, hat einen Sohn, den am 8. November 2000 geborenen Dylan Michael, sowie die am 20. April 2003 geborene Tochter Carys Zeta. Aus Douglas' erster Ehe mit Diandra Luker, die er Mitte März 1977 geheiratet hatte, stammt Sohn Cameron Morrell (geb. 1978).
Im August 2010 ging der Schauspieler mit der Nachricht an die Öffentlichkeit, dass er an Kehlkopfkrebs erkrankt sei. Trotz dieser lebensbedrohlichen Diagnose, strahlte Douglas stets Zuversicht aus, diese schwere Krankheit besiegen zu können. Inzwischen ist er offensichtlich wieder genesen, In einem Fernsehinterview erklärte er, dass der Tumor verschwunden sei; siehe auch den Artikel bei bei www.spiegel.de.
  
Links: 1) Wikipedia, 2)  prisma-online.de, 3) br-online.de Stand Februar 2011
Lizenz Foto Michael Douglas (Urheber: Georges Biard): Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unported lizenziert. Es ist erlaubt, die Datei unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Version 1.2 oder einer späteren Version, veröffentlicht von der Free Software Foundation, zu kopieren, zu verbreiten und/oder zu modifizieren; es gibt keine unveränderlichen Abschnitte, keinen vorderen und keinen hinteren Umschlagtext. Der vollständige Lizenztext ist im Kapitel GNU-Lizenz für freie Dokumentation verfügbar. 
Siehe auch Wikipedia, www.prisma-online.de, www.whoswho.de
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