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| Trevor Howard wurde am 29. März 1913 als Trevor Wallace Howard-Smith im britischen Cliftonville (Kent) geboren; sein Vater, ein Versicherungsangestellter, war Engländer, seine Mutter Kanadierin schottischer Abstammung. Kurz nach seiner Geburt übersiedelten seine Eltern nach Colombo auf Ceylon und dort wuchs Howard bis zu seinem achten Lebensjahr auf. In England besuchte Howard dann in Bristol das "Clifton College", wo Michael Redgrave sein Klassenkamerad war. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
In den Endvierziger Jahren begann sich dann langsam die wirkliche Karriere
des Schauspielers abzuzeichnen, der stets überzeugend das schicksalhafte
Scheitern von Abenteurern porträtierte. Immer häufiger
sah man Howard in der Rolle solch gebrochener Figuren,
die zum Höchsten und Gemeinsten fähig sind und deren Niederlage
am Ende meist im Vergleich zu ihren Fähigkeiten unendlich schäbig
war. Er wurde oft für Rollen in Uniform eingesetzt, erweiterte aber sein
Repertoire auch um den von Frauen umgebenen romantischen Helden, so 1953 als der
fehlbare Major Hartry Scobie, der sich in der Graham-Greene-Verfilmung "Das Herz aller
Dinge" (The Heart of the Matter) als gläubiger Katholik und treuer
Ehemann in eine junge Emigrantin (Maria Schell) verliebt und Ehebruch begeht.
Für seine Rolle des Walter Morel in "Söhne und Liebhaber" (1960,
Sons and Lovers), einem Drama im englischen Bergarbeitermilieu nach D. H. Lawrence, erhielt er eine Oscar-Nominierung.
Seine beeindruckendste Leistung folgte dann 1962 mit der Darstellung des
harten Captain Bligh in Lewis Milestones erneuten Verfilmung der
Geschichte von der "Meuterei auf der Bounty"1)
(Mutiny on the Bounty2)): Kapitän Bligh regiert auf
seinem Schiff mit eiserner Hand, kein Vergehen ist ihm zu nichtig, um nicht als
Anlass für eine grausame Bestrafung zu dienen. Der Erste Offizier Fletcher
(Marlon Brando) stiftet bald eine Meuterei gegen den üblen Schinder an und setzt Bligh nebst Anhängern auf einem Kahn im
Ozean aus. Fletcher und der Rest der Mannschaft finden auf einer Südsee-Insel
ihr Glück (in Gestalt barbusiger Schönheiten. Ein weiteres Highlight
mit Trevor Howard als Lord Cardigan war beispielsweise Tony Richardsons
Kriegsfilm "Angriff der leichten Brigade"1) (1968, The Charge of the Light Brigade),
in dem die Vorgeschichte des Krim-Krieges (1853 1856) und die Ursachen, die zur sinnlosen Vernichtung einer britischen
Kavallerie-Brigade führen, thematisiert wird. Nach dem Kriegsfilm "Luftschlacht
um England"1) (1969, Battle of Britain) und der
Stevenson-Adaption "Die Entführung des David Balfour"1) (1971, Kidnapped) mit
Michael Caine in der Titelrolle, sah man ihn neben Vanessa Redgrave
als Maria Stuart in dem Historiendrama
"Maria Stuart, Königin von Schottland"1) (1971, Mary, Queen of
Scots) mit der Figur des Sir William Cecil,
der später zum Baron Burleigh erhoben wurde. In Michael Andersons
Historienfilm "Papst Johanna"1) (1972, Pope Joan)
mit Liv Ullmann verkörperte er den Papst
Leo IV.1), David Leans
Irland-Epos "Ryans Tochter"1) (1970, Ryan's Daughter) und die Rolle des Bauernpriesters
Pater Collins sowie der 1972 von Luchino Visconti in Szene gesetzte Film um "Ludwig II."1),
in dem er neben dem Protagonisten Helmut Berger den Komponisten Richard Wagner spielte,
zeigen Howard in weiteren prägnanten Nebenrollen. |
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Lizenz Foto Trevor Howard
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